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MURSYS - Ostsee retrospektiv

   
 
 

Die Schwermetall-Situation in der Ostsee im Jahre 2006 (Zusammenfassung)

  Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Warnemünde;
im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock

(http://www.io-warnemuende.de)

Zusammenfassung der vorläufigen Ergebnisse aus dem Ostsee-Monitoring

Wie in den Vorjahren wies die Schwermetallverteilung im Ostseewasser im Jahr 2006 keine deutlichen oder gesundheitsgefährdenden Veränderungen auf.
Regionale Konzentrationserhöhungen wie sie z.B. in den letzten Jahren immer wieder in der westlichen Ostsee zu beobachten sind und in 2006 für die gelösten Kupferkonzentrationen beobachtet wurden, werden auf eine windinduzierte, bodennahe Durchmischung und den damit verbundenen sehr variablen Schwebstoffanteil in der Wassersäule zurückgeführt. Durch die Filtration der Proben werden Partikel >0,4 µm zurückgehalten, während Partikel <0,4 µm das Filter passieren.
Veränderungen, die kurzzeitig durch den Salzwassereinbruch im Februar 2003 hervorgerufen wurden, spiegeln sich in den Langzeittrends kaum wider. Unterhalb der Redoxklinen, die 2006 bei ca. 140 m angetroffen wurde, wurde ein Rückgang der gelösten Metallkonzentrationen für Cddiss, Cudiss und Zndiss beobachtet. Weiterhin ist eine leichte Zunahme der CdSPM, CuSPM und ZnSPM mit der Tiefe zu verzeichnen, welches auf die Stabilisierung einer weiteren Stagnationsperiode schließen lässt. Insgesamt gesehen hatte der Salzwassereinbruch 2003 vor allem einen Einfluss auf die Langzeittrends der Metallkonzentrationen im Tiefenwasser der zentralen Ostsee. Insofern bietet sich jetzt ähnlich wie 1995 die außergewöhnliche Chance, die Veränderung der Metallkonzentrationen während der Stabilisierung des anoxischen Tiefenwasserkörpers, sowie deren Rückkopplungsmechanismus auf das Oberflächenwasser während einer weiteren Stagnationsperiode zu beobachten.

Die Schwermetallkonzentrationen in den Oberflächensedimenten der westlichen Ostsee (BLMP-Stationen) lassen bisher noch keinen gesicherten zeitlichen Trend erkennen (1998 bis 2006). Eine im Jahr 2005 durchgeführte geochemische Neukartierung des Arkonabeckens, deren Ergebnisse jetzt in Form einer Diplomarbeit (Kowalski, 2007) vorliegen, belegen jedoch eine deutliche Abnahme der Schwermetallbelastung des Gebietes im Vergleich zu verfügbaren Daten aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Der vollständige Bericht wurde auch veröffentlicht in der Reihe "Meereswissenschaftliche Berichte" (Marine Science Reports) des IOW als Bericht Nr. 70, zu finden im Internet unter:
(http://www.io-warnemuende.de/documents/mebe70_2006-zustand-hc-und-schwermetalle.pdf)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 11.03.2009 09:47:03  
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