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ISPS-Dokumente bei Ein- oder Rückflaggung

   
 
 

Ein- oder Rückflaggung

 

ISPS-Dokumente bei Ein- oder Rückflaggung

Bei der Ein- oder Rückflaggung eines Schiffes bedarf jedes Schiff, auf das die ISPS -Bestimmungen Anwendung finden, folgende vom BSH  neu ausgestellten Dokumente:

1.  (Vorläufiges) Internationales Zeugnis über die Gefahrenabwehr an Bord eines Schiffes (Interim-/ISSC),

welches rechtzeitig , d.h. mind. 14 Tage vor einer Erstüberprüfung durch eine vom BSH für den Bereich Gefahrenabwehr auf See anerkannte Klassifikationsgesellschaft (RSO), beim BSH beantragt werden muss. Bitte teilen Sie in diesem Zusammenhang auch das Datum der Ein- bzw. Rückflaggung resp. Indienststellung dem BSH frühzeitig mit.

Zur Erlangung eines Interim-ISSC ist ein neuer Plan zur Gefahrenabwehr auf dem Schiff (Ship Security Plan – SSP) vor der Ein- bzw. Rückflaggung bei einer vom BSH anerkannten Klassifikationsgesellschaft (2-fach) zur Planprüfung einzureichen. Bei der Planerstellung sind die vom deutschen Flaggenstaat geforderten Mindest-Standards sowie die besonderen nationalen Anforderungen der SeeEigensichV und die europäischen Anforderungen der EU-Verordnung 725/2004  zu beachten. Der Eingang des Gefahrenabwehrplans bei der Klassifikationsgesellschaft  ist dem BSH durch diese schriftlich und rechtzeitig zu bestätigen. Eine erfolgreiche Durchführung einer Erstüberprüfung durch eine vom BSH anerkannte Klassifikationsgesellschaft ist nur nachzuweisen, sofern:

  • die Einflaggung aus einem Nicht-SOLAS-Vertragsstaat erfolgt,
  • mit der Einflaggung ein Managementwechsel stattfindet,
  • vom vorherigen SOLAS-Vertragsstaat lediglich ein Interim-ISSC ausgestellt wurde.

Nach der erfolgten Ein- bzw. Rückflaggung ist dem BSH der Nachweis eines funktionsfähigen Alarmsystems zur Gefahrenabwehr auf dem Schiff (SSAS) an Bord durch Protokoll eines Testalarms  an die die Kontaktstelle  (PoC ) zu erbringen. Nach Ablauf von 30 Tagen nach der Genehmigung des Gefahrenabwehrplans kann eine Folgeüberprüfung durch die Klassifikationsgesellschaft durchgeführt werden. Sofern diese erfolgreich ist, wird vom BSH das endgültige ISSC ausgestellt.

2.  neue Schiffsstammdatendokumentation (CSR)

Sofern für das Schiff bereits Schiffsstammdatendokumentationen von anderen Flaggenstaaten ausgestellt wurden, sind diese dem BSH vollständig in Kopie zu übersenden. Auch für eine Ausflaggung/Löschung aus dem Register des bisherigen Flaggenstaates muss dort ein (Löschungs-) CSR beantragt werden. Bei einem Flaggenwechsel dürfen (bis zur Ausstellung des neuen CSR - jedoch einer max. Zeitdauer von 3 Monaten) die von der IMO vorgegebenen Berichtigungsformulare hilfsweise als Originalersatz geführt werden.

Weitere Details zum Verfahren sowie die erforderlichen Anträge finden Sie auf den entsprechenden BSH-Internetseiten zur Gefahrenabwehr auf See:
CSR, Interim-/ISSC, SSAS, SSP ) bzw. im aktuellen Einflaggungslotsen der See-Berufsgenossenschaft (See-BG).

 

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Mehr dazu auf www.bsh.de:
Gefahrenabwehr
Schiffsvermessung bei Einflaggung
Zeugnisse für Seeleute bei Einflaggung
Navigations- und Funkausrüstung bei Einflaggung
Schifffahrtsförderung
Internationales Seeschiffsregister

Externe Links:
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Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Maritime Security
Telefon 040 3190 - 7110

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 17.03.2009 13:35:57  
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