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MURSYS - Ostsee retrospektiv

   
 
 

Die Schwermetall-Situation in der Ostsee im Jahre 2007 (Zusammenfassung)

  Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Warnemünde;
im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock

(http://www.io-warnemuende.de)

Von Günther Nausch, Rainer Feistel, Lars Umlauf, Klaus Nagel, Herbert Siegel (IOW)

(Zusammenfassung der vorläufigen Ergebnisse aus dem Ostsee-Monitoring)

Wie in den Vorjahren wies die Schwermetallverteilung im Ostseewasser im Jahr 2007 keine deutlichen oder gesundheitsgefährdenden Veränderungen auf. Regionale Konzentrationserhöhungen wie sie z.B. in den letzten Jahren immer wieder in der westlichen Ostsee zu beobachten sind und in 2006 für die gelösten Kupferkonzentrationen beobachtet wurden, werden auf eine windinduzierte, bodennahe Durchmischung und den damit verbundenen sehr variablen Schwebstoffanteil in der Wassersäule zurückgeführt. Durch die Filtration der Proben werden Partikel >0,4 µm zurückgehalten, während Partikel < 0,4 µm das Filter passieren. Veränderungen, die kurzzeitig durch den Salzwassereinbruch im Februar 2003 hervorgerufen wurden, spiegeln sich in den Langzeittrends kaum wieder. Unterhalb der Redoxklinen die 2007 bei ca. 130 m angetroffen wurde, wurde ein Rückgang der gelösten Metallkonzentrationen für Cddiss, Cudiss und Zndiss beobachtet. Bei den hohen Pbdiss Konzentrationen in der westlichen Ostsee kann eine Probenkontamination nicht ausgeschlossen werden. Weiterhin ist eine leichte Zunahme der CdSPM, CuSPM und ZnSPM mit der Tiefe zu verzeichnen, welches auf die Stabilisierung einer weiteren Stagnationsperiode schließen lässt. Insgesamt gesehen hatte der Salzwassereinbruch 2003 vor allem einen Einfluss auf die Langzeittrends der Metallkonzentrationen im Tiefenwasser der zentralen Ostsee. Insofern bietet sich jetzt ähnlich wie 1995 die außergewöhnliche Chance, die Veränderung der Metallkonzentrationen während der Stabilisierung des anoxischen Tiefenwasserkörpers, sowie deren Rückkopplungsmechanismus auf das Oberflächenwasser während einer weiteren Stagnationsperiode zu beobachten. Die Schwermetallkonzentrationen in den Oberflächensedimenten der BLMP-Stationen variieren innerhalb der bekannten Grenzen und unterscheiden sich für die untersuchten Regionen. Bisher kann jedoch noch kein gesicherter zeitlicher Trend für die einzelnen Stationen festgestellt werden (1998 bis 2007).

Der vollständige Bericht "Die Schwermetallsituation in der Ostsee im Jahre 2007" wurde zusammen mit dem Bericht "Hydrographisch-chemische Zustandseinschätzung der Ostsee im Jahre 2007" auch veröffentlicht als Nr. 72 in der Reihe "Meereswissenschaftliche Berichte" (Marine Science Reports) des IOW, zu finden im Internet unter:

(http://www.io-warnemuende.de/publikationen.html)

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