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Eisverhältnisse |
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Vorhandene Berichte :
Dezember 2011
Januar 2012
Februar 2012
März 2012
April 2012
Mai 2012
Mai 2012 |
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)
Eisverhältnisse im Mai 2012
In der ersten Hälfte der 19. Kalenderwoche 2012 (7. - 13.5.) herrschten in der Bottenvik schwache bis mäßige Winde aus südlichen und westlichen Richtungen vor. Das Eis auf See trieb nordwärts bis ostwärts und nahm dabei rasch ab. In der zweiten Wochenhälfte gelangte die Bottenvik im Einflussbereich eines Tiefs, das sich von der Nordsee nordostwärts verlagerte. Das morsche Festeis in den Schären zerbrach und am Wochenende lockerte es sich durch auffrischende nördliche Winde seewärts auf. Das Eis schmilzt und zerfällt sehr schnell.
Dies ist der letzte Wochenbericht für die Eissaison 2011/12. Eine ausführliche Beschreibung des Eiswinters 2011/12 erscheint im Verlauf des Sommers im Internet unter der Adresse:
(http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/)
Abbildung 1: Aktuelle Eislage (13.5.2012) in der nördlichen Bottenvik
Die Witterung im nördlichen Ostseeraum wurde in den ersten Tagen der 18. Kalenderwoche 2012 (30.4. - 6.5.) durch ein Hochdruckgebiet südwestlich von Island, danach durch Tiefdrucktätigkeit über Spitzbergen und Nordrussland sowie über der zentrale Ostsee geprägt. Der jahreszeitliche Eisrückgang hat sich im Verlauf der Woche fortgesetzt: Norra Kvarken und die südliche Bottenvik sind eisfrei geworden, im Finnischen Meerbusen schmolz das restliche Eis bis auf wenige
morsche Reste ab. In der nördlichen Bottenvik trieb das Eis auf See erst in östliche, dann in westliche und nördliche Richtungen und hat dabei deutlich abgenommen. Das Festeis in den Schären wurde trotz der auftretenden leichten Nachtfröste zunehmend morsch.
Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse: (http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)
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Apr. 2012 |
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)
Eisverhältnisse im April 2012
Von Südwest nach Nordost über Skandinavien gezogene Tiefdruckgebiete sorgten in der 17. Kalenderwoche 2012 (23. - 29.4.) im nördlichen Ostseeraum für wechselhaftes Wetter mit schwachen bis mäßigen Winden meist aus östlichen Richtungen. Das Eis auf See in der Bottenvik verlagerte sich westwärts und nordwärts und lockerte sich dabei weiter auf. Insgesamt wurde das Eis auch in der Bottenvik zunehmend morsch. Bei Lufttemperaturen zwischen 5 und 15 °C setze sich der
Eisrückgang im Finnischen Meerbusen rasch fort.
An den Küsten des östlichen Finnischen Meerbusens stiegen die Lufttemperaturen in der 16. Kalenderwoche 2012 (16. - 22.4.) tagsüber bis zu 15 °C an, nachts blieb es frostfrei. Das Eis auf See trieb überwiegend in östliche Richtungen, dabei hat es deutlich abgenommen. Das Küstenfesteis wurde zunehmend morsch.
In der Bottenvik hat sich das Eis auf See südwärts bis westwärts aufgelockert, das schwierige Eis liegt jetzt im zentralen Seebereich. Bei Lufttemperaturen um 0 °C verlief der Eisrückgang nur langsam.
Der nördliche Ostseeraum lag im Einflussbereich der Tiefdruckgebiete, die im Verlauf der 15. Kalenderwoche 2012 (9. - 15.4.) von den Britischen Inseln nordwärts zogen. Bis zum Wochenende strömte mit südlichen Winden milde maritime Luft in alle Bereiche ein. Die Temperaturen lagen an den Küsten der nördlichen Bottenvik um den Gefrierpunkt, an den Küsten des Finnischen und Rigaischen Meerbusens stiegen sie tagsüber bis zu 10 °C
an. Das Eis auf See trieb nordwärts. In der Bottenvik kam es im Eisfeld außerhalb der Nordküste zu Eispressungen, die erst zum Ende der Woche aufgehört haben. Insgesamt hat sich die eisbedeckte Fläche in der Bottenvik verringert. Weiter südlich setzte sich der jahreszeitliche Eisrückgang fort.
