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Künstliche Strahlung

   
 
 

Strahlung

Zu der natürlichen Strahlenbelastung kommt die künstliche, d. h. vom Menschen verursachte Strahlenbelastung hinzu. In der Bundesrepublik Deutschland beträgt sie im Mittel pro Jahr 1,50 mSv, wobei ca. 95% aus der medizinischen Röntgendiagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie stammen. Der Rest entfällt auf kerntechnische Anlagen (0,01 mSv), Forschung, Technik und Haushalte (0,01 mSv), den Unfall von Tschernobyl (0,02 mSv) sowie auf den Fallout von Kernwaffenversuchen (0,01 mSv).

Seit 1961 untersucht das BSH (bis 1990 DHI) die Meeresumwelt auf künstliche Radioaktivität. In den 50er und 60er Jahren waren in erster Linie die oberirdischen Kernwaffenversuche für eine globale Kontamination verantwortlich. Die Einleitung künstlicher Radionuklide in die Nordsee aus den Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague (Frankreich) und Sellafield (Grossbritannien) fand in den 70er Jahren ihr Maximum. Bei dem Reaktor-Unfall in Tschernobyl 1986 wurden künstliche radioaktive Isotope in der Atmosphäre über tausende Kilometer transportiert und durch Regenfälle weite Flächen kontaminiert. Es handelte sich vor allem um radioaktives Iod und Cäsium, aber auch um Strontium, Molybdän, Barium und das weniger bekannte Ruthenium. Als Leitnuklid kann dabei aufgrund seines prozentualen Anteils am Tschernobylspezifischen Gesamtnuklidspektrum sowie seiner Langlebigkeit das Isotop Cäsium-137 gelten.

In den westeuropäischen Ländern ist die Strahlenexposition durch den Unfall von Tschernobyl mittlerweile vernachlässigbar klein geworden. Der Beitrag zur Strahlenexposition beträgt nur noch 0,02 mSv pro Jahr. In der näheren Umgebung von Tschernobyl in der Ukraine dagegen ist die Strahlendosisleistung teilweise immer noch so hoch, dass diese Gegenden als unbewohnbar gelten.

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Mehr dazu auf www.bsh.de:
MARNET

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Institut für Ostseeforschung (IOW)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 23.03.2007 11:17:22  
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