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Schiffsgestützte Messungen

   
 
 

Messgeräte für den Einsatz vom Schiff aus: CTDs, Schleppfische und XBTs

Zu den wichtigsten Geräten an Bord eines Forschungsschiffes gehört eine CTD genannte Sonde, die an einem Draht in die Tiefe gelassen wird. Die Abkürzung CTD kommt aus dem Englischen und steht für die drei wichtigsten Messgrößen, die das Gerät bestimmt: C steht für Leitfähigkeit (Conductivity), T für Temperatur und D für die Tiefe (Depth). Die Leitfähigkeit benötigt man zur Bestimmung des Salzgehalts: Je mehr Salz im Meerwasser enthalten ist, desto besser leitet es Strom.

Der Draht, an dem die Sonde hängt, trägt nicht nur das Messsystem, er versorgt gleichzeitig die CTD mit Strom und übermittelt die Messdaten von der Sonde an einen Rechner auf dem Schiff. Auf diese Weise werden kontinuierliche Tiefenprofile u.a. des Salzgehaltes und der Temperatur erfasst. In Kombination mit einem Kranzwasserschöpfer lassen sich damit auch in definierten Tiefen Wasserproben für die Analysen chemischer und/oder biologischer Inhaltsstoffe gewinnen. Je nach Anwendung lassen sich an der CTD weitere Sensoren anbringen, beispielsweise zum Messen der Sauerstoffkonzentration oder zur Bestimmung der Konzentration organischer und mineralischer Substanzen (Trübung).

Derartige Messsysteme - wenn auch ohne Kranzwasserschöpfer - können auch auf einen Schleppkörper montiert werden und hinter dem fahrenden Schiff geschleppt werden. Dabei pendelt der Schleppkörper wahlweise zwischen Boden und Oberfläche oder wird auf konstanter Tiefe geschleppt. Im Gegensatz zu den punktuellen CTD-Profilen lassen sich die erfassten Parameter so in ihrer raum-zeitlichen Verteilung darstellen und analysieren.

Spezielle Einwegsonden zum Messen eines Temperatur- oder eines Temperatur- und Salzgehaltsprofils vom fahrenden Schiff aus sind die relativ preiswerten sogenannten XBTs, bzw. XCTDs. Sie bestehen aus einer etwa 20 cm langen raketenförmigen Messsonde, die über einen sehr dünnen Draht mit einer kleinen Abwurfvorrichtung elektrisch verbunden ist. Dieser Draht spult sich sowohl von einer Spule im Inneren der Sonde, als auch von einer zweiten Spule in der Abwurfvorrichtung ab. Ist die über die Drahtlänge vorgegebene Maximaltiefe erreicht, reißt der Draht, die Verbindung zum Schiff ist unterbrochen und die Sonde fällt auf den Meeresboden. Die Abwurfvorrichtung speichert die Messdaten, so dass diese nach der Messung über Satellit an eine Landstation übertragen werden können. XBTs werden nicht nur auf Forschungsschiffen eingesetzt, sondern auch auf anderen Schiffen, die sich dazu bereit erklärt haben. Bei diesen sogenannten Ships-Of-Opportunity  handelt es sich beispielsweise um Handelsschiffe, Seenotkreutzer oder Fähren.

 

Vorbereitungen für die Messungen mit dem Schleppfisch Delphin  | Begutachtung des Kranzwasserschöpfers an Deck

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 05.09.2005 11:45:27  
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