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Benthos an der Schleswig-holsteinischen Küste

 

Vorhandene Berichte :    2009   

2009

  MariLim Gesellschaft für Gewässeruntersuchung mbH
im Auftrage des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein

(http://www.marilim.de/)

WRRL - Monitoring in Schleswig-Holstein (2009) – Innere Küstengewässer

Kurzzusammenstellung aus dem Bericht:
Fürhaupter, K., H. Wilken, Th. Meyer, (2009): WRRL-Monitoring in Schleswig-Holstein (2009). Teil A: Makrophyten, Innere Küstengewässer. MariLim, Abschlussbericht für das LLUR-SH, Flintbek (unveröffent.)

Die Wasserrahmenrichtlinie der EU (WRRL) fordert das Erreichen eines "guten ökologischen Zustandes" für alle Oberflächengewässer des europäischen Raumes bis zum Jahr 2015. Die Bewertung des ökologischen Zustandes erfolgt über verschiedene Qualitätskomponenten, die aus dem physikalisch-chemischen, dem hydrogeomorphologischen und dem biologischen Bereich stammen. Der ökologische Zustand wird in fünf Kategorien eingeordnet (sehr guter, guter, mäßiger, unbefriedigender und schlechter Zustand).

Im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes ELBO (Entwicklung von leitbildorientierten Bewertungsgrundlagen in Bezug für innere Küstengewässer der deutschen Ostseeküste nach der WRRL) war ein Bewertungssystem für die inneren Küstengewässer Schleswig-Holsteins erarbeitet worden.
Im Untersuchungsjahr 2009 wurde in 8 Wasserkörpern an 11 Stationen der ökologische Zustand bestimmt, indem die drei Bewertungsfaktoren (Vorhandensein gewässertypischer Pflanzengemeinschaften, Tiefengrenze Characeen, Tiefengrenze Spermatophyten) separat bewertet und der Endwert als Median der drei Bewertungen angegeben wurde.

Die Ergebnisse der Untersuchungen für die inneren Küstengewässer werden nach dem von der WRRL vorgegebenen fünfstufigen Bewertungsmodell in Form von Steckbriefen separat für jeden Wasserkörper dargestellt.

Insgesamt war von den 11 Stationen in 8 Wasserkörpern der ökologische Zustand bestimmt (siehe Abbildung 1):
Vier Stationen befanden sich in einem schlechten Zustand, meist war keine submerse Vegetation vorhanden und die Gewässersabschnitte waren stark anthropogen überprägt oder durch sehr hohe Eutrophierungsgrade belastet.
Fünf Stationen wurden in einen unbefriedigenden Zustand eingeordnet. Es kamen keine Characeen-Bestände vor und die vorhandenen Spermatophyten-Bestände haben eine geringe ökologische Wertigkeit.
Zwei Stationen wurden in einen mäßigen Zustand eingeordnet.
Den von der EU geforderten guten ökologischen Zustand konnte kein Gewässer erreichen.
In dem Bericht werden auch Vor- und Nachteile des angewandten Verfahrens diskutiert.

Zusätzliche zu der Beurteilung nach dem ELBO-Verfahren erfolgte in den drei Wasserkörpern der Schlei eine Bewertung über das Ästuarmodell. Hierbei wird die Ausbreitung der mehrjährigen Braunalge Fucus vesiculosus schleiaufwärts bewertet. Je weiter der Brauntang in die Schlei hinein vorkommt, desto besser wird ihr Zustand bewertet. Fucus v. konnte nur an den zwei Stationen der äußeren Schlei festgestellt werden, was zu einer unbefriedigenden Zustandseinschätzung der Schlei führt.

Abbildung 1: Übersicht der aktuellen Bewertungsergebnisse der bearbeiteten Stationen, GIF-Graphik: 26 KB

Abbildung 1: Übersicht der aktuellen Bewertungsergebnisse der bearbeiteten Stationen

Der gesamte Abschlussbericht steht im Internet zum Herunterladen unter zur Verfügung:
(http://www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/WasserMeer/07__KuestengewMeere/02__BiologischesMonitoring/ein__node.html)


  MariLim Gesellschaft für Gewässeruntersuchung mbH
im Auftrage des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein

(http://www.marilim.de/)

WRRL - Monitoring in Schleswig-Holstein (2009) – Äußere Küstengewässer

Kurzzusammenstellung aus dem Bericht:
Fürhaupter, K., C. Pehlke, H. Wilken, Th. Meyer, (2009): WRRL-Monitoring in Schleswig-Holstein (2009). Teil B: Makrophyten, Äußere Küstengewässer. MariLim, Abschlussbericht für das LLUR-SH, Flintbek (unveröffent.)

