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Baumusterzulassung (Type Approval)

   
 
 


Genehmigungsverfahren

Ein Ballastwasser-Managementsystem kann in Deutschland vom BSH für den Einbau an Bord von Schiffen zugelassen werden, wenn es die Anforderungen der Richtlinien für die Genehmigung von Ballastwasser-Behandlungssystemen (G8) (Resolution MEPC.174(58)) in jeder Hinsicht erfüllt. Die Zulassung wird in Form eines Zeugnisses über die Baumusterzulassung (Type Approval) des Systems erteilt.

Der Hersteller muss im Rahmen des Baumusterzulassungsverfahrens die biologische Wirksamkeit der Anlage durch die Durchführung umfangreicher landseitiger Tests („landbased tests“) nach den Vorgaben der G8 Richtlinien nachweisen. Entscheidend ist hierbei das Erreichen des D-2-Standards des Ballastwasser-Übereinkommens.

Darüber hinaus muss nach den Vorgaben der Richtlinien G8 anhand bordseitiger Tests („shipboard tests“) die Leistung des an Bord eines Schiffes eingebauten Ballastwasser-Behandlungssystems geprüft und bewertet werden. Dabei ist insbesondere ein reibungsloser Betrieb des Systems an Bord ohne Beeinträchtigung oder Gefährdung der Schiffssicherheit, der Besatzung, der Umwelt und der menschlichen Gesundheit nachzuweisen.

Für ein Ballastwasser-Managementsystem, in dem Aktive Substanzen zum Einsatz kommen, ist zusätzlich das Verfahren zur Genehmigung von Ballastwasser-Behandlungssystemen, die Aktive Substanzen einsetzen (G9) (Resolution MEPC.169(57)), durchzuführen. Hierbei muss im Wesentlichen die Umweltverträglichkeit und Anwendungssicherheit der Aktiven Substanz umfassend nachgewiesen werden.

Die Zulassung der Aktiven Substanzen gliedert sich in zwei Stufen, der Grundgenehmigung und der endgültigen Genehmigung (Basic Approval und Final Approval). Das Basic Approval berechtigt den Hersteller, die Aktive(n) Substanz(en) im Rahmen der Testverfahren für die Baumusterzulassungsprüfung einzusetzen. Mit dem Final Approval wird abschließend die Unbedenklichkeit der Aktiven Substanzen im Rahmen der Tests bescheinigt.

Über die Zulassung der Aktiven Substanz entscheidet das Marine Environment Protection Committee (MEPC) der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) auf Grundlage der Empfehlungen der Group of Experts on the Scientific Aspects of Marine Environmental Protection - Ballast Water Working Group (GESAMP-BWWG). Der Antrag auf entsprechende Erteilung der Approvals wird durch die Genehmigungsbehörde bzw. die nationalen Behörden in Form einer Submission an MEPC eingereicht.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens beim BSH werden folgende Fachbehörden zu verschiedenen Aspekten umfassend beteiligt:
Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) zu Schiffssicherheitsaspekten, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für die toxikologische Bewertung und das Umweltbundesamt (UBA) zu Fragen der Ökotoxikologie.

Darüber hinaus wird im Rahmen der EU-Koordination mit Bezugnahme auf die EU-Biozidrichtlinie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zur Prüfung der Verkehrsfähigkeit der eingesetzten aktiven Substanzen beteiligt.
 

Informationen für Antragsteller

The Ballast Water Management Convention, its relevant Guidelines, and related Documents (NSBWO) (PDF, 9,4 MB)

Methodology for information gathering and conduct of work of the GESAMP-BWWG (latest version) (PDF, 973 KB)

Gebührenverordnung für Amtshandlungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSHGebV)

weitere Informationen zu erteilten Baumusterzulassungszeugnissen (Type Approval Certificates)

 

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Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Sabine Reuland, Telefon 040 3190 - 7411 oder per Email an ballastwasser@bsh.de

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 20.07.2016 10:42:54  
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