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Benthos an der Mecklenburg-Vorpommerschen Küste

 

Vorhandene Berichte :    August 2010   

Aug.
2010

  MariLim Gesellschaft für Gewässeruntersuchung mbH
im Auftrage des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG), Mecklenburg-Vorpommern

(http://www.marilim.de/)
(http://www.lung.mv-regierung.de)

WRRL - Makrophytenmonitoring in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns im Jahr 2009

Kurzzusammenstellung aus dem Bericht:
Fürhaupter, K., H. Wilken, Meyer, Th. (2009): WRRL-Makrophytenmonitoring in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns (2009). Teil A: Innere Küstengewässer . Teil B: Äußere Küstengewässer. MariLim, Abschlussbericht für das LUNG-MV, Güstrow.

Die Wasserrahmenrichtlinie der EU (WRRL) fordert das Erreichen eines "guten ökologischen Zustandes" für alle Oberflächengewässer des europäischen Raumes bis zum Jahr 2015. Die Bewertung des ökologischen Zustandes erfolgt über verschiedene Qualitätskomponenten, die aus dem physikalisch-chemischen, dem hydrogeomorphologischen und dem biologischen Bereich stammen. Insgesamt gibt es fünf Kategorien, in die der ökologische Zustand eingeordnet werden soll (sehr guter, guter, mäßiger, unbefriedigender und schlechter Zustand).
Eine zentrale Rolle bei der ökologischen Beurteilung der Gewässer kommt den biologischen Qualitätskomponenten Phytoplankton, Makrophyten und Makrozoobenthos zu.

Teil A: Innere Küstengewässer

Im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes ELBO (=Entwicklung von leitbildorientierten Bewertungsgrundlagen für Übergangsgewässer nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie: Übergangsgewässer der deutschen Ostseeküste) war eine Bewertungsgrundlage in Bezug auf die biologische Qualitätskomponente Makrophyten für die inneren Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns erarbeitet worden.

Im Untersuchungsjahr 2009 wurde in 6 Wasserkörpern an 23 Stationen der ökologische Zustand bestimmt, indem die drei Bewertungsfaktoren (Vorhandensein gewässertypischer Pflanzengemeinschaften, Tiefengrenze Characeen, Tiefengrenze Spermatophyten) separat bewertet und der Endwert als Median der drei Bewertungen angegeben wurde. (Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Form von Steckbriefen separat für jeden Wasserkörper dargestellt.)

Insgesamt erhielt eine Station eine schlechte ökologische Zustandseinschätzung, sechs Stationen eine unbefriedigende Zustandseinschätzung, 13 Stationen eine mäßige und drei Stationen eine gute Zustandseinschätzung. Erwartungsgemäß wiesen vor allem Stationen in vielbefahrenen Wasserstraßen und in Nähe großer Städte oder Zuflüsse einen reduzierten ökologischen Zustand auf. Stationen, die innerhalb von anthropogen weniger belasteten Gebieten lagen, wiesen dagegen einen guten bzw. einen mäßigen ökologischen Zustand auf.

Teil B: Äüßere Küstengewässer

Wie erstmalig im Jahr 2008 wurde auch im Untersuchungsjahr 2009 eine routinemäßige Zustandsbewertung der äußeren Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns nach den Vorgaben der Handlungsanweisung des WRRL-Bewertungsverfahren BALCOSIS (Baltic ALgae COmmunity analySIs System) durchgeführt.
Das System kombiniert dabei die Bewertung von Weich- und Hartboden-Pflanzengemeinschaften. Bewertungsgrundlage bildeten die drei Bewertungsfaktoren Seegraswiesen (Zostera marina), Fucus-Zone (Fucus spp.) und Rotalgenzone (Rotalgen-Hartsubstrat/Phytal), die alle wesentlichen Phytalformen der Ostsee repräsentieren.
Innerhalb dieser Vegetationselemente stehen insgesamt sieben Bewertungsparameter zur Verfügung, dabei wurden die Tiefengrenzen von Zostera marina und Fucus spp. als die beiden höher gewichteten Basisparameter betrachtet werden, während Biomasseverhältnisse von Opportunisten (im Seegras- und Rotalgenphytal), Artenreduktion (Rotalgenphytal), Dominanzverschiebung (Fucus-Phytal) und die Biomasse von Furcellaria (Rotalgenphytal) als Begleitparameter herangezogen werden. Der ökologische Zustand (Gesamtbewertung) ergibt sich durch Bildung des Medians aus den gewichteten Einzelwerten. (Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Form von Steckbriefen separat für jeden Wasserkörper dargestellt.)

Im Untersuchungsjahr 2009 wurden insgesamt 9 Stationen in 4 Wasserkörpern untersucht. Nahezu alle Wasserkörper Mecklenburg-Vorpommerns wurden nach der Gesamtbewertung wie schon im Vorjahr in einen unbefriedigenden Zustand eingeordnet. Dabei zeigten vor allem die Makrophytenbestände der Hartbodenbereiche schlechte Bewertungsergebnisse, aber auch die Phytalbestände des Weichbodens wiesen nur zum Teil mäßige Bewertungen auf.
Der Bewertungsfaktor Fucus spp. zeigt für alle Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns weiterhin schlechte Bewertungen. Der Zusammenbruch der Fucus-Bestände ergibt sich für den gesamten Bereich östlich von Fehmarn und kann im Augenblick nicht eindeutig wissenschaftlich begründet werden. Für fast alle Wasserkörper fehlen dichte Seegrasbestände auf Grund von Exposition oder Sedimentzusammensetzung.

In dem Bericht werden auch jeweils die Vor- und Nachteil bestimmter Bewertungsparameter und verschiedener Bewertungsvarianten dargestellt und diskutiert.

Der vollständige Bericht kann beim Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG), Mecklenburg-Vorpommern (Herr von Weber, Tel.: 03843-777-331, E-Mail: ) angefordert werden.

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