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MURSYS - Nordsee retrospektiv

   
 
 

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen

 

Vorhandene Berichte :   
Januar-Juni 2003  ,   Juli-Dezember 2003    Januar-Juni 2004  ,   Juli-Dezember 2004   
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Januar-Juni 2007  ,   Juli-Dezember 2007    Januar-Juni 2008  ,   Juli-Dezember 2008   
Januar-Juni 2009  ,   Juli-Dezember 2009    Januar-Juni 2010  ,   Juli-Dezember 2010   

Juli
bis
Dez.
2010

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2010)

Witterung

Die Monatsmitteltemperaturen im Juli 2010 bewegten sich mit rund 19 bis 21 °C um 3 - 4 K über den vieljährigen Mittelwerten des Vergleichszeitraumes1961 bis 1990. Die Zahl der Sommertage zwischen 8 und 15 (Helgoland: 1) überstieg die Mittelwerte um 5 - 10 Tage. Mit bis zu 5 heißen Tage wurden bis zu 4 mehr als im Durchschnitt erreicht. Bis zu 5 Tropennächte wurden verzeichnet. Die monatlichen Niederschlagshöhen waren regional sehr unterschiedlich, Im Küstenbereich von Ost- und Nordfriesland wurden mit 100 bis 140 mm die Mittelwerte um bis zu 90 % überschritten, von der Weser bis zur Eider fielen mit 40 - 50 mm nur die Hälfte der Monatsmittel. Die Sonnenscheindauer übertraf mit 270 bis 300 Stunden die Mittelwerte um 30 bis 50 %. Meist wehte nur schwacher Wind, vereinzelt traten stürmische Gewitterböen auf.
Im August lagen die Monatsmitteltemperaturen mit rund 17 °C nur um weniger als 1 K über den vieljährigen Mittelwerten. Mit bis zu 3 Sommertagen wurden bis zu 4 weniger als im Durchschnitt erreicht. Mit Monatsniederschlägen von 80 bis 160 mm wurden die Mittelwerte im 10 bis 120 % überschritten. Die Sonnenscheindauer blieb mit 140 bis 180 Stunden um etwa 15 bis 30 % unter den Sollwerten. Vereinzelt traten in der zweiten Monatshälfte (stürmische) Böen auf.
Im September erreichten die Monatsmitteltemperaturen Werte zwischen 13 und 15 °C, wenige zehntel Kelvin weniger als im vieljährigen Durchschnitt. Mit Monatsniederschlägen zwischen 80 und 170 mm blieb es zu feucht, teils wurde das Doppelte der vieljährigen Monatsmittel erreicht. Die Sonnenscheindauer lag mit rund 120 bis 150 Stunden meist im Bereich der Durchschnittswerte. Kräftiger Wind, der in Böen vielfach Sturmstärke erreichte, trat an einigen Tagen auf.
Die Mitteltemperaturen im Monat Oktober lagen mit Werten um 10 bis 11 °C weiterhin im Bereich der vieljährigen Durchschnittswerte. Die Niederschlagsmengen von 60 bis 100 mm bedeuteten für einige Regionen Defizite bis zu 20 %, für andere Niederschlagsüberschüsse bis zu 50 %. Mit etwa 95 bis 130 Sonnenstunden wurde das Soll fast erreicht oder häufig auch geringfügig überschritten. Stürmisch wurde es vor allem ab der Monatsmitte.
Der November war mit Monatsmitteltemperaturen zwischen 4 und 6,5 °C um 1 bis 2 K zu kalt. Mit 70 bis 130 mm Niederschlag gab es für einige Regionen Niederschlagsdefizite bis zu 25 %, für andere Überschüsse bis zu 50 %. Zum Monatsende fiel der Niederschlag überwiegend als Schnee. Die Sonnenscheindauer lag mit 30 bis 70 Stunden meist unter den vieljährigen Durchschnittswerten, an der nordfriesischen Küste um rund 20 % darüber. Kräftiger Wind mit (Sturm-) Böen trat über den Monats verteilt mehrfach auf.
Im Monat Dezember war es mit mittleren Temperaturen zwischen 0 °C und –3 °C um 4 bis 6 K kälter als im vieljährigen Mittel. Die Anzahl der Frost- und Eistage lag im Bereich der bisherigen Höchstwerte. Die Niederschlagssummen von 30 bis 60 mm bedeuteten ein Defizit von 10 bis 60 %. Der nordfriesische Insel- und Küstenraum erzielte mit rund 60 bis 75 Sonnenstunden knapp 180 % des vieljährigen Monatmittels, im übrigen Nordseeraum waren 40 bis 50 Sonnenstunden ebenfalls überdurchschnittlich. Stürmischer Wind mit Böen trat an mehreren Tagen auf. Ab Anfang Dezember bildete sich bei Dauerfrost in den Häfen Neueis.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST = SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird für jeden Monat der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Im Juli 2010 lag die mittlere Wasseroberflächentemperatur der Nordsee mit 15 °C um 0,7 K oberhalb des klimatologischen Mittelwerts. Unter den höchsten Mitteltemperaturen für Januar seit 1971 ergibt sich damit Rang 12.
Im August wurde eine mittlere Temperatur an der Wasseroberfläche von 15,9 °C erreicht, 0,9 K über dem klimatologischen Wert (Rang 14).
Die mittlere Wasseroberflächentemperatur im September lag mit 14,5 °C um 0,8 K über dem klimatologischen Wert (Rang 13).
Im Oktober betrug die mittlere Wasseroberflächentemperatur 12,4 °C und lag um 0,6 K über dem klimatologischen Wert (Rang 16).
Im November wurde eine mittlere Wasseroberflächentemperatur von 9,9 °C, 0,3 K mehr als im klimatologischen Mittel (Rang 23) erreicht
Mit einer mittleren Wasseroberflächentemperatur von 7,0 °C wurde der drittkälteste Dezember der Zeitreihe seit 1971 ermittelt (Rang 38). Der Wert lag um 0,8 K unter dem klimatologischen Wert.

