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MURSYS - Ostsee retrospektiv

   
 
 

Regionale Verteilung chlorierter Kohlenwasserstoffe (CKW) und polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) im Pelagial und Oberflächensediment der Ostsee im Jahre 2003 (Kurzfassung)

  Institut für Ostseeforschung, Warnemünde;
im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock

Die Ergebnisse der Belastung von Ostseewasser mit den organischen Schadstoffen ergaben für das Jahr 2003 ähnliche Konzentrationen wie im Jahr 2002. Die deutlich zurückgegangenen Belastungen mit HCH (Messreihe seit 1975) konnten bestätigt werden. Für PCB und DDT konnte noch keine verlässliche Aussage ermittelt werden, da erst Messreihen für drei Jahre (PCB) bzw. 6 Jahre (DDT) vorliegen. Für die PAK sowie DDE wurde eine geringe Abnahme beobachtet. Die HCH-Konzentrationen (440 - 600 pg/L) lagen deutlich höher als die für PCB (1 - 5 pg/L) und DDT/DDE (3 - 16 pg/L). Die regionalen Unterschiede waren gering, als Eintragsquelle konnte nur die Oder für partikulär eingetragene Schadstoffe identifiziert werden.

Im Rahmen der Monitoring Begleitforschung sollte geprüft werden, ob mit der am IOW vorhandenen analytischen Ausstattung und Probenahmetechnik polybromierte Diphenylether (PBDE) im Ostseewasser nachgewiesen werden können. Die Nachweisgrenzen für PBDE-Kongenere im Seewasser lagen zwischen 1 und 5 pg/L. Sechs Proben aus der Arkona See, Gotland See und von der Darßer Schwelle wurden untersucht, in keiner Probe konnten PBDE oberhalb der Nachweisgrenzen nachgewiesen werden. Ohne eine Verbesserung der analytischen Methodik scheint eine Aufnahme der PBDE als Verbindungsklasse in das existierende Baltic Monitoring Programme derzeit nicht realistisch.

Im Rahmen von Forschung und Entwicklung sollte auch die Grundlage für ein Sedimentmonitoring studiert werden. Ziel ist es, geeignete Stationen und Probenahmestrategien in Abhängigkeit von den Sedimentparametern (z.B. organischer Kohlenstoffgehalt) zu entwickeln. In 2003 wurden erste Untersuchungen zur beckenweiten Verteilung von PCB, PAK und DDE im Gotlandbecken durchgeführt. Die Belastung der Sedimente mit Schadstoffen war wie erwartet hoch, es zeigte sich eine deutliche Abhängigkeit der Verteilung vom Gehalt an Corg. Weitere Untersuchungen in anderen Regionen der Ostsee und besonders auch die kleinskalige Variabilität sollten in den nächsten Jahren Forschungsziel in den Monitoring Arbeitsprogrammen sein.

Den vollständigen Bericht finden Sie im Internet unter:
(http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/MURSYS-Umweltreportsystem/PDF/osretro012004.pdf (1,03 MB))

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