Folgende Quellen kommen für die anthropogene Radioaktivität im
Nordmeer sowie im Arktischen Ozean in Betracht:
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Der globale 'fallout' in der Nordhemisphäre aus den
atmosphärischen Atomwaffentests der 50er und 60er Jahre. Die
durch oberirdische Atomwaffentests in die Atmosphäre eingebrachte
Radioaktivität verteilte sich zunächst rund um die Nordhalbkugel
und fiel im Laufe der folgenden Jahre über den Globus verteilt wieder
aus. Der direkte 'fallout' in die Arktis beläuft sich in der Summe auf
etwa 15 PBq 137Cs. Das hieraus gegenwärtig resultierende
Radioaktivitätsniveau im Nordatlantik wird auf etwa 2 bis 3
Bq/m3 für 137Cs geschätzt.
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Der Eintrag der europäischen Wiederaufbereitungsanlagen (WAA)
Sellafield in England und La Hague in Frankreich. Die Einleitungen
der beiden WAAs fanden ihr Maximum in den 70er Jahren und betragen insgesamt
etwa 30 PBq für 137Cs. Bis heute wurden die Abgaben drastisch
reduziert. Die Radioaktivität verteilte sich in der Nordsee und im weiteren
Verlauf stark verdünnt im Nordatlantik. Geringe Spuren lassen sich bis
in arktische Gewässer verfolgen.
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Die Atomflotte der Russischen Republik. Die von der
früheren UdSSR übernommene Atomflotte, die vor allem aus einer
großen Anzahl von Atom-U-Booten besteht, ist in der näheren Umgebung
von Murmansk stationiert. Von hier gelangen in geringem Umfang Freisetzungen
von Radioaktivität in das Weiße Meer.
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Das Atom-U-Boot-Wrack "Komsomolets", das im April 1989 südwestlich
der Bäreninsel im Nordmeer sank. Das Wrack liegt in ungefähr
1700 m Tiefe und enthält einen Atomreaktor mit einem geschätzten
Inventar von 1,5 PBq 90Sr und 2,0 PBq 137Cs sowie zwei
Torpedos mit atomaren Gefechtsköpfen mit 6,9 kg 239Pu = 16
TBq. Aus dem Wrack ist bisher keine Radioaktivität entwichen.
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Die Versenkung von radioaktiven Abfällen durch die frühere
UdSSR in der Karasee
Einheiten:
1 Bq = 1 Becquerel = 1 Zerfall pro Sekunde
1 PBq = 1 Peta Becquerel = 1015 Bq
1 TBq = 1 Tera Becquerel = 1012 Bq
Einleitung
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