BSH

Fernerkundung

Beobachtung durch Satelliten

Für die meereskundlichen Dienste und die Überwachung der Meeresumwelt sind flächendeckende Satellitendaten inzwischen unverzichtbar geworden. Sie ergänzen Messdaten, die das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) durch Forschungsfahrten und andere punktartige In-situ-Messungen gewinnt.

Satelliten-Fernerkundung im BSH

Das BSH empfängt täglich Daten unterschiedlicher europäischer und amerikanischer Satelliten. Hierzu zählen die polarumlaufenden NOAA-Satelliten, die europäischen Wettersatelliten METOP oder die Sentinel-Satelliten des europäischen Copernicus-Programms. Die Satelliten liefern mehrmals täglich Aufnahmen der Erdoberfläche im sichtbaren und thermisch-infraroten Spektralbereich. Da die optischen NOAA- und METOP-Satelliten bei Bewölkung keine Oberflächenaufnahmen liefern können, werden vom BSH zusätzlich Radardaten genutzt, die von der ESA zur Verfügung gestellt werden.

Die Daten werden im BSH weitgehend automatisch aufbereitet und archiviert und stehen binnen einer Stunde Nutzern beispielsweise als Eis- und Oberflächentemperaturkarten zur Verfügung. In den Karten werden überwiegend mehrere Überflüge der Satelliten zusammengefasst, wodurch Datenlücken auf Grund von Bewölkung weitgehend geschlossen werden können.

Bedeutung der Wasseroberflächentemperatur

Zu den wichtigsten Produkten gehören Karten der Oberflächentemperatur (SST) von Nord- und Ostsee. Die Kenntnis der Oberflächentemperatur ist etwa für die Seenotrettung, die Schifffahrt, die Wettervorhersage oder den Tourismus von großer Bedeutung. Die Meerestemperatur ist zudem einer der wichtigsten Parameter zur Erfassung langfristiger regionaler und globaler Klimatrends.

Im Daten-Bereich der Fernerkundung werden Tages-, Wochen- und Monatsmittel dargestellt. Die monatlichen Angaben enthalten zudem statistische Informationen in Form von Balkendiagrammen der Mittelwerte, der Rangordnung oder der Differenzen vom langjährigen Mittel. Hier finden Sie weitere Informationen über die Mittelwerte der Wasseroberflächentemperatur aller Monate und aller Jahre.

Weitere Parameter: Chlorophyll und Schwebstoffe

Für die Beurteilung des Umweltzustandes der Meere sind neben der Wassertemperatur auch andere mit Satelliten gemessene Parameter wie die Chlorophyllkonzentration von Bedeutung. Dem BSH werden hierzu täglich Daten verschiedener Satelliten über den Service-Provider Brockmann Consult GmbH zur Verfügung gestellt.

Dargestellt werden Karten der Chlorophyllverteilung in der Nordsee und Ostsee sowie Karten der Schwebstoffverteilung in der Nordsee und Ostsee jeweils als Wochenmittel.

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