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MURSYS - Ostsee

   
 
 

Wassertemperaturen in der westlichen Ostsee

 

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Juli
2009

  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock:
"Kurzfassung der Pressemitteilung vom 2.7.2009"

Warmer Juniausklang trieb Nordsee- und Ostsee-Temperaturen in die Höhe

Die aktuellen Auswertungen der Nordsee-Temperaturen für den Monat Juni zeigen massive Veränderungen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,8 °C lagen die Temperaturen der Nordseeoberfläche um 0,8 ° über dem langjährigen Mittel für diesen Monat. Der zunächst windige Monat Juni mit seinen relativ niedrigen Lufttemperaturen hatte in der Nordsee nicht zu einer nennenswerten Abkühlung geführt und in der letzten Juniwoche stieg infolge von Hochdruckeinfluss die Oberflächentemperatur um rund 2 °C sprunghaft an. Sollte das sonnige Sommerwetter im Nordseeraum andauern, könnten die Rekordtemperaturen der Jahre 2003 und 2006 erreicht werden.
Der Erwärmungstrend der Nordsee wird damit bestätigt. Die seit 1987 anhaltende Warmphase in Nord- und Ostsee setzt sich weiter fort. Normalerweise wechseln Kalt- und Warmphasen in einem etwa 8 bis 12 Jahre andauernden Zyklus.
Die räumliche Verteilung der Temperatur ist allerdings nicht gleichförmig. Die östlichen Winde haben an den Westküsten von Jütland und Südnorwegen durch den Auftrieb von kälterem Tiefenwasser zu relativ "normalen" Verhältnissen geführt, während die westliche Nordsee um ca. 1°C über dem Durchschnitt lag.

Die MARNET-Messstationen des BSH in Nord- und Ostsee signalisieren, dass die tieferen Wasserschichten in der Deutschen Bucht und in der westlichen Ostsee selbst in den Wintermonaten nicht mehr unter das langjährige Mittel abkühlen. Sie bieten somit einen höheren Startwert für die sommerliche Erwärmung. In der Deutschen Bucht haben sich die sommerlichen bodennahen Wassertemperaturen bei im Schnitt 2 °C über dem langfristigen Mittelwert eingependelt. Das MARNET registriert dort zur Zeit Temperaturen um 13 °C, gegenüber 11 °C in den achtziger und neunziger Jahren.
Eine deutlich stärkere sommerliche Aufheizung war im Arkonabecken in der westlichen Ostsee zu beobachten. Im Monat Juni liegt dort der langjährige Durchschnittswert in 40 m Tiefe bei knapp 7°C. Mittlerweile herrscht dort seit etwa 2000 eine um 4 °C höhere Temperatur vor, mit einer Steigerung von einigen Zehntelgraden pro Sommer.
Insbesondere durch die starke Erwärmung der tieferen Wasserschichten ist mit Auswirkungen auf die ökologischen Verhältnisse in Nord- und Ostsee zu rechnen, nicht nur in den oberflächennahen Wasserschichten, sondern jetzt auch am Meeresboden.

Juni
2009

  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock:
"Monitoringfahrt mit FS DENEB - Fahrt Nr. 96 (17.6. - 26.6.2009) in die Ostsee"
(M 21)

Wassertemperaturen in der Ostsee im Juni 2009

(Es handelt sich um nicht validierte Daten)

PDF-Datei (249  kB)

Abbildung 1: Wassertemperaturen (Vertikalprofile) in der Ostsee, aufgenommen mit dem Delphin während der FS DENEB - Fahrt Nr. 96 (17.6. - 26.6.2009)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 08.09.2009 08:08:10  
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