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Navigations- und Funkausrüstung bei Ein- oder Rückflaggung

   
 
 


Das BSH geht davon aus, dass bei Vorliegen von gültigen SOLAS entsprechenden Zeugnissen des bisherigen Flaggenstaates der sichere Betrieb gegeben ist.

Auf die u.g. Besichtigungen kann verzichtet werden, wenn nachgewiesen wird, dass die vorhandene Ausrüstung zum Zeitpunkt des Einbaus baumustergeprüft und zugelassen war und eine Besichtigung im Sinne der IMO Entschließung A.746(18), zuletzt geändert durch die Entschließung MSC.83(70) stattgefunden hat. Dieser Nachweis gilt als erbracht, wenn Baumusterzeugnisse oder ggf. Konformitätserklärungen im Sinne der Schiffsausrüstungsrichtlinie der EG sowie geprüfte Pläne, Bescheinigungen über die Übereinstimmung mit diesen Plänen vom Flaggenstaat der Erstbesichtigung und Bescheinigungen über die korrekte Funktion der Ausrüstung vom letzten Flaggenstaat beigebracht werden. Sind die letzten Bescheinigungen bei Fahrgastschiffen älter als ein Jahr und bei Frachtschiffen älter als fünf Jahre bzw. älter als die letzte zurückliegende Erneuerungsbesichtigung (renewal survey) werden die Reedereien aufgefordert, Funktionsprüfungen vom BSH oder einem seiner „Anerkannten Einrichtungen“ durchführen zu lassen. Stehen im Ausland keine „Anerkannten Einrichtungen“ zur Verfügung, kann sich das BSH bestimmter Erfüllungsgehilfen bedienen. In diesem Fall stellt das BSH der Reederei spezielle Formulare mit der Aufforderung zur Verfügung, diese durch bestimmte Einrichtungen ausfüllen zu lassen.

Für die Einflaggung

  • ehemals deutscher Schiffe sind nur Besichtigungen durch einen BSH-Besichtiger notwendig, wenn um- oder nachgerüstet wurde, nachdem die letzte Besichtigung durch das BSH stattgefunden hat. Es ist glaubhaft zu machen, dass zum Zeitpunkt der Ausflaggung bestandene Mängel beseitigt wurden. Ausgelaufene befristete Ausnahmegenehmigungen müssen neu beantragt werden. Wiederholungsprüfungen der Navigations- und Funkausrüstung sollten umgehend durch das BSH oder einer vom BSH „Anerkannten Einrichtung“ erfolgen. Auch hier kann sich das BSH bei Fehlen von „Anerkannten Einrichtungen“ bestimmter Erfüllungsgehilfen bedienen.
  • von Fahrzeugen, deren Pläne während der Bauphase vom BSH geprüft wurden, aber nicht vom BSH besichtigt wurden, müssen noch zusätzlich vom BSH oder von einem seiner „Anerkannten Einrichtungen“ daraufhin besichtigt werden, ob der geplante Zustand der Navigations- und Funkausrüstung umgesetzt wurde und ob diese Ausrüstung korrekt funktioniert. Auch hier kann sich das BSH bei Fehlen von anerkannten Einrichtungen bestimmter Erfüllungsgehilfen bedienen.
  • von Fahrzeugen, die dem BSH gänzlich unbekannt sind, werden Besichtigungen durch das BSH notwendig, mit denen der Ist-Zustand der Ausrüstung ermittelt wird. Nach Bewertung der Ausrüstung bekommen die Reedereien eine Bescheinigung des BSH über die korrekte Ausrüstung bzw. die Aufforderung die Ausrüstung entsprechend den internationalen Übereinkommen anzupassen. Auch hier kann sich das BSH bei Fehlen von anerkannten Einrichtungen bestimmter Erfüllungsgehilfen bedienen. Konnte die Funktionsprüfung nicht anlässlich dieser Besichtigung durchgeführt werden, werden die Reedereien aufgefordert, diese Prüfungen vom BSH oder einem seiner „Anerkannten Einrichtungen“ durchführen zu lassen.

Das BSH informiert die See-BG über die Bewertung der Navigations- und Funkausrüstung.

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Mehr dazu auf www.bsh.de:
Gefahrenabwehr
Schiffsvermessung bei Einflaggung
Zeugnisse für Seeleute bei Einflaggung
Aufstellung an Bord
Prüfstellen
ISPS-Dokumente bei Einflaggung
Schifffahrtsförderung
Internationales Seeschiffsregister

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Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Matthias Lafrentz, Telefon 040 3190 - 7211

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 21.09.2007 14:17:08  
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