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Die im wesentlichen durch Gammastrahlung verursachte terrestrische
Strahlenexposition geht von den sogenannten primordialen Radionukliden
in der Erdkruste aus. Sie sind wegen ihrer sehr grossen Halbwertzeit seit
der Entstehung der Erde vorhanden. Für die Strahlenexposition des Menschen
sind vor allem Kalium 40 sowie die Nuklide der Uran-Radium- und Thorium-Reihe
von Bedeutung. Über verschiedene Zwischenprodukte wandeln sich Uran
und Thorium schließlich in stabiles Blei um. Eines der Zwischenprodukte
ist das Radon, ein natürliches radioaktives Edelgas, mit einer Halbwertzeit
von 3,8 Tagen.
Auf Grund der unterschiedlichen Zusammensetzung von Boden und Untergrundgestein
unterliegt die terrestrische Strahlung starken regionalen Schwankungen. Bestimmte
Gebiete auf der Erde weisen besonders hohe Ortsdosisleistungen der
Umgebungsstrahlung auf, da im Untergrund hohe Aktivitätskonzentrationen
natürlicher radioaktiver Stoffe vorliegen (thoriumhaltiger Monazitsand
in Brasilien und Indien, Granitgestein mit hohem Thorium- und Urangehalt
in Frankreich). Die auf den Menschen von außen wirkende Strahlenbelastung
liegt in der Bundesrepublik Deutschland im Mittel bei ca. 0,4 mSv
pro Jahr.
Die in der Natur vorkommenden natürlichen Radionuklide werden aber auch
durch Trinkwasser, Nahrung und Atmung aufgenommen und führen zu einer
von innen herrührenden Strahlenexposition von ca.1,7 mSv pro
Jahr. Den Hauptanteil daran hat das Radon-222 und seine Zerfallsprodukte
mit rund 1,4 mSv. Von der geologischen Beschaffenheit, der
Bodenporösität und der verwendeteten Baumaterialien hängt
es ab, wie hoch der Radongehalt der bodennahen Luft ist.
Was ist Radioaktivität
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