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MURSYS - Nord- und Ostsee

   
 
 

Tag des Wassers

  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Berlin:
"Pressemitteilung 068/05 (Kurzfassung) vom 21.3.2005"

(http://www.bmu.de)

Trittin: Gewässerqualität der Flüsse und Seen noch nicht im "grünen Bereich"

Die Flüsse und Seen in Deutschland sind zwar immer sauberer geworden, haben aber überwiegend noch nicht den EU-weit angestrebten "guten Zustand" erreicht. Das ist das Ergebnis der Bestandsaufnahme der Länder über die zehn deutschen Flussgebietseinheiten, die das Bundesumweltministerium zum Tag des Wassers (22.3.) der Europäischen Kommission übergeben hat.
Laut Bundesumweltminister Jürgen Trittin müssten die Gewässer wieder eine naturnahe Gestalt bekommen, damit sie als Lebensraum funktionieren können. Eine verantwortungsvolle Gewässerpolitik müsse Schutzziele und Nutzung der Gewässer gleichermaßen berücksichtigen und die richtige Balance zwischen den vielen Nutzungsinteressen national wie international finden. Das Hauptproblem des Gewässerschutzes sei heute nicht mehr die Industrie, sondern eine zunehmend industrialisierte Intensivlandwirtschaft, die für diffuse Schadstoffeinträge aus dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln als auch für die Belastung der Flüsse mit Nährstoffen verantwortlich sei.
Trotz messbarer Erfolge im Gewässerschutz bedürfen 60 Prozent der Oberflächengewässer und über 50 Prozent des Grundwassers weiterer Maßnahmen.
Die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie leiten sich aus den Merkmalen ab, die ein Gewässer aufweisen muss, damit seine natürliche Funktionsfähigkeit gewährleistet bleibt, Bis zum Jahr 2015 sollen alle Oberflächengewässer einen "guten Zustand" erreichen. Dadurch werden vor allem die Länder in die Pflicht genommen: 2006 müssen Überwachungsprogramme anwendungsbereit sein. 2009 müssen Maßnahmenprogramme aufgestellt sein und Bewirtschaftungspläne für die Flussgebietseinheiten vorliegen. Die EU-Kommission überwacht die Entwicklung.

Die Broschüre "Die Wasserrahmenrichtlinie – Ergebnisse der Bestandsaufnahme 2004 in Deutschland" des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes fasst die Ergebnisse zusammen. Sie ist verfügbar im Internet unter:
(http://www.bmu.de/gewaesserschutz)


  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg, Rostock:
"Pressemitteilung (Kurzfassung) vom 21.3.2005"

Meeresumweltschutz beginnt an Land

Der internationale Tag des Wassers - der für Deutschland und alle Ostseeanrainerstaaten zugleich "Tag der Ostsee" ist - gebe Anlass, auf den besonderen Wert sauberen Wassers, aber auch auf den Meeresumweltschutz aufmerksam zu machen, erklärte BSH-Vize-Präsident Niels-Peter Rühl am Montag in Hamburg.
Die Wasserqualität werde gerade in Wassereinzugsgebieten mit hoher Besiedelungsdichte und starker Industrialisierung entscheidend über Umweltschadstoffe beeinflusst, die ihren Weg vom Fluss in das Meer nehmen. Hier konnten dank der intensiven nationalen und internationalen Aktivitäten im Rahmen des OSPAR-Übereinkommens (Nordostatlantik) und des Helsinki-Übereinkommens (Ostsee) seit den 70er Jahren beachtliche Fortschritte erzielt werden. So registrieren BSH-Wissenschaftler seit Jahren gegenüber früheren Untersuchungen gute und stabile Umweltwerte für die Nordsee. Positive Anzeichen sieht Rühl auch für die stark frequentierte und ökologisch besonders gefährdete Ostsee, auch wenn nach seiner Überzeugung noch viel zu tun bleibe. Nach wie vor größtes Problem der Ostsee bleibe die Überdüngung durch Nährstoffe, die vor allem durch landwirtschaftliche Düngemittel und durch Autoabgase verursacht wird. Viel erreicht wurde nach seiner Überzeugung vor allem im Bereich der Sicherheit des Schiffsverkehrs.
Der Weltwassertag sei auch ein Appell, trotz aller Erfolge die intensiven Anstrengungen zum Meeresumweltschutz in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft weiter voranzutreiben, erklärte Rühl abschließend. Die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union zeige dafür die Wege auf; sie werde in den nächsten Jahren für eine weitere Verbesserung der Umweltwerte in Flüssen und Küstenmeeren sorgen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie im Internet unter:
(http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2005/Weltwasser/index.jsp)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 11.03.2008 09:35:23  
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