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MURSYS - Nordsee retrospektiv

   
 
 

Nährstoff-Zeitreihen bei Helgoland-Reede - 2004

  Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
  Biologische Anstalt Helgoland, Meeresstation Helgoland
  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock
(M31)

(http://www.awi-bremerhaven.de)
(http://www.bsh.de)

Die Konzentrationen der Nährstoffe Phosphat, Nitrat+Nitrit, Ammonium und Silikat werden im Rahmen der Langzeitmessserie "Helgoland Reede" an jedem Werktag des Jahres im Labor nasschemisch bestimmt, so dass inzwischen hochaufgelöste Zeitserien vorliegen. Die hieraus berechneten Monatsmittelwerte für das Jahr 2004 werden mit den mittleren Jahresgängen 1990 - 1999 sowie 2000 - 2003 verglichen.

Die Phosphatkonzentrationen im Jahr 2004 zeigen wie auch in den Vorjahren einen typischen Jahresgang. Im Frühjahr liegen hohe Konzentrationen vor, die im Februar die Mittelwerte der Vorjahre übersteigen. Ab März, zu Beginn der ersten Phytoplanktonblüte, ist parallel zu den Vorjahren eine Abnahme zu verzeichnen. Die niedrigen Sommer-Konzentrationen werden durch eine leichte Zunahme in den Monaten Juni und Juli unterbrochen, die in den Vorjahren nicht zu beobachten war. Durch Remineralisierungsprozesse wird das gebundene Phosphat im Herbst wieder in die Wassersäule freigesetzt. Der Anstieg hält im Gegensatz zu den früheren Jahren auch im November und im Dezember an. (Abbildung 1). Die Werte liegen hier deutlich über den Mittelwerten 1990 - 1999 und 2000 - 2003.

Für die Summenkonzentration von Nitrit+Nitrat ist ein deutlicher Konzentrationsrückgang im Vergleich zu den entsprechenden Mittelwerten der 1990er Jahre festzustellen. Diese durch Mittelwerte im Zeitraum 2000 - 2003 belegte Entwicklung setzte sich auch 2004 fort, wobei ab Juli 2004 ein ähnlicher Kurvenverlauf wie in früheren Jahren zu verzeichnen ist. Die jahreszeitliche Entwicklung wies keine Besonderheiten auf (Abbildung 1).

Die Entwicklung der Ammoniumkonzentration verläuft von März bis zum Oktober fast parallel zu den Mittelwerten der Jahre 2000 - 2003 und liegt deutlich unterhalb derjenigen der 1990er Jahre. Auffallend ist ein starker Anstieg im Januar und Februar 2004. Die Konzentration im Februar liegt ca. 2,5 µmol/L über den Vergleichskonzentrationen der Jahre 2000 - 2003 und liegt sogar noch über dem Mittelwert der Jahre 1990 - 1999 (Abbildung 1). Ein leichter, mit den Mittelwerten 2000 - 2003 vergleichbarer Anstieg ist im Juni und September zu beobachten.

Die Silikatwerte lagen im Jahr 2004 zwischen einem Höchstwert im März von 4,5 µmol/L und einem Minimum von 0,6 µmol/L im Mai (Abbildung 1). Zu dieser Zeit ist ein Großteil des Silikats von den Kieselalgen (Diatomeen) aus der Wassersäule verbraucht. Durch Remineralisierungsprozesse wird das in der Kieselschale der Diatomeen gebundene Silikat langsam wieder in die Wassersäule freigesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr und auch im Vergleich zu den Mittelwerten werden 2004 wesentlich niedrigere Konzentrationen erreicht. Der Mittelwert für 2000 - 2003 liegt generell unterhalb des 1990 - 1999 Wertes, und somit näher an den 2004 Werten. Insgesamt handelt es sich um einen typischen Kurvenverlauf mit niedrigen Silikatwerten und einem zögerlich verlaufenden Herbstanstieg.

Insgesamt tendieren bei Helgoland Reede die saisonalen Konzentrationen der meisten Nährstoffe zu gleichbleibenden oder sinkenden Werten. Für Phosphat wird in der zweiten Jahreshälfte ein leichter Anstieg verzeichnet, der sich zum Jahresende hin stark ausbaut.

Jahresgänge der Nährstoffkonzentrationen (µmol/L) bei Helgoland Reede mit Klimatologie, GIF-Graphik=13,8 KB
Jahresgänge der Nährstoffkonzentrationen (µmol/L) bei Helgoland Reede mit Klimatologie, GIF-Graphik=13,8 KB

Abbildung 1: Jahresgänge der Nährstoffkonzentrationen (µmol/L) bei Helgoland Reede mit Klimatologie

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 28.08.2007 14:33:43  
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