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BSH genehmigt 2. Windpark in der Ostsee

Windparks > Genehmigte Windparkprojekte in der Ostsee > Pressemitteilung vom 15.03.2006

15.03.2006

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat in der Ostsee einen weiteren Offshore-Windpark genehmigt. Grünes Licht für die Errichtung von 80 Windenergieanlagen (WEA) sowie einer Plattform zur Messung meteorologischer Daten erhielt die Arkona-Windpark-Entwicklungs-GmbH aus Stralsund, erklärte BSH-Justitiar Christian Dahlke am Mittwoch in Hamburg. Der Standort für den geplanten Windpark befindet sich ca. 35 Kilometer nordöstlich von Rügen und liegt damit im Eignungsgebiet "Westlich Adlergrund", das vom BSH Ende 2005 als für die Windenergienutzung besonders geeignetes Seegebiet deklariert worden war. Diese – unter Berücksichtigung von Schifffahrts- und Umweltinteressen – getroffene Festlegung wirkte wie ein zustimmendes Sachverständigengutachten für die Standortwahl, erläuterte Dahlke.

Das Vorhaben "Arkona Becken Südost" ist in der Ostsee das zweite vom BSH genehmigte Projekt außerhalb der 12-Seemeilen-Grenze in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Bundesrepublik Deutschland - nachdem bereits vor knapp einem Jahr die Entscheidung für den Windpark "Kriegers Flak" gefallen war. Beim BSH laufen derzeit für insgesamt 31 Projekte (27 Nordsee, 4 Ostsee) Verfahren für WEA und stromabführende Kabel.

Fester Bestandteil der Entscheidung waren umfangreiche Untersuchungen, dass das Einzelprojekt weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet. In die Risikoanalyse zur Einschätzung der Verkehrsströme wurde u.a. der geplante benachbarte Windpark Ventotec Ost 2 einbezogen, der ebenfalls in diesem Eignungsgebiet liegt. Die für die Sicherheit der Schifffahrt zuständige Fachbehörde, die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, hat der Genehmigung zugestimmt.

In Übereinstimmung mit den Vorgaben, die für das Eignungsgebiet gelten, wird auch ein ausreichender Abstand zu den im Vogelschutzgebiet Pommersche Bucht rastenden Vögeln eingehalten. Für den Vogelzug habe das Gebiet keine hervorgehobene Bedeutung, betonte Dahlke. Vorsorglich sei die AWE GmbH jedoch verpflichtet worden, den Kranichzug, der eine Besonderheit für die Ostsee darstellt, systematisch zu beobachten und dazu einen Managementplan zu entwickeln. Dabei könne die geplante Messplattform, mit der die Windverhältnisse vor Ort erfasst werden sollen, auch für Radarbeobachtungen genutzt werden. Wie schon bei allen vorherigen Genehmigungen hat das BSH auch dieses Projekt an zahlreiche Auflagen und Bedingungen geknüpft (siehe Anlage: Eckpunkte der Genehmigung).

Für die notwendigen weiteren Genehmigungen für das Kabel in der AWZ ist das BSH zuständig; im Küstenmeer das WSA Stralsund sowie Behörden des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Hinsichtlich der Verfahren wird es eine enge Abstimmung zwischen den Genehmigungsbehörden geben.  Eine Übersicht zu den bisher vom BSH genehmigten WEA in der AWZ von Nord- und Ostsee findet sich unter www.bsh.de.


Zu den Eckpunkten der Genehmigung

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 22.10.2015 15:10:10  
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