Die Wasserrahmenrichtlinie der EU (WRRL) fordert das Erreichen eines "guten ökologischen Zustandes" für alle Oberflächengewässer des europäischen Raumes bis zum Jahr 2015. Die Bewertung des ökologischen Zustandes erfolgt über verschiedene Qualitätskomponenten, die aus dem physikalisch-chemischen, dem hydrogeomorphologischen und dem biologischen Bereich stammen. Der ökologische Zustand wird in fünf Kategorien eingeordnet (sehr guter, guter, mäßiger, unbefriedigender und schlechter Zustand).
Die Gesamtbewertung erfolgt als sogenannter EQR (Ecological Quality Ratio), der die Abweichung zum Referenzzustand angibt.

Im Untersuchungsjahr 2008 wurde erstmalig eine routinemäßige Zustandsbewertung der äußeren Küstengewässer Schleswig-Holsteins nach den Vorgaben der Handlungsanweisung des nun geltenden WRRL-Bewertungsverfahren BALCOSIS (Baltic ALgae COmmunity analySIs System) durchgeführt. Diese wurde im Untersuchungsjahr 2009 wiederholt.

BALCOSIS berücksichtigt sowohl die Phytalbestände des Weichbodens als auch des Hartbodens. Zur Bewertung des ökologischen Zustandes werden die drei charakteristischen mehrjährigen Vegetationselemente der deutschen Ostseeküste herangezogen: Seegraswiesen (Zostera marina), Fucus-Zone (Fucus spp.) und Rotalgenzone (Rotalgen-Hartsubstrat/Phytal). Insgesamt stehen sieben Bewertungsparameter zur Verfügung: zwei (stärker gewichtete) Basisparameter (Tiefengrenzen von Zostera marina und Fucus spp.) und fünf Begleitparameter (Biomasseverhältnisse von Opportunisten im Seegras- und Rotalgenphytal, Artenreduktion, Biomasse von Furcellaria im Rotalgenphytal, Dominanzverschiebung im Fucus-Phytal). Für jeden Bewertungsparameter wurde eine fünfstufige Klassizifierung erarbeitet, so dass jedem Parameter separat ein ökologischer Zustand zugewiesen werden konnte.

Die Ergebnisse der Untersuchungen für die äußeren Küstengewässer werden nach dem fünfstufigen Bewertungsmodell in Form von Steckbriefen separat für jeden Wasserkörper dargestellt, wobei jeweils drei Bewertungsvarianten angegeben werden.

Insgesamt wurde in 11 Wasserkörpern anhand von 19 Stationen der ökologische Zustand bestimmt.

Nahezu alle Wasserkörper Schleswig-Holsteins wurden in einen mäßigen Zustand eingeordnet. Die Makrophytenbestände der Hartbodenbereiche zeigen östlich von Fehmarn (Wasserkörper Grömitz und Neustädter Bucht, östlicher Fehmarnsund) schlechte Bewertungsergebnisse, was sich in einer schlechten Gesamtbewertung dieser Wasserkörper widerspiegelt.
Je nach Gewichtung der normierten Werte (Bewertungsvarianten) werden der Wasserkörper Flensburger Innenförde ebenso wie der Wasserkörper Putlos mit unbefriedigend bewertet. Die Wasserkörper Außenschlei und Fehmarn Belt erhalten so auch eine gute Bewertung. (siehe Abbildung 1)

Der Bewertungsfaktor Fucus spp. zeigt für Wasserkörper östlich von Fehmarn schlechte Bewertungen. Der Zusammenbruch der Fucus-Bestände in diesem Bereich kann im Augenblick nicht eindeutig wissenschaftlich begründet werden.

In dem Bericht werden auch die Vor- und Nachteil bestimmter Bewertungsparameter und der verschiedenen Bewertungsvarianten dargestellt und diskutiert.

Abbildung 1: Übersicht über die Bewertungsergebnisse der Wasserkörper für 2009, GIF-Graphik: 34 KB

Abbildung 1: Übersicht über die Bewertungsergebnisse der Wasserkörper für 2009

Der gesamte Abschlussbericht steht im Internet zum Herunterladen unter zur Verfügung:
(http://www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/WasserMeer/07__KuestengewMeere/02__BiologischesMonitoring/ein__node.html)

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