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MURSYS - Ostsee

   
 
 

Phytoplankton in den schleswig-holsteinischen Küstengewässern der Ostsee - Algenfrüherkennungssystem (AlgFES)

 

Vorhandene Berichte :    Juni 2006    Juli 2006    August 2006   

Aug.
2006

  Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holsteins, Flintbek

Algenfrüherkennungssystem (AlgFES) Schleswig-Holstein; Bericht zum Intensiv-Monitoring Phytoplankton;
Teilbereich: Ostsee-Küstengewässer; Bericht 6/2006

Unter den Mikroalgen haben Kieselalgen deutlich abgenommen und sind nur noch gering vertreten. Auch Dinoflagellaten kommen stellenweise nur mäßig sonst ebenfalls gering vor. Kleine Flagellaten verschiedener Gattungen sind stellenweise erhöht vorhanden.

Blaualgen wurden vermehrt vor dem vergangenen Wochenende (4.8.) in der inneren Lübecker Bucht festgestellt. Zwei Sonderproben von Montag (7.8.) aus dem Bereich wiesen nur noch geringe Konzentrationen auf. Damit wird wieder deutlich, in welch kurzfristigem Zeitrahmen solch strömungsabhängigen Prozesse ablaufen, wie zum Beispiel Anreicherungs- und Verdünnungsphänomene bei Algenblüten, in diesem Fall von Blaualgen. Allerdings gab es am Montag noch Hinweise auf ein der Küste vorgelagertes Algenfeld. Inwieweit dieses durch die mittlerweile vorherrschenden Winde aus westlichen Richtungen bereits verdriftet oder aufgelöst wurde, ist zwar wahrscheinlich, bleibt aber abzuwarten. Seit Montag (bis heute = Mittwoch, 17:30) gibt es keine weiteren Meldungen über Auffälligkeiten.

In der Flensburger Innenförde (Fl 1 - 8, 5.8.2006) war das Phytoplankton insgesamt gering vorhanden. Einzig der Dinoflagellat Ceratium tripos wurde in nennenswerten Zellzahlen von 3.600 Z/l (Fl 2) bis rund 10.000 Z/l (Fl 5) beobachtet. Im Hafenbereich waren kleine Flagellaten verschiedener Gattungen in erhöhten Anzahlen vertreten.

Im Bereich des Hafens von Eckernförde (E1, 5.8.2006) hat Prorocentrum minimum deutlich abgenommen, es wurden nur noch rund 40.000 Z/l gezählt. Auch E4 wies ähnliche Zellzahlen auf (31.000 Z/l). Ansonsten waren die vorkommenden Phytoplanktonarten nur äußert gering vorhanden.

In der Kieler Förde (6.8.2006, Fl 1 - 4) waren die Verhältnisse vergleichbar. Keine Auffälligkeiten: Das Phytoplankton war insgesamt, bis auf kleine Flagellaten, auffallend gering vertreten. Die kleinen Flagellaten waren, wie schon in der Flensburger Förde, nur im inneren Bereich erhöht. (Ki1: 9,5 Mio. Z/l, Ki2: 5,6 Mio. Z/l). Die Bestimmung ist aufgrund ihrer kleinen Größe (3 - 5 µm im Durchmesser) und des Fehlens von Geißeln recht schwierig. Teilweise konnten die Gattung Chrysochromulina, Tetraselmis/Pyramimonas und Cryptophyceae identifiziert werden - der größte Teil bleibt im Moment jedoch unbestimmt.

Vor Heiligenhafen (Hei 1, 4, 5 und Sonderprobe) und in der Lübecker sowie westlichen Mecklenburger Bucht (Tra 4 und Sonderproben) waren Phytoplanktonarten nur sehr gering vorhanden.

Bei erneuter Vermehrung der oben aufgeführten Dinoflagellatenart Prorocentrum minimum kann es bei ruhigem Wetter zu rötlich-braunen Wasserverfärbungen kommen, die recht auffällig sein können, aber für Badende harmlos sind.

Blaualgen

Am Freitag 4.8.06 wurden durch die WSP Lübeck-Travemünde stellenweise hohe Mengen an Blaualgen festgestellt. Besonders in den Sonderproben von vor Travemünde, Sierksdorf und Bodten Ost waren sichtlich dichte Ansammlungen von Faden und Flockenstrukturen in den Probeflaschen auszumachen. Genau auch diese Proben enthielten hohe Konzentrationen ausschließlich der Blaualge Nodularia spumigena. In den restlichen dieser untersuchten Proben wurde auch Aphanizomenon gefunden.

Dagen waren in zwei Sonderproben vom Montag ( =7.8.2006, WSP Tra) vom Priwall und vor Mövenstein nur noch geringe Konzentrationen vorhanden.