Im nördlichen Ostseeraum herrschte in der 14. Kalenderwoche 2012 (2. - 8.4.) kühles und schwachwindiges Wetter vor. In der Bottenvik hat sich die Eislage nicht viel verändert, weiter südlich setzte sich der Eisrückgang langsam fort.
Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse: (http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)
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März 2012 |
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)
Eisverhältnisse im März 2012
Das Wetter im nördlichen Ostseeraum wurde in der 13. Kalenderwoche 2012 (26.3. - 1.4.) durch die über Nordskandinavien südostwärts bis ostwärts ziehenden Tiefdruckgebiete bestimmt. Mit Winden aus überwiegend westlichen Richtungen floss milde Luft in die Ostseeregionen ein, der Eisrückgang im Rigaischen, Finnischen und südlichen Bottnischen Meerbusen hat sich weiter fortgesetzt. Am Ende der Woche gelangte der nördliche Bottnische Meerbusen und der östliche
Finnische Meerbusen
von Norden her im Zustrom polaren Kaltluft. In den offenen Bereichen der Bottenvik hat sich etwas Neueis gebildet.
Ein Tiefdruckgebiet zog in den ersten Tagen der 12. Kalenderwoche 2012 (19. - 25.3.) über Nordschweden ostwärts, danach kam der nördliche Ostseeraum unter Hochdruckeinfluss. Nachts herrschte leichter Frost vor, tagsüber stiegen die Lufttemperaturen über 0 °C an. Das Eis wurde in den südlichen Abschnitten zunehmend morsch, sonst haben sich die Eisverhältnisse bei schwachen bis mäßigen Winden aus unterschiedlichen Richtungen
nicht wesentlich verändert.
Das Wetter im nördlichen Ostseeraum wurde durch Tiefdruckgebiete bestimmt, die vom Europäischen
Meer im Verlauf der 11. Kalenderwoche 2012 (12. - 18.3.) sich südostwärts bis
ostwärts verlagerten. Bei überwiegend leichtem Nachtfrost und positiven Tageslufttemperaturen blieb die
Eisbildung aus. Mit auffrischenden Winden trieb das Eis auf See in allen Bereichen in östliche Richtungen, es
liegt kompakt und aufgepresst im Nordostteil der Bottenvik, im Südostteil des Finnischen
Meerbusens und an der Ostküste des Rigaischen Meerbusens.
Ein Hochdruckgebiet über Nordskandinavien zog ostwärts und bestimmte das Wetter im nördlichen Ostseeraum in der ersten Hälfte der 10. Kalenderwoche 2012 (5. - 11.3.). In den offenen Gebieten der Bottenvik und des Finnischen Meerbusens hat sich Eis gebildet. Ab Donnerstag gelangte der nördliche Ostseeraum im Einflussbereich eines Tiefdruckgebietes über dem Europäischen Nordmeer. In allen Regionen stiegen die Lufttemperaturen an, die Eisbildung
wurde dadurch unterbrochen. Das Eis auf See trieb in nördliche bis nordöstliche Richtungen und liegt jetzt kompakt an der finnischen Küste der nördlichen Bottenvik und im Nordteil des Finnischen und Rigaischen Meerbusens.
In der 9. Kalenderwoche 2012 (27.2. - 4.3.) wurde das Wetter im nördlichen Ostseeraum durch die von West nach Ost über Nordskandinavien gezogenen Tiefdruckgebiete, am Wochenende durch ein Hochdruckgebiet über Norwegen bestimmt. Es herrschten windbedingte Änderungen der Eislage vor: am Dienstag trieb das Eis auf See in allen Bereichen nordwärts, danach im Bottnischen Meerbusen in östliche Richtungen, im Finnischen und Rigaischen Meerbusen südwärts. In der Bottensee
liegt das Eis kompakt an der finnischen Küste, im Finnischen Meerbusen in der Südhälfte. Bei strengem Frost bildete sich am Wochenende in den offenen Bereichen der Bottenvik Neueis.
Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse: (http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)
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Feb. 2012 |
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)
Eisverhältnisse im Februar 2012
Der rasche Eisrückgang hat sich in der 8. Kalenderwoche 2012 (20. - 26.2.) im südlichen Ostseeraum durch deutlich angestiegene Lufttemperaturen und zeitweiligen Regen beschleunigt: die Gewässer an der Nordseeküste und an der westlichen und südlichen Ostseeküste wurden weitgehend eisfrei. Im nördlichen Ostseeraum hat sich die Eislage während der Woche nicht viel verändert. Am Wochenende trieb das Eis in der nördlichen Bottenvik sowie im Finnischen und
Rigaischen Meerbusen südwärts, entlang der Festeiskanten haben sich Rinnen geöffnet. In den Rinnen bildete sich Neueis.
Unter dem Einfluss von der Tiefdrucktätigkeit über der Norwegischen See und über der zentralen Ostsee herrschte im nördlichen Ostseeraum in der 7. Kalenderwoche 2012 (13. - 19.2.) nur leichter bis mäßiger Frost vor, strengere Frost trat nur Mitte der Woche auf. Die Eisbildung blieb gering. Durch zeitweilig auffrischende südliche Winde wurde das Eis auf See im Finnischen Meerbusen und im Rigaischen Meerbusen an den Nordküsten zusammengeschoben, in der Bottenvik
liegt das Eis im Nordteil zusammengepresst.
Im südlichen Ostseeraum stagnierte die Eisbildung ab der Wochenmitte, zum Wochenende wurde das Eis zunehmend morsch. Das bewegliche Eis trieb in östliche Richtungen und lockerte sich an den Ostküsten Rügens und Usedoms seewärts auf, im Bereich der Luvküsten wurde es zusammengeschoben. An der Nordseeküste setzte in der zweiten Wochenhälfte Eisrückgang ein, der sich am Wochenende beschleunigte.
Intensive Eisbildung dauerte im nördlichen Ostseeraum in der ersten Hälfte der 6. Kalenderwoche 2012 (6. - 12.2.) an. Zum Ende der Woche herrschten im Bottnischen Meerbusen windbedingte Änderungen der Eislage vor: das Eis trieb nordwärts bis nordostwärts, südlich von 65°N bildete sich eine weite Rinne, in der nördlichen Bottenvik kommt es zu Eispressungen. An den Küsten des südlichen Ostseeraumes und an der
Nordseeküste haben sich die Eisverhältnisse nicht wesentlich verändert, aber auf See im Kattegat bildete sich in der zweiten Wochenhälfte verbreitet Neueis.
Ein umfangreiches und stabiles Hochdruckgebiet über Russland bestimmte mit sehr kalter Luft das Wetter im Bereich der Ostsee auch in der 5. Kalenderwoche 2012 (30.1. - 5.2.). Die Lufttemperaturen an den Küsten des Bottnischen, des Finnischen und des Rigaischen Meerbusens lagen meist zwischen -15 und -30 °C. In allen Regionen des nördlichen Ostseeraumes hat das Eis deutlich an Ausdehnung und Dicke zugenommen. Im südlichen Ostseeraum
setzte sich die Eisbildung in den inneren Küstengewässern erst langsam, zum Ende der Woche jedoch intensiver fort. Auch in der Pommerschen Bucht und an den Küsten der Deutschen Bucht hat sich am Wochenende Eis gebildet.
Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse: (http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)
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Jan. 2012 |
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)
Eisverhältnisse im Januar 2012
Das Wetter im Bereich der Ostsee wurde in der ersten Hälfte der 4. Kalenderwoche 2012 (23. - 29.1.) im Wesentlichen durch ein Tiefdruckgebiet über der südlichen Ostsee, danach durch umfangreiches Hochdruckgebiet über Nordrussland bestimmt. Im nördlichen Ostseeraum herrschte die ganze Woche mäßiger bis zum Teil sehr strenger Dauerfrost vor. Bei überwiegend schwachen südöstlichen Winden hat das Eis in der Bottenvik, an der finnischen Bottenseeküste, im Finnischen
und Rigaischen Meerbusen weiter zugenommen. Die Kaltluft hat auch zum Ende der vergangenen Woche den südlichen Ostseeraum erreicht, aber bis auf geringfügiges Neueis in den innersten Bereichen der geschützt liegenden Küstengewässern ist noch keine Eisbildung zu verzeichnen.