Oberflächenabfluss

Die mittleren Abflussraten im zweiten Halbjahr 2010 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) zeigten für Juli deutlich niedrigere Werte als im Mittel der Vergleichsreihe von 1926 bis 2004. Von August bis Dezember waren die mittleren Abflussraten sehr viel höher als bei der Vergleichsreihe, häufig doppelt so hoch.
An der Weser (Pegel Intschede) betrug die mittlere Abflussrate für Juli nur gut die Hälfte des Mittelwertes der Vergleichsreihe von 1951 bis 2004. Im August und Dezember lagen die mittleren Abflussraten im Bereich der Vergleichsreihe, für September, Oktober und November deutlich darüber.
An der Ems (Pegel Versen) blieben die mittleren Abflussraten im Juli und Dezember deutlich unter den mittleren Werten der Zeitreihe von 1951 bis 2004, im Oktober wurde die durchschnittliche Abflussrate in etwa erreicht und im August, September und November wurden die mittleren Abflussraten der Reihe deutlich (um 50 bis 100 %) überschritten.
Am Rhein (Pegel Rees) blieb die mittlere Abflussrate im Juli ebenfalls deutlich unter der mittleren Vergleichsrate der Reihe von 1931 bis 2004. Im Oktober wurde der mittlere Vergleichswert etwa erreicht, im August, September sowie November und Dezember überschritten die mittleren Abflussraten die Mittelwerte der Vergleichsreihe deutlich.

Eisverhältnisse

In der Eissaison 2010/2011 begann in den kleineren Häfen und geschützten Innengewässern der nordfriesischen Küste Anfang Dezember 2010 die Neueisbildung. Bis Ende Dezember hatte sich im Nordfriesischen Wattenmeer in vielen Häfen dichtes bis kompaktes Eis, sonst lockeres 10 - 15 cm dickes Eis gebildet. Auf der Elbe trieb bis Glückstadt dichtes, dann bei Neuwerk lockeres 10 - 20 cm dickes Eis.

Jan.
bis
Juni
2010

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2010)

Witterung

Die Monatsmitteltemperaturen im Januar 2010 bewegten sich zwischen -0,7 °C (Helgoland) und -2,7 °C (nordfriesische Küste) und lagen damit um rund 3,5 K unter dem Mittel der Jahre des Vergleichszeitraumes1961 bis 1990. Die Zahl der Frosttage überschritt die vieljährigen Mittel um 10 bis 15 Tage, die Zahl der Eistage lag um rund 15 Tage über dem Durchschnitt. Trotz des häufigen Schneefalls betrugen die erzielten Niederschlagshöhen mit 17 bis 25 mm nicht einmal 50 % der Monatsmittel. Auch die Sonnenscheindauer von meist nur 20 bis 30 Stunden ergab nur rund die Hälfte der Monatsmittel. Das Windaufkommen war meist nicht hoch und erreichte nur an wenigen Tagen in Böen Sturmstärke. In kleineren Häfen der nordfriesischen Küste bildete sich Eis, das bis Monatsende bis zu 30 cm Dicke erreichte. Auch im nordfriesischen Wattenmeer und in den niedersächsischen Häfen trat lockeres bis dichtes Eis von 5 bis 10 cm Dicke auf.
Im Februar blieben die Monatsmitteltemperaturen zwischen 0 °C (Helgoland) und -1,4 °C (Sylt) und damit um rund 2 K unter den vieljährigen Mittelwerten. Mit 16 bis 24 Frosttagen wurde der Mittelwert um 4 bis 8 Tage überschritten, auch die Zahl der Eistage lag mit 10 bis 15 um 6 Tage über dem Durchschnitt. Die Niederschläge erreichten mit 40 bis 60 mm rund 30 % mehr als üblich. Mit 30 bis 45 Stunden Sonnenschein wurden nur 40 bis 60 % der mittleren Monatswerte erreicht. Zu Monatsbeginn und in der letzten Dekade wurden kräftige oder stürmische Winde registriert. In nordfriesischen Häfen und geschützten Küstengebieten blieb die Eisdicke bei 5 bis 30 cm und auch in ostfriesischen Häfen trat weiterhin dünnes Eis auf. Erst in der letzen Dekade nahm das Eis wieder ab.
Mit Monatsmitteltemperaturen von rund 3,5 bis 5 °C fiel der März dann um rund 1 K zu mild aus. Die Anzahl von 6 bis 8 Frosttagen blieb um 1 bis 4 Tage unter den Mittelwerten, vereinzelt trat ein Eistag auf, das entsprach der Norm. Das Niederschlagsaufkommen erreichte auf den Inseln und Halligen mit 20 bis 27 mm die Hälfte der Monatsmittel, an den Küsten mit 30 bis 40 mm ein Defizit von bis zu 40 %. Mit rund 130 bis 150 Sonnenstunden wurden die Mittelwerte um 15 bis 30 % überschritten. Winde mit Sturmstärke waren im März selten. Schon zu Monatsbeginn waren die Küstengewässer weitgehend eisfrei.
Der April zeigte sich zu trocken, sonnig und hatte überdurchschnittliche Temperaturen. Mit 7 bis 9 °C war die Mitteltemperatur um 1,5 K höher als im vieljährigen Mittel, die Niederschläge erreichten mit 20 bis 40 mm nur rund 70 bis 90 % der üblichen Menge und die Sonnenscheindauer bewegte sich mit 210 bis 260 Stunden um bis zu 50 % über den Sollwerten. Nur vereinzelt trat kräftiger Wind mit stürmischen Böen auf.
Im Mai war es dagegen zu kalt, die Mitteltemperaturen von 9 bis 10 °C blieben um 1 bis 2,5 K unter den vieljährigen Durchschnittswerten. Die Niederschlagshöhen variierten zwischen 30 und 65 mm und lagen teilweise bei nur 60 % der Monatsmittel, teilweise wurden die Mittelwerte leicht überschritten. Die Sonnenscheindauer bleib an den Küsten mit rund 160 bis 180 Stunden um 15 bis 25 % unterhalb der Sollwerte, auf den Inseln mit 200 bis 245 Stunden im Bereich der Sollwerte. Kräftiger Wind mit stürmischen Böen trat an mehreren Tagen auf.
Die Monatsmitteltemperaturen zwischen rund 14 und 16 °C im Juni lagen im Bereich der vieljährigen Mittelwerte. Im Monatsverlauf wurden bis zu drei Sommertage verzeichnet, meist einer weniger als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Es war noch trockener als im Mai, mit 20 bis 30 mm Niederschlag wurde nicht einmal die Hälfte der üblichen Menge erreicht. Die Sonnenscheindauer von 250 bis 280 Stunden überschritt die Mittelwerte um 20 - 30 %. Der Monat war windschwach, stürmische Böen traten nur vereinzelt auf.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST =SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird für jeden Monat der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Im Januar 2010 lag die mittlere Wasseroberflächentemperatur der Nordsee mit 6,3 °C um 0,3 K unterhalb des klimatologischen Mittelwerts. Unter den höchsten Mitteltemperaturen für Januar seit 1971 ergibt sich damit Rang 30.
Im Februar blieb die Mitteltemperatur mit 5,1 °C um 0,6 K unterhalb des klimatologischen Wertes (außer im Nordwesten) und erreichte Rang 33 bei den höchsten Mitteltemperaturen für Februar seit 1971.
Auch im März wurde mit 5,2 °C nur eine mittlere Wasseroberflächentemperatur erreicht, die um 0,5 K unter dem klimatologischen Wert lag. (Rang 33 seit 1971).
Die mittlere Oberflächentemperatur der Nordsee war im April mit 6,7 °C normal und erreichte Rang 22 seit 1971.
Im Mai betrug die mittlere Wasseroberflächentemperatur 9,0 °C und lag im Bereich des klimatologischen Wertes (Rang 29).
Die mittlere Oberflächentemperatur im Juni lag mit 12,2 °C um 0,2 K , also nur wenig über dem klimatologischen Wert (Rang 19).

Oberflächenabfluss

Die Abflussraten im ersten Halbjahr 2010 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) lagen im Januar etwas und im Februar deutlich unter den Mittelwerten der Vergleichsreihe von 1926 bis 2004. Im März lag die Abflussraten dann deutlich über dem Mittelwert des Vergleichszeitraumes. Im April wurde der Mittelwert etwas überschritten, im Mai blieb der Wert etwas hinter dem Vergleichswert zurück. Im Juni wurde die Abflussrate des Vergleichszeitraums deutlich (um die Hälfte) überschritten.
Auch an der Weser (Pegel Intschede) waren die Abflussraten im Januar und Februar geringer als im jeweiligen Mittel der Zeitreihe 1951 bis 2004, im März lag die Abflussrate dann deutlich (um 40 %) über dem Mittelwert. Im April und Mai blieben die mittleren Abflussraten wieder unter den entsprechenden Vergleichswerten, für Juni wieder darüber.
Für die Ems (Pegel Versen) wurden die entsprechenden mittleren monatlichen Abflussraten der Jahre 1951 bis 2004 im ersten Halbjahr fast immer unterschritten, lediglich im März lagen die Abflussraten höher.
Am Rhein (Pegel Rees) blieben die mittleren Abflussraten für Januar, Februar sowie April und Mai etwas hinter den entsprechenden Mittelwerten der Reihe von 1931 bis 2004 zurück. Im März und Juni waren sie etwas höher.

Eisverhältnisse

In der Eissaison 2009/2010 war schon seit Ende Dezember 2009 in einigen kleinen nordfriesischen Häfen dünnes Eis aufgetreten. Im Januar verstärkte sich diese Eisbildung und auch an der ostfriesischen Küste sowie auf der Elbe bildete sich Eis. Ende Januar dehnte sich die Neueisbildung auf das Wattenmeer aus, Anfang Februar trieb dort 10 bis 30 cm dickes lockeres Eis. Ende Februar/Anfang März waren die Wattengebiete (und die Elbe) überwiegend eisfrei. Lediglich im Hafen von Tönning trat noch morsches Eis auf. