Das Meer speichert im Sommer infolge seiner hohen spezifischen Wärmekapazität bedeutende Energiemengen.
Diese Energie wird im Winter wieder abgegeben und beeinflusst damit das winterliche Wetter auf dem angrenzenden Festland.
Der Wärmeinhalt wird wesentlich durch die Temperaturen des atlantischen Einstroms und die lokal über der Nordsee
herrschenden meteorologischen Bedingungen bestimmt. Die Wärmemenge des Meeres ist deshalb, neben der
Temperatur
der Meeresoberfläche, ein wichtiger Indikator, um das klimatische Verhalten der Nordsee zu beschreiben.
Die Langzeitbeobachtung des Wärmeinhaltes der Nordsee durch das BSH gibt deshalb wichtige Hinweise auf
Klimaänderungen und klimarelevante Prozesse.
Da in-situ Messungen nie flächendeckend und zu jedem Zeitpunkt dreidimensional verfügbar sind,
müssen numerische Modelle genutzt werden, um eine Zustandsanalyse abgeben zu können.
Für die Berechnung der abgeleiteten Zustandsgröße "Wärmeinhalt" - als monatlicher Mittelwert -
werden die Ergebnisse des operationellen BSH - Modellsystems benutzt.
Die Modelle werden mit in-situ-Messungen validiert.
Wenn Sie noch Fragen oder Datenanforderungen haben:
Thema Karten der Wärmeinhalte der Nordsee: Alexander Frohse, Telefon 040 3190 - 3212
Thema Nordsee Atlas:
Achim Schulz, Telefon 040 3190 - 3213