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MURSYS - Ostsee retrospektiv

   
 
 

Die Schwermetall-Situation in der Ostsee im Jahre 2005 (Zusammenfassung)

  Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Warnemünde;
im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock

(http://www.io-warnemuende.de)

Wie in den Vorjahren wies die Schwermetallverteilung im Ostseewasser im Jahr 2005 keine deutlichen oder gesundheitsgefährdenden Veränderungen auf. Regionale Konzentrationserhöhungen wie sie z.B. in den letzten Jahren immer wieder in der westlichen Ostsee zu beobachten sind, werden auf eine windinduzierte, bodennahe Durchmischung und den damit verbundenen sehr variablen Schwebstoffanteil in der Wassersäule zurückgeführt. Durch die Filtration der Proben werden Partikel >0,4 µm zurückgehalten, während Partikel <0,4 µm das Filter passieren.
Veränderungen, hervorgerufen durch den Salzwassereinbruch von Februar 2003 spiegeln sich vor allem in der vertikalen Schwermetallverteilung im Tiefenwasser des Bornholmbeckens und Gotlandbeckens wieder, während im Landsorttief weiterhin stagnierende Bedingungen anzutreffen sind. Unterhalb der Redoxklinen, die 2005 bei ca. 200 m angetroffen wurde, wurde ein Rückgang der gelösten Metallkonzentrationen für Cddiss, Cudiss und Zndiss beobachtet. Weiterhin ist eine leichte Zunahme der CdSPM, CuSPM und ZnSPM mit der Tiefe zu verzeichnen, welches auf den Beginn einer weiteren Stagnationsperiode schließen lässt. Insgesamt gesehen hatte der Salzwassereinbruch 2003 vor allem einen Einfluss auf die Langzeittrends der Metallkonzentrationen im Tiefenwasser der zentralen Ostsee. Insofern bietet sich jetzt ähnlich wie 1995 die außergewöhnliche Chance, die Veränderung der Metallkonzentrationen während der Stabilisierung des anoxischen Tiefenwasserkörpers, sowie deren Rückkopplungsmechanismus auf das Oberflächenwasser während einer weiteren Stagnationsperiode zu beobachten.

Die Schwermetallkonzentrationen in den Oberflächensedimenten der westlichen Ostsee (BLMP-Stationen) lassen bisher noch keinen gesicherten zeitlichen Trend erkennen (1998 bis 2005). Im Gebiet des westlichen Arkonabeckens (Station K7) wurde ein Sedimentkern entnommen, datiert und analysiert, um eine zeitliche Rekonstruktion der Schwermetallbelastung des Gebietes vornehmen zu können. Es zeigte sich, dass insbesondere für Hg Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts eine ungewöhnliche Kontamination vorliegt, deren mögliche Ursachen jedoch noch nicht geklärt werden konnten.

Der vollständige Bericht wurde auch veröffentlicht in der Reihe "Meereswissenschaftliche Berichte" des IOW als Bericht Nr. 66, zu finden im Internet unter:
(http://www.io-warnemuende.de/documents/mebe66_2005-zustand-hc-und-schwermetalle.pdf)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 11.03.2009 09:47:03  
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