BSH

OffChEm - Stoffliche Emissionen aus Offshore-Anlagen: Mögliche Einflüsse auf die marine Umwelt und deren Bewertung

Allgemeine Daten zum Auftrag OffChEm

Auftrag OffChEm
Auftraggeber / ProjektträgerBSH
Laufzeit01.05.2017 - 06.07.2021
ForschungsschwerpunktOffshore-Nutzungen
ProjektnummerKT800.M.3.EXP.00001.00
Projektleitung im BSHDr. Ingo Weinberg
AuftragnehmerHelmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH
Auftragsvolumen850.000 Euro

Projektbeschreibung

Der fortschreitende Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee ist gleichbedeutend mit einem stärker werdenden Eingriff in die Meeresumwelt. Kaum untersucht sind bisher stoffliche Freisetzungen dieser Anlagen. Hier sind vor allem die notwendigen Maßnahmen zum Korrosionsschutz und der Einsatz von Betriebsstoffen zu nennen. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die freigesetzten Mengen und deren Verteilung in den jeweiligen Umweltkompartimenten (Wasser, Sediment, Biota) sind derzeit nur wenige vorhanden. Eine umfassende Bewertung der Auswirkungen auf die marine Umwelt ist nach aktuellem Kenntnisstand daher nur eingeschränkt möglich.

Die Verbesserung der Datengrundlage und der verfügbaren Informationen über die von Offshore-Bauwerken ausgehende stoffliche Belastung liefert einen Baustein zu deren Bewertung im Kontext des angestrebten „guten Umweltzustandes“ gemäß Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Sie bietet möglicherweise Ansätze für die Entwicklung von angemessenen und effizienten Maßnahmen und unterstützt in Genehmigungsverfahren von Offshore-Anlagen die Bewertung der Umweltverträglichkeit.

Ziele

Das Ziel des Auftrages ist die Identifikation von Stoffen und Produkten, die bei der Konstruktion und dem Betrieb von Offshore-Anlagen eingesetzt werden und zur Belastung der lokalen beziehungsweise regionalen Meeresumwelt beitragen. Der Fokus liegt hierbei auf Stofffreisetzungen aus Korrosionsschutzmaßnahmen. Nach der Entwicklung von analytischen Methoden sollen die Stoffeinträge in die Meeresumwelt mittels Feldstudien untersucht und qualitativ sowie semiquantitativ eingeschätzt und bewertet werden.


Kontakt

Dr. Ingo Weinberg +49 40 3190-3308