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Umsetzung der Schiffsausrüstungsrichtlinie

   
 
 

Anwendung der Vorschriften für Integrierte Navigationssysteme (INS) auf Multifunktionsgeräte

 

Integrierte Navigationssysteme stehen im Anhang A.2/4.15 der MED. Die neugefasst IMOLeistungsnorm für INS MSC.252(83) ist seit 1. Januar 2011 in Kraft. Diese definiert ein INS als „Zusammenführung mindestens der Anwendungen Kollisionsverhütung und Routenverfolgung auf einem multifunktionalen Bildschirm“.

In dieser Definition wird auf Systemarchitektur, Art der Darstellung und Umfang der Integration von Funktionen aus der RADAR- und ECDIS-Welt nicht eingegangen. Daher sind die bisher von verschiedensten Herstellern verfügbaren Kombigeräte (RADAR/ECDIS), die bisher mit separaten Einzelzulassungen als RADAR (A.1/4.34-36) und ECDIS (A.1/4.30) versehen wurden, schwer einzuordnen.
Momentan steht INS im Anhang A.2/4.15 der MED. Nach Veröffentlichung der überarbeiteten Prüfnorm ist eine Übernahme in den Anhang A.1 vorgesehen, was dann eine vollständige Erfüllung der Anforderungen auch für eine freiwillige Ausrüstung mit INS erforderlich macht.

Für die Zulassung und Installation an Bord bedeutet das:

  • Kombigeräte können zunächst weiter wie bisher mit separaten Einzelzulassungen versehen und als solche an Bord installiert werden. Eine Zulassung als INS wird nicht gefordert, da die Ausrüstung mit INS freiwillig ist.
  • Die quantitative Ausrüstungspflicht nach SOLAS Ch. V Reg. 19. bleibt davon unberührt.
  • Stellt ein Hersteller ein Kombigerät vor, das die Anforderungen an ein INS erfüllt, kann es dementsprechend im Rahmen einer nationalen Zulassung zugelassen werden.
  • Nach Übernahme von INS in den Anhang A.1 der MED werden separate Einzelzulassungen nicht mehr möglich sein. Solche Systeme müssen dann die Anforderungen an INS bei Zulassung und Installation an Bord erfüllen.

 

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 11.08.2016 17:08:48  
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