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MURSYS - Ostsee retrospektiv

   
 
 

Regionale Verteilung chlorierter Kohlenwasserstoffe (CKW) und polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) im Pelagial und Oberflächensediment der Ostsee im Jahre 2004 (Kurzfassung)

  Institut für Ostseeforschung, Warnemünde;
im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock

Die Ergebnisse der Belastung von Ostseewasser mit den organischen Schadstoffen ergaben für das Jahr 2004 ähnliche Konzentrationen wie in den Vorjahren. Die deutlich zurückgegangenen Belastungen mit HCH (Messreihe seit 1975) konnten bestätigt werden. Für DDT liegen Messreihen für acht Jahre vor, die Werte sind in den letzten Jahren gegenüber dem Zeitraum 1997 – 2000 um einen Faktor 2 – 3 gesunken. Für die PAK sowie DDE wurde eine geringe Abnahme beobachtet. Die HCH Konzentrationen (200 – 695 pg/L) lagen deutlich höher als die für PCB (1 – 10 pg/L) und DDT/DDE (4 – 8 pg/L). Die regionalen Unterschiede waren gering, als Eintragsquelle konnte nur die Oder für partikulär eingetragene Schadstoffe identifiziert werden.
Die Schadstoffkonzentrationen an den BLMP-Sedimentstationen lagen im Bereich von 100 – 2000 pg/g TS für PCB/DDE sowie 10 – 300 ng/g für PAK. Die Verteilung war dabei vom organischen Kohlenstoffgehalt abhängig.
Im Rahmen von Forschung und Entwicklung sollen die Grundlagen für ein verbessertes Sedimentmonitoring studiert werden. Ziel des Jahres 2004 war, geeignete Stationen und Probenahmestrategien in Abhängigkeit von den Sedimentparametern (z.B. organischer Kohlenstoffgehalt) zu untersuchen. In 2003 waren erste Untersuchungen zur beckenweiten Verteilung von PCB, PAK und DDE im Bornholm- und Gotlandbecken durchgeführt worden. Im Jahr 2004 wurden zehn Sedimente im Arkonabecken (Wassertiefe 22 – 47 m, C-org 0,03 –  6,4 %) analysiert. Die Belastung der Sedimente mit Schadstoffen war wie erwartet hoch, aber regional stark unterschiedlich. Es zeigte sich eine deutliche Abhängigkeit der Verteilung vom C-org Gehalt.
Weitere Untersuchungen in anderen Regionen der Ostsee und besonders auch die vertikale und kleinskalige Variabilität sollten in den nächsten Jahren Forschungsziel in den Monitoring Arbeitsprogrammen sein.

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