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MURSYS - Nord- und Ostsee retrospektiv

   
 
 

Nationaler Bericht 2005 der Bundesrepublik Deutschland zur Sitzung der ICES-IOC WGHABD (Working Group on Harmful Algal Bloom Dynamics) in Gdynia (Polen) vom 3. - 6. April 2006

  International Council for the Exploration of the Sea (ICES)

(http://www.ices.dk/indexnofla.asp)

Die in Deutschland zur Routine-Überwachung gefährlicher Algen angewandten Methoden blieben gegenüber den Vorjahren unverändert. Zusammenfassend war festzustellen, dass aus deutschen Gewässern keine neuen toxischen oder potentiell gefährlichen Algenarten für 2005 gemeldet wurden. Die Artenzusammensetzung ähnelte derjenigen aus den letzten Jahren.

Überwachung und Vorkommen von HAB (=Harmful Algal Bloom)-bildenden Arten in der Nordsee:

Dinophyceae: Arten der Gattung Dinophysis traten in niedrigen Abundanzen auf, führten aber nicht zur Schließung der Muschelfischerei. Andere toxische Dinoflagellaten wie Alexandrium tamarense und A. ostenfeldii, die in jedem Jahr typisch sind, wurden auch gemeldet, traten aber in 2005 nur in geringen Anzahlen auf und verursachten keine Fälle von PSP (paralytic shellfish poisoning).
Aus den Gewässern um Helgoland wurde der Dinoflagellat Protoceratium reticulatum isoliert und in Kultur geklont; es zeigte sich eine hohe Produktion von Yessotoxin. (B. Luckas, unveröff.)

Bacillariophyceae: Im Jahr 2005 wurden in den deutschen Küstengewässern verschiedene Pseudo-nitzschia-Arten in viel höheren Konzentrationen gefunden als in den vorangegangenen Jahren. Allerdings wurden bisher keine Fälle von ASP-Vergiftung (amnesic shellfish poisoning) berichtet.

Prymnesiophyceae: Phaeocystis globosa wurde im Mai 2005 entlang der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Küsten in hohen Zellzahlen gefunden, aber es wurden keine negativen Effekte wie z.B. Schaumbildung beobachtet.

Raphidiophyceae: Die fischtoxischen Arten Fibrocapsa japonica und Heterosigma akashiwo traten 2005 wie in den Vorjahren auf, ohne bisher erwiesenen Schaden verursacht zu haben. Das gleiche gilt für die Art Chattonella cf. verruculosa, die in 2005 mehrfach in niedrigen Anzahlen beobachtet wurde.

Der benthische Euglenoid Euglena sp. verfärbte in der Nordsee wieder große Teile des deutschen Wattenmeeres. Da diese Verfärbungen früher nicht berichtet wurden, ist noch immer ist nicht geklärt, ob diese Art in früheren Jahren nur übersehen wurde oder ob sie zusammen mit Aquakulturbeständen eingeschleppt wurde.

Überwachung und Vorkommen von HAB (=Harmful Algal Bloom)-bildenden Arten in der Ostsee:

In der Ostsee wurden in 2005 in den Küstengewässern keine Massenvorkommen von potentiell toxischen Cyanobakterien dokumentiert. Im Gegensatz zu 2003, als Strände an verschiedenen Stellen für die öffentliche Nutzung geschlossen werden mussten.
Außerhalb der deutschen Küstengewässer wurden in der zentralen Ostsee massive Blüten toxischer Cyanobakterien, meist Nodularia spumigena, mit Hilfe von Satellitenfernerkundung registriert.

Die Berichte der aus den ICES-Arbeitsgruppen sind im Internet zu finden unter:
(http://www.ices.dk/iceswork/workinggroups.asp)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 28.08.2007 14:34:00  
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