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24.05.2006
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat am Mittwoch
einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee genehmigt. In einer ersten
Projektphase kann die Nordsee Windpower GmbH & Co.KG aus Westerholt 80
Windenergieanlagen (WEA) errichten, die 93 Kilometer nördlich von Juist geplant
sind. Das Vorhaben ist das 11. vom BSH genehmigte Nordsee-Projekt außerhalb der
12-Seemeilen-Grenze in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik
Deutschland (AWZ). Beim BSH laufen derzeit für insgesamt 36 Projekte Verfahren
für WEA und stromabführende Kabel (32 Nordsee, 4 Ostsee). Bisher wurden 13
Projekte genehmigt , davon zwei in der Ostsee; zwei Ostsee-Projekte wurden
abgelehnt.
Der Standort für das Projekt „GlobalTech“ erfüllt nach Angaben von
BSH-Justiziar Christian Dahlke die notwendigen Voraussetzungen, dass weder die
Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet wird.
Das Projekt liegt außerhalb von Meeresschutzgebieten in einem vergleichsweise
verkehrsarmen Seegebiet. Die in diesem Bereich eher schwach ausgebildeten
Verkehrsströme werden auch bei einer Gesamtbetrachtung aller in diesem
Seegebiet bereits genehmigten Vorhaben nicht beeinträchtigt, so dass die
zuständige Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel der Genehmigung
zugestimmt hat.
Im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung wurden auch mögliche
ökologische Auswirkungen großflächig untersucht.
Wie schon bei den vorherigen Genehmigungen hat das BSH durch zahlreiche
Bedingungen und Auflagen (s. Anlage)
sichergestellt, das von den WEA keine Gefahren ausgehen. So müssen für die
Fundamente bestimmte Konstruktionen verwendet werden, die im Falle einer
Kollision möglichst geringe Schäden an der Schiffshaut verursachen. Durch eine
mit den benach-barten Projekten abgestimmte Bauablaufplanung werden
Einwirkungen auf die Meeresumwelt während der Bauphase minimiert.
Anlage: Eckpunkte
der Genehmigung „GlobalTech“ (PDF-Datei,5,6 KB)
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