BSH

Papierseekarten

Bild von Papierseekarten

Papierseekarten des BSH

Das BSH produziert Papierseekarten für den Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstrassen-Ordnung. Dazu gehören Flüsse, das Küstenmeer sowie die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone, einschließlich zum Teil angrenzende Gebiete der Nachbarstaaten.
Papierseekarten stellen in einem bestimmten Seegebiet unter anderem dessen Seewege, Küstenlinien, Seezeichen, Tiefenangaben, Gefahrenstellen und Sperrgebiete dar, um eine sichere Navigation und Planung für die Schifffahrt zu ermöglichen.
Aktuell befindet sich das deutsche Seekartenwerk in einer Umstellungsphase. Die ursprünglich 66 großformatigen Papierseekarten des deutschen Seegebietes mit den jeweiligen Plankarten und den verbliebenen 7 Serien der Klein- und Sportschifffahrtskarten für die deutsche und polnische Ostseeküste werden schrittweise eingezogen. Sie werden durch internationale Seekarten (INT-Karten) im Format DIN-A0 und durch nationale Karten im Format DIN-A1 ersetzt. Hier finden Sie weitere Informationen zur Umstellung des Seekartenwerkes.

Papierseekarten können mit aktuellem Berichtigungsstand über den Buchhandel bezogen werden (Bezugsquellen).

Maßstabsbereiche

Das internationale Seekartenwerk soll die Bereitstellung einer Mindestmenge an Karten für die Navigationsanforderungen der internationalen Schifffahrt gewährleisten. Dafür werden INT-Seekarten im Format DIN-A0 in gleichen Maßstäben konzipiert, von denen im Jahr 2018 die ersten erschienen sind (zum Beispiel Karte 4). In den flacheren Seegewässern unter 5 m enthalten die INT-Seekarten keine Tiefenzahlen mehr und werden zweisprachig hergestellt.

Das zukünftige nationale Kartenwerk wird bei Abschluss der Neukartierung mit circa 100 Kartenblättern das gesamte Küstengebiet der deutschen Nord- und Ostsee abdecken.
Die Karten liegen in vereinheitlichten Maßstäben vor: 1: 12 500 (Ausnahme 1: 3 000 und 1: 6 000) für Hafenkarten, 1: 30 000 oder 1: 50 000 für Ansteuerungen, 1: 150 000 als Küstenkarten und 1: 375 000 für die Küstenübersicht.

Bezeichnung

Das internationale Seekartenwerk des BSH ist Bestandteil des weltweiten IHO-Seekarten-Portfolios und verfügt über eine doppelte Nummerierung. Diese besteht aus Karten-Nummer und INT-Nummer. Die Karten-Nummer (siehe Nautischer Produktkatalog) wird vom BSH vergeben. Die INT-Nummer wird von der IHO vergeben und leitet sich aus der Region und dem Maßstabsbereich ab. Beide Kartennummern sind ist auf den Seekarten aufgedruckt.

Das nationale Seekartenwerk ist entsprechend der Reviere mit vierstelligen Kennziffern durchnummeriert. Dabei steht die erste Ziffer für das Seegebiet, zum Beispiel „1“ für die Nordsee: „1711“ und „2“ für die Ostsee: „2181“.

Internationale Standards

Alle Papierseekarten des BSH werden nach der internationalen Zeichenvorschrift Karte 1 / INT 1 strukturiert. Sie ist fester Bestandteil des Standards S-4 (Regulations of the IHO for international (INT) charts and chart specifications of the IHO). Die in der S-4 aufgeführten Vorschriften sind sehr detailliert und enthalten Richtlinien für alle Aspekte einer Seekarte von der Entwicklung über die Produktion bis zur Verbreitung. Amtliche Seekarten müssen den Standards entsprechen, um eine sichere Navigation in der Schifffahrt zu gewährleisten und die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Zusatzinformationen

Kontakt

Udo Cimutta
Arvid Elsner
+49 381 4563-954 +49 381 4563-957

Berichtigungsservice

Für die nicht ausrüstungspflichtige Schifffahrt bieten wir einen kostenfreien Berichtigungsservice zu den BSH-Karten und -Büchern an.

Nautische Informationen

Nautischer Produktkatalog

Bild zum Nautischen Produktkatalog

Weitere Angaben zu nautischen Produkten wie ENC, Papierseekarten mit aktuellen Berichtigungen oder Seebüchern, finden Sie im Nautischen Produktkatalog.

Nautischer Produktkatalog

Geschichte der Seekarten

Detail der Seekarte 49 „Mündungen der Jade, Weser und Elbe“ von 1878

Was sind Seekarten | Seit wann gibt es Seekarten? | Was bedeuten die Symbole und Abkürzungen?

Zur Geschichte der Seekarten