Die WSP Heiligenhafen beobachtete am 5.8.2006 im Bereich "Burg Tiefe" hohe Ansammlungen und ebenso vor Großenbrode (Hei 1). Diese visuellen Eindrücke spiegelten sich in den Ergebnissen der Analyse wieder.

Stationskarte

Den Algenreport finden Sie im Internet unter:
(http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/41914/bericht.htm)

Juli
2006

  Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holsteins, Flintbek

Algenfrüherkennungssystem (AlgFES) Schleswig-Holstein; Bericht zum Intensiv-Monitoring Phytoplankton;
Teilbereich: Ostsee-Küstengewässer; Bericht 5/2006

Nach Einsetzen einer Wetterphase mit westlichen Winden am vergangenen Wochenende haben die fädigen Blaualgen im Vergleich zur Vorwoche noch weiter deutlich abgenommen und kamen überwiegend in geringen bis normalen sommerlichen Konzentrationen vor. In den inneren Bereichen der Flensburger Förde und Kieler Förde waren Kieselalgen vorherrschend. Zudem wurden dort auch erhöhte Anzahlen von Flagellaten und Dinoflagellaten beobachtet. Im innersten Bereich der Eckernförder Bucht hat im Vergleich zur Vorwoche keine weitere Vermehrung von Prorocentrum minimum stattgefunden. Die Bereiche um Heiligenhafen, in der westlichen Mecklenburger Bucht und Lübecker Bucht waren gekennzeichnet von geringen Arten- und Zellzahlen.

In der Flensburger Innenförde (30.7.2006) hat Heterocapsa rotundata den kleinen Dinoflagellaten Prorocentrum minimum abgelöst. Im inneren Bereich wurden zwischen 0,14 und 1,4 Mio. Z/l gezählt. Auch erreichten hier (Fl 1) kleine Flagellaten (Cryptophyceae) Zelldichten von 0,87 Mio. Z/l. Die Kieselalgen Cerataulina pelagica und Leptocylindrus danicus sind vorherrschend.

Im Bereich des Hafens von Eckernförde (E1, 30.7.2006) hat Prorocentrum minimum im Vergleich zur Vorwoche nicht weiter zugenommen..

In der Kieler Innen-Förde hat die Kieselalge Dactyliosolen fragilissimus die Kieselalge Lepptocylindrus danicus abgelöst. Daneben waren kleine Flagellaten verschiedener Gattungen und auch der Dinoflagellat Heterocaspa rotundata sehr häufig. Die Millionengrenze wurde jedoch noch nicht überschritten. Prorocentrum minimum wurde nur auf der innersten Station (Ki 1, 30.7.2006) mit Zellzahlen um 0,83 Mio. Z/l beobachtet.

Vor Heiligenhafen und in der Lübecker sowie westlichen Mecklenburger Bucht waren Mikroalgen nur sehr gering vorhanden. Einzig Heterocpasa rotundata fällt hier mit leicht erhöhten Anzahlen auf (Hei 1, 29.7.2006, 0,14 Mio. Z/l, sonst deutlich unter 0,1 Mio. Z/l).

Bei weiterer Vermehrung der oben bereits mit erhöhten Zellzahlen aufgeführten Dinoflagellatenarten, kann es bei ruhigem Wetter zu rötlich-braunen Wasserverfärbungen kommen, die recht auffällig sein können, aber für Badende harmlos sind.

Stationskarte

Den Algenreport finden Sie im Internet unter:
(http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/41914/bericht.htm)


  Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holsteins, Flintbek

Algenfrüherkennungssystem (AlgFES) Schleswig-Holstein; Bericht zum Intensiv-Monitoring Phytoplankton;
Teilbereich: Ostsee-Küstengewässer; Bericht 4/2006

Nach einer Wetterphase mit westlichen Winden am vergangenen Wochenende haben die fädigen Blaualgen im Vergleich zur Vorwoche deutlich abgenommen. Laut Wettervorhersage soll es ab Samstag erneut zu einer Westwindlage kommen. Bis dahin sind weiterhin noch schwache Windstärken angesagt, so dass lokal kurzfristig noch mit den typischen durch Blaualgen hervorgerufene Ansammlungen gerechnet werden kann.

Das für das bloße Auge sichtbare Vorkommen von Blaualgen ( =Flockenbildung im Wasser oder Ansammlungen an der Wasseroberfläche) wird als Blaualgenblüte bezeichnet. Im Gegensatz zu Massenvermehrungen von Mikroalgen sind gerade diese Flockenbildungen typisch für hohe Ansammlungen von Blaualgen. Gerade eher windarme Wetterlagen fördern das Auftreiben der Blaualgen an die Wasseroberfläche und damit die "Flockenbildung".

