BSH

Flächenentwicklungsplan

Zentrale Flächenentwicklung und Voruntersuchung

Das Jahr 2017 markierte einen Systemwechsel im Bereich der Windenergie auf See. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) nimmt auf Grundlage des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) in einem Gesamtplanungsprozess seither die Aufgabe der Entwicklung und Voruntersuchung von Flächen für die Errichtung und den Betrieb von Windenergie auf See wahr.

Das sogenannte zentrale Modell bezeichnet einen gestuften Planungs- und Ausschreibungsprozess. Im ersten Schritt werden die Flächen für Windenergie auf See im Flächenentwicklungsplan (FEP) räumlich und zeitlich festgelegt. Der nächste Schritt ist die Voruntersuchung der Flächen, die im FEP festgelegt wurden. Nach Durchführung der Voruntersuchung werden die Flächen in einem wettbewerblichen Verfahren durch die Bundesnetzagentur versteigert, indem den Bietern die Ergebnisse aus der Voruntersuchung zur Verfügung gestellt werden. Der Bieter, der einen Zuschlag erhalten hat, kann nach Durchlaufen des Zulassungsverfahrens auf der Fläche Windenergieanlagen errichten, hat Anspruch auf die Marktprämie und darf die Anbindungskapazität der Stromleitung nutzen.

Aktuelles Fortschreibungsverfahren

Informationen zum begonnenen Fortschreibungsverfahren des Flächenentwicklungsplans.

Der Flächenentwicklungsplan 2019

Das BSH hat in den Jahren 2018 und 2019 erstmalig den Flächenentwicklungsplan (FEP) gemäß §§ 4ff. WindSeeG aufgestellt und eine Strategische Umweltprüfung durchgeführt. Der FEP 2019 wurde am 28. Juni 2019 veröffentlicht.

Der FEP trifft Festlegungen zu Windenergieanlagen auf See und Offshore-Netzanbindungen für den Zeitraum ab dem Inbetriebnahmejahr 2026 bis mindestens zum Jahr 2030. Der Anwendungsbereich des FEP bezieht sich in erster Linie auf die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone der Nord- und Ostsee. Er trifft auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung zwischen BSH und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern auch fachplanerische Festlegungen für das Küstenmeer.

Zu den öffentlichen Bekanntmachungen.

Die räumlichen Festlegungen des Flächenentwicklungsplans 2019 werden als zusätzliches Angebot auch als Web Feature Service im GeoSeaPortal veröffentlicht.

Überblick zum Ablauf des Aufstellungsverfahrens für den Flächenentwicklungsplan 2019

Das BSH machte Anfang März 2018 die Einleitung und den voraussichtlichen Abschluss des Aufstellungsverfahrens für den FEP 2019 öffentlich bekannt. Der Vorentwurf des FEP und die Entwürfe der Untersuchungsrahmen wurden Ende Mai bis Mitte Juni 2018 konsultiert. Am 27. Juni 2018 fand ein Anhörungstermin zu den (Vor-)entwurfsdokumenten und der Stellungnahme der Übertragungsnetzbetreiber statt. Der Termin war zugleich der Scoping-Termin nach dem Gesetz-über-die-Umweltverträglichkeitsprüfung.

Auf Grundlage der Ergebnisse der frühen Konsultation und des Anhörungstermins wurden der Entwurf des Flächenentwicklungsplans und die Entwürfe der Umweltberichte für Nord- und Ostsee erarbeitet. Die Untersuchungsrahmen für die Erstellung der Entwürfe der Umweltberichte wurden festgestellt. Behörden, deren Aufgabenbereich berührt ist, hatten die Gelegenheit, bis zum 03. Dezember 2018 zu den Entwurfsdokumenten Stellung zu nehmen. Die Öffentlichkeit hatte bis zum 03. Januar 2019 die Gelegenheit, sich zu den Entwurfsdokumenten zu äußern. Am 31. Januar 2019 fand ein Erörterungstermin zu den Entwurfsdokumenten, den Stellungnahmen und Äußerungen statt.

Da sich seit Veröffentlichung der Entwurfsdokumente und der Durchführung des Erörterungstermins einige Änderungen ergeben hatten, bestand für Behörden und die Öffentlichkeit die Gelegenheit, bis zum 13. Mai 2019 zu den Änderungen Stellung zu nehmen.

Der FEP 2019 und die Umweltberichte für die Nord- und Ostsee wurden am 28. Juni 2019 öffentlich bekannt gemacht. Die Dokumente finden Sie auf dieser Seite rechts in der Spalte.

Zudem wurde eine internationale Konsultation zum Entwurf des FEP 2019 und zu den Entwürfen der Umweltberichte für Nord- und Ostsee im Rahmen der strategischen Umweltprüfung durchgeführt. Behörden und die Öffentlichkeit der Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee hatten die Gelegenheit, sich bis zum 25. März 2019 zu den Entwurfsdokumenten zu äußern.

Weiter Informationen zur internationalen Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung.