BSH

UN Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung - "Ozeandekade"

Größtes Ökosystem der Erde

Die Ozeane sind das größte Ökosystem der Erde und bieten eine Vielzahl von Ressourcen und Ökosystemleistungen. In den letzten Jahren ist die Bedeutung eines gesunden Zustands der Ozeane für den Menschen immer weiter in das Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit gerückt.
Leider sind viele der komplexen Wirkzusammenhänge nach wie vor nur unzureichend erforscht und es fehlen wissenschaftlich fundierte Handlungsoptionen, um die Meere nachhaltig zu schützen und zu nutzen.

Ozeandekade (2021 - 2030)

Hier setzt die UN Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung (2021 – 2030) an. Die Vision der Dekade "The Science We Need For The Ocean We Want" setzt das ambitionierte Ziel, wissenschaftsbasierte Lösungen für einen nachhaltigen Ozean zu entwickeln und umzusetzen. Damit soll u.a. ein entscheidender Beitrag zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG’s) der Vereinten Nationen bis 2030, insbesondere SDG 14 (Leben unter Wasser), geleistet werden.

Die Ozeandekade wurde 2017 von der UN Generalversammlung beschlossen. Den Auftrag zur Vorbereitung erhielt die Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission der UNESCO (IOC). Nach intensiven weltweiten Abstimmungsprozessen legte die IOC 2020 den Implementierungsplan für die Dekade vor, der am 31.12.2020 von der UN Generalversammlung angenommen wurde.

Der Implementierungsplan enthält die Ziele, Umsetzungs- und Steuerungsmechanismen der Dekade. Nach dem offiziellen Start der Dekade am 01.01.2021 soll er nun durch alle beteiligten Partner unter Koordinierung der IOC nach und nach mit Leben gefüllt werden. Ein erster Call for Action für weltweite Programme wurde im Oktober 2020 verteilt und erfuhr eine erfreuliche weltweite Beachtung. Weitere Calls werden folgen, um die Beiträge zur Dekade weltweit zu steuern und zu kanalisieren.

Umsetzung der Ozeandekade in Deutschland

Zur Umsetzung der Dekade in Deutschland wurde das Deutsche Ozeandekaden Komitee gegründet. Solche nationalen Gremien sind im Implementierungsplan vorgesehen. Ihre Aufgabe ist es, die Inhalte der Dekade zu kommunizieren, die nationalen Stakeholder zu vernetzen und die nationalen Beiträge zur Dekade zu koordinieren. Zu diesem Zweck setzte die Deutsche IOC-Sektion das Komitee mit Vertreterinnen und Vertretern aller Stakeholder-Gruppen ein. In Arbeitskreisen werden weitere wichtige Partner beteiligt.

Beteiligung des BSH

Die Präsidentin des BSH, Dr. Karin Kammann-Klippstein, ist Mitglied im Ozeandekaden Komitee und in den Arbeitskreisen „Politik“ und „Wirtschaft“. Ihr ist der Ausgleich zwischen Schutz und Nutzung der Meere besonders wichtig. Dies kann nur durch eine enge Einbindung aller Partner, auch aus der Wirtschaft gelingen. Dies sollte sich nicht auf die Maritime Wirtschaft beschränken, sondern auch Wirtschaftszweige umfassen, die bewusst oder unbewusst landseitige Einträge auf das Ökosystem Meer verursachen.