Informationen sind Vorort an den Badestellen, bei den zuständigen Überwachungsbehörden der Kreise und kreis-freien Städte oder im Internet auf der Seite: http://www.badewasserqualitaet.schleswig-holstein.de (Stichwort "Aktuelles") erhältlich.

Die Auswertung der aktuellen Proben vom letzten Wochenende beziehen sich auf die Bereiche Flensburger Förde, Eckernförder Bucht, Kieler Förde, vor Heiligenhafen und westliche Mecklenburger Bucht.

Entsprechend der sommerlichen Jahreszeit sind einige Mikroalgenarten dominant in den Küstengewässern. Dazu gehören Arten sowohl aus der Gruppe der Dinoflagellaten als auch Kieselalgen.

Stationskarte

Den Algenreport finden Sie im Internet unter:
(http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/41914/bericht.htm)


  Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holsteins, Flintbek

Algenfrüherkennungssystem (AlgFES) Schleswig-Holstein; Bericht zum Intensiv-Monitoring Phytoplankton;
Teilbereich: Ostsee-Küstengewässer; Bericht 3/2006

Lag das Vorkommen der fädigen Blaualgen Ende Juni noch im unteren und der Jahreszeit entsprechend normalen Bereich, so wurden bereits eine Woche später hohe Vorkommen auf einem großen Teil der Probenahmestationen registriert. Mittlerweile werden fast überall hohe Anzahlen erreicht.

Das für das bloße Auge sichtbare Vorkommen von Blaualgen (=Flockenbildung im Wasser oder Ansammlungen an der Wasseroberfläche) wird als Blaualgenblüte bezeichnet. Im Gegensatz zu Massenvermehrungen von Mikroalgen sind gerade diese Flockenbildungen typisch für hohe Ansammlungen von Blaualgen. Gerade eher windarme Wetterlagen fördern das Auftreiben der Blaualgen an die Wasseroberfläche und damit die "Flockenbildung".

Die Auswertung der aktuellen Proben vom letzten Wochenende, einschließlich Sichtungsflug vom 17.7.2006 ergaben: Blaualgenfelder sind in einzelnen Bereichen vorhanden. Und erreichen stellenweise die Uferbereiche. Je nach örtlichen Windverhältnissen kann sich diese Situation stündlich ändern. Daher ist eine Vorhersage über den genauen Ort des zukünftigen Vorkommens zu einer bestimmten Zeit nicht möglich.

Informationen sind Vorort an den Badestellen, bei den zuständigen Überwachungsbehörden der Kreise und kreis-freien Städte oder im Internet auf der Seite: http://www.badewasserqualitaet.schleswig-holstein.de (Stichwort "Aktuelles") erhältlich.

In der Flensburger Innenförde zeigt sich der Beginn einer Algenblüte des kleinen Dinoflagellaten Prorocentrum minimum. Im innersten Bereich (Fl 1) lagen die Zelldichten bei über 1 Mio. Z/l, nehmen aber Richtung mittleren Bereich und Außenförde schnell ab. (Fl 2: 0,4 Mio. Z/l), Fl 5: 0,01 Mio. Z/l). Bei weiterer Zunahme dieser Mikroalgen ist hier mit einer rötlich-braunen Verfärbung des Wassers zu rechnen, die recht auffällig werden kann, für Badende aber harmlos ist.

Stationskarte

Den Algenreport finden Sie im Internet unter:
(http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/41914/bericht.htm)

Juni
2006

  Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holsteins, Flintbek

Algenfrüherkennungssystem (AlgFES) Schleswig-Holstein; Bericht zum Intensiv-Monitoring Phytoplankton;
Teilbereich: Ostsee-Küstengewässer; Bericht 1/2006

Derzeitig besiedeln vorwiegend kleine Flagellaten in mittleren bis erhöhten Anzahlen die Küstengewässer Schleswig-Holsteins. Der Anteil der Kieselalgen ist fast überall sehr gering, Dinoflagellaten nehmen seit Mitte Juni leicht zu. Die Gruppe der Dinoflagellaten besteht vorwiegend aus heterotrophen kleinen Arten, autotrophe Arten machen nur einen geringeren Anteil innerhalb der Gruppe aus. Erste fädige Blaualgen wurden inzwischen auch gesichtet, die Anzahlen bleiben aber auch hier, bis auf eine Ausnahme, im untersten Bereich.

Auffallend ist der hohe Anteil von Larvenformen, vorwiegend benthischer Meeresorganismen und von Ciliaten und Tintinnen (Zooplankton).

Stationskarte

Den Algenreport finden Sie im Internet unter:
(http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/41914/bericht.htm)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 11.07.2012 08:09:52  
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