Bei dem überwiegend leichten bis mäßigen Frost hat das Eis im nördlichen Ostseeraum in der 3. Kalenderwoche 2012 (16. - 22.1.) langsam zugenommen. In der zweiten Wochenhälfte setzten auf Vorderseite eines Tiefdruckgebietes über Island auffrischende südliche bis südöstliche Winde ein, das Eis in der Bottenvik trieb in die nördlichen Richtungen, und außerhalb der Luvküsten wurde es zusammengeschoben. Am Wochenende hat sich die Eisbildung im nördlichen Ostseeraum bei
nachlassenden Winden und sinkenden Lufttemperaturen fortgesetzt und intensiviert.
Das Eis in den küstennahen Bereichen des nördlichen Ostseeraumes hat bis zur Mitte der 2. Kalenderwoche 2012 (9. - 15.1.) langsam zugenommen, danach wurde die Eisbildung durch auffrischende Winde aus südlichen Richtungen kurzzeitig unterbrochen. Zum Ende der Woche strömte auf der Rückseite eines über Nordskandinavien ostwärts gezogenen Tiefdruckgebietes von Norden her polare Kaltluft in den nördlichen Ostseeraum ein. Die Eisbildung in den nördlichen Bereichen hat sich weiter
fortgesetzt.
Im nördlichen Ostseeraum herrschten in der ersten Wochenhälfte der 1. Kalenderwoche 2012 (2. - 8.1.) starke südliche Winde vor, zum Wochenende drehte der Wind im Bereich der Bottenvik auf nördliche Richtungen und ließ nach. Bei überwiegend leichtem Frost ist im Bottnischen Meerbusen auch in der zweiten Wochenhälfte nur geringe Eiszunahme zu verzeichnen. In den inneren Bereichen der Vyborg- und Kronstadtbucht hat sich Neueis gebildet, sonst ist der Finnische Meerbusen
weiterhin eisfrei.
Abbildung 1: Aktuelle Eiskarte 2.1.2012
Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse: (http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)
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Dez. 2011 |
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)
Eisverhältnisse im Dezember 2011
Ein Tiefdruckgebiet, das sich in der ersten Wochenhälfte der 52. Kalenderwoche 2011 (26.12.2011 - 1.1.2012) über Südlappland ostwärts verlagerte, und danach ein von der Irminger See nordostwärts gezogenes Tiefdruckgebiet bestimmten in der vergangenen Woche das Wetter im nördlichen Ostseeraum. In der zweiten Wochenhälfte strömte mit nördlichen und östlichen Winden kältere Polarluft im Bereich des nördlichen Bottnischen Meerbusens ein, in den inneren Bereichen hat
die Eisbildung wieder eingesetzt.
Im Küstenbereich des nördlichen Ostseeraumes herrschten bis zum Wochenende der 51. Kalenderwoche 2011 (19. - 25.12.) schwache Winde aus unterschiedlichen Richtungen und überwiegend leichter Frost vor. In den Schären der Bottenvik hat sich Neueis gebildet, die Eisbildung begrenzte sich aber auf die inneren Bereiche. Der Finnische Meerbusen ist eisfrei geblieben. Am Wochenende wurde die Eisbildung erneut unterbrochen, da mit starken Winden aus westlichen und südlichen
Richtungen mildere Luft in den nördlichen Ostseeraum einfloss.
Der erste Eisbericht der Eissaison 2011/2012 zur aktuellen Eislage im Ostseeraum gibt einen Wochenrückblick über die 49. Kalenderwoche 2011 (6. - 11.12.):
Das erste Eis bildete sich in den nördlichen innersten Schären der Bottenvik in der zweiten Wochenhälfte. Während des Wochenendes hat sich die Eisbildung fortgesetzt, aber die Eisbedeckung beschränkt sich auf die innersten Schären der nördlichen Bottenvik. Der Finnische Meerbusen ist noch eisfrei.
Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse: (http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)
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