BSH

Kiellegung am 20. Dezember 2017 in Kiel

„Fier mal langsam“, mit diesen Worten senkte sich der Rumpf der neuen ATAIR am 20. Dezember 2017 trotz seiner 100 Tonnen gefühlvoll und elegant auf einen Holzblock. Auf diesen hatten vorher die Präsidentin des BSH, Monika Breuch-Moritz, der Staatssekretär aus dem BMVI, Enak Ferlemann, Harald Fassmer (Fassmer-Werft) und Susanne Wiegand (German Naval Yards), gemeinsam eine polierte 2 €-Münze abgelegt.

Die Kiellegung ist eine Jahrhunderte alte Tradition, die auch in der modernen Seeschifffahrt immer noch eine Pflicht für Neubauten ist. Enak Ferlemann wünschte dabei der gesamten Besatzung, dem Kapitän und dem Schiff immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel. Er betonte außerdem, dass bei einem traditionell CSU-geführten Ministerium die Weitsicht nicht an den Alpen aufhören dürfe. Mit der ATAIR sei weiterhin gewährleistet, dass in Deutschland maritime Messprogramme und amtliche Vermessung durchgeführt und Messreihen zur Verfügung stünden. Diese seien zum Verständnis des Klimawandels und zur Betrachtung von Nord- und Ostsee notwendig. Er lobte das BSH für seine gute, kontinuierliche Arbeit auf seinen Spezialgebieten.

Monika Breuch-Moritz rief noch einmal in Erinnerung, dass die Planungen für die neue ATAIR schon seit mehreren Jahren liefen. Gelder mussten bereitgestellt werden, Anforderungen neu überdacht werden. Beim Antrieb musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, da die LNG-Technik zum damaligen Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen steckte – allerdings sprächen ein um 80 Prozent geringerer Ausstoß von Stickoxiden, um 90 Prozent reduzierte Schwefeldioxiden-Emissionen und kein Feinstaub für sich.

Der Auftragnehmer, Harald Fassmer von der Fassmer-Werft bedankte sich beim BSH, BAW und BMVI für die Erteilung des Auftrags und für die gute Zusammenarbeit, die bis zur Indienststellung 2020 noch ruhig so weitergehen könne. Er erklärte auch, warum das Schiff nicht am Fassmer-Sitz in Berne an der Weser gebaut wird: die Werfthalle dort sei für das 17 Meter breite Schiff einfach zu schmal. Daher konnte die German Naval Yards in Kiel als Kooperationspartner gewonnen werden.

Neubau ATAIR