BSH

Vermessung und Kartographie

Die Abbildung zeigt eine auf Fächerecholotdaten basierende dichte 3D-Punktwolke der im Jahr 1993 in der Ostsee vor der Küste der Insel Rügen gesunkenen polnischen Fähre "Jan Heweliusz" (WebGL-basierte Visualisierung durch http://potree.org/). Navigieren Sie im 3D-Modell am Dektop-PC mit Hilfe Ihrer Maus (Drücken und Halten der linken/rechten Maustaste für Rotation/Translation, Zoom per Mausrad) oder am mobilen Endgerät intuitiv per Touch-Steuerung.

Seevermessung und Wracksuche liefern Basisdaten

Die Nord- und Ostsee gehören zu den Regionen der Erde mit dem größten Schiffsverkehrsaufkommen. Wegen der hohen Verkehrsdichte ist eine häufige und engmaschige Vermessung der Fahrwasser und Meeresgebiete notwendig.
Die BSH-Schiffe legen jährlich circa 12.000 km mit Tiefenlotungen auf der rund 57.000 km² großen Wasserfläche des deutschen Anteils der Nord- und Ostsee zurück. Sie vermessen die Seegebiete im deutschen Hoheitsgebiet und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Neben der Aufnahme des Meeresbodens und der sich ständig verändernden Wattflächen suchen sie nach Unterwasserhindernissen wie Wracks, Gesteinsblöcken oder Ähnlichem.

Die Ergebnisse der Vermessungen, wie Daten der Tiefenverhältnisse und Unterwasserhindernisse, bilden die Basis für die amtlichen Seekarten. Das BSH gibt Papierseekarten und elektronische Seekarten heraus. Sie decken die deutschen Hoheitsgewässer und die deutsche AWZ ab. Die Ausrüstung mit amtlichen Seekarten ist für die Berufsschifffahrt gesetzlich vorgeschrieben.

Die Seekarten enthalten neben Wassertiefen und der Lage von Unterwasserhindernissen auch Seezeichen, Hauptschifffahrtswege und alle nautisch relevanten Informationen. Eine sichere Navigation ist nur mit aktualisierten Seekarten möglich. Die Papierseekarten werden anhand der Nachrichten für Seefahrer und die elektronischen Seekarten durch Updates aktualisiert.