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Zur Unterstützung des Menschen bei der Schiffsführung spielen neue Technologien
eine Schlüsselrolle. Das BSH, das in Deutschland für Navigations- und Funkausrüstungen
zuständig ist, hat als weltweit erstes Prüflabor ein AIS-Bordsystem für die
Serienproduktion zugelassen. AIS (Universal Shipborne Automatic Identification
System) ist ein automatisches Schiffsidentifikationssystem, mit dessen Hilfe
sich Schiffe sofort über Identität, aktuelle Fahrdaten und Manöver anderer Schiffe
informieren können, die dieses System ebenfalls installiert haben. AIS eröffnet
auch neue Möglichkeiten zur Überwachung des Verkehrsgeschehens, indem Verkehrszentralen
ihre Informationen über AIS-Landstationen erhalten.
Seit Juli 2002 mussten zunächst alle Schiffsneubauten mit AIS-Bordsystemen
ausgerüstet sein. Inzwischen wurde die Ausrüstungspflicht auch für ältere Schiffe
von ursprünglich 2008 auf 2004 vorgezogen. Als weltweit anerkanntes Labor prüft
das BSH, ob die AIS-Prototypen unabhängig von Hersteller und Gerätetyp miteinander
kommunizieren und in Radar und ECDIS (Elektronisches Seekarteninformationssystem)
integrierbar sind. Mit seinen Tests und Zulassungen trägt das BSH dazu bei,
dass die Hersteller neuentwickelter Geräte rechtzeitig auf den Markt gehen können.
Hersteller aus Japan, Südafrika, Norwegen, Schweden und Russland lassen ihre
Geräte im BSH testen.
AIS - Basisstationen
Da AIS-Basisstationen nicht auf Schiffen eingesetzt werden, wird kein Konformitätsverfahren
nach der Schiffsausrüstungsrichtlinie durchgeführt. Das BSH bestätigt nach erfolgreicher
Prüfung mit einem „Statement of Conformity“ die Einhaltung der relevanten Standards
durch das Baumuster der Station.
Die vom BSH geprüften AIS-Basisstationen
finden Sie in der Liste
(Zip-Datei, 230 KB) der seit dem 1. Januar 1999 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die Seeschifffahrt zugelassenen Rettungsmittel, Navigations- und Funkausrüstung. Bitte lesen Sie auch die ausführlichen
Erläuterungen
zu dieser Liste!
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