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Die gemessenen Wassertiefen sind abhängig vom aktuellen Wasserstand. Aufgabe der Beschickung
ist es, die gemessenen Tiefen auf einen Bezugshorizont (Seekartennull, SKN) zu reduzieren. In der Ostsee ist der Bezug von Schleswig-Holstein Normalnull (NN), vor Meckenburg-Vorpommern der langjährige mittlere Wasserstand. Durch Pegelmessungen erhält man die Differenz zwischen aktuellem und mittlerem Wasserstand. Die Tiefenmessungen werden also direkt mit dem abgelesenen Pegelwert zum Zeitpunkt der Messung reduziert (beschickt). Als Tiefenbezug für nautische Zwecke ist die Höhenbezugsfläche NN in der Nordsee
ungeeignet, da sie regelmäßig vom Niedrigwasser unterschritten wird. Daher wurde bisher in der Nordsee das mittlere Springniedrigwasser (MSpNW) als Seekartennull (SKN) verwendet. Ab 2005 ersetzt die niedrigste astronomische Tide (Lowest Astronomical Tide - LAT) das mittlere Springniedrigwasser.
Die Beschickung der Tiefenwerte in der Nordsee erfolgt zurzeit in der Regel mit Hilfe von Wasserstandserrechnungskarten (WEK) und Pegelablesungen.
In der WEK kann man für jeden Ort ablesen:
- Zeit, bis die Hochwasserwelle vom Pegelort zum Lotungsort gelangt.
- Betrag, um den sich der Springtidenhub zwischen Pegelort und Lotungsort unterscheidet.
Für Forschungszwecke und Küsteningenieurarbeiten beziehen wir unsere ausgewerteten Tiefen auch auf NN, allerdings mit etwas reduzierter Genauigkeit.
Beispiel einer Wasserstandserrechnungskarte (WEK)
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