BSH

Ozeanographisches Datenzentrum

Das BSH hat mit dem Deutschen Ozeanographischen Datenzentrum (DOD) die Aufgabe, den nationalen und internationalen Austausch von ozeanographischen Daten zu organisieren. Seit 1967 ist das DOD innerhalb der Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) als Knotenpunkt für die Datensammlung, Datenarchivierung, Qualitätskontrolle und Datenbereitstellung benannt.

Zu den Aufgaben als maritimer Dienstleister Deutschlands gehören:

  • Sammlung und Archivierung mariner Beobachtungsdaten,
  • Abgabe dieser Daten an Wissenschaft und Öffentlichkeit,
  • Wahrnehmung von internationalen Verpflichtungen (gemäß der Resolution der IOC zum Austausch von ozeanographischen Daten der Bundesrepublik Deutschland),
  • Weitergabe dieser Daten an die entsprechenden Gremien.

Informationen und Aktuelles

Aktuelles

Copernicus als Hilfsmittel für Umweltmonitoring, Hamburg 07.02 und 08.02.2018

Meeresforschung mit Forschungs-Zeppelin

Expedition Uhrwerk Ozean

Unsere Aufgaben

Das DOD ist innerhalb der Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) als nationales ozeanographisches Datenzentrum seit 1967 benannt. Das DOD ist der Knotenpunkt für den nationalen und internationalen Austausch ozeanographischer Daten.

Primär ist es mit der Sammlung, Archivierung und Qualitätskontrolle sowie der Bereitstellung der Daten der 28 deutschen Forschungsschiffe befasst.

Physikalische, chemische und biologische Daten von 100 Instituten werden im DOD archiviert. Sie stammen von Forschungsprogrammen, aus der staatlichen Meeresüberwachung und von der deutschen Marine. Sie reichen zum Teil sehr weit, bis 1873, mit Messungen vor Helgoland zurück. Zusätzlich werden Messdaten und Informationen im Zuge der Genehmigung ausländischer Forschungen in deutschen Gewässern (Notification, Auswärtiges Amt) archiviert.

Mit dem End-to-End-Datamanagement-Ansatz werden die Daten von der Fahrtplanung über die Probennahme bis zur Archivierung und Veröffentlichung dokumentiert. Dabei sind Fahrtplanung, DAVIS-Ship, CSRCruise Summary Report und Dateninventur wichtige im DOD angewandte Werkzeuge.

Außer der Abgabe an internationale Gremien stehen die Daten auf Anfrage Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Etwa die Hälfte der jährlich 120 Anfragen kommt aus dem Hochschulbereich. Die Daten sind frei und öffentlich zugänglich.

Die DOD-Datenbank enthält gegenwärtig Daten und Informationen von etwa 10.000 Reisen und 300.000 Stationen mit insgesamt 45 Millionen Datensätzen zu etwa 900 Parametern. Dies sind hauptsächlich physikalische Variablen wie Temperatur und Salzgehalt, chemische Variablen wie Nährstoffe und organische, anorganische und radiochemische Komponenten des Seewassers sowie physikalische und chemische Variablen des Sediments und Schadstoffe in Organismen wie Fischen und Muscheln. Im Rahmen der Geodateninfrastruktur-BSH bietet das DOD derzeit Daten aus der Meeresumweltüberwachung an.

Über das DOD

Das DOD wurde 1967 durch einen Nachtrag zum Meteor-Vertrag zwischen dem Deutschen Hydrographischen Institut (DHI, Vorgänger des BSH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet.

Grundlage war neben dem Meteor-Vertrag von 1961 die Resolution Nr. 9 der Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) zum Austausch von ozeanographischen Daten. Mit ihr wird den Vertragsstaaten empfohlen, nationale ozeanographische Datenzentren einzurichten. Seit 1967 ist das DOD innerhalb der IOC als nationales ozeanographisches Datenzentrum benannt.

Sie wurde 1987 ergänzt durch das interministerielle Rundschreiben des Bundesministeriums für Verkehr (BMV, jetzt BMVI) zur Zentralen Sammlung der Ergebnisse meereskundlicher Beobachtungen beim DHI. Darin werden alle Ressorts gebeten, alle mit öffentlichen Mitteln gewonnenen marinen Daten dem DOD zur Verfügung zu stellen, insbesondere auch Metadaten, wobei hier die standardisierten Fahrtberichte (Cruise Summary Reports, damals ROSCOP-Formulare) explizit genannt sind.

Neben diesen globalen und nationalen Strukturen ist das DOD Partner im europäischen Netzwerk von derzeit 35 ozeanographischen Datenzentren, wo unter SeaDataNet Daten und Metadaten in einem virtuellen Portal zusammengeführt werden und online abrufbar sind.

Das DOD ist im Referat „Daten- und Interpretationssysteme“ der Abteilung Meereskunde des BSH angesiedelt. Neben den Aufgaben des DOD werden in diesem Referat die Weiterentwicklung und der fachliche Betrieb der Geodaten-Infrastruktur des BSH durchgeführt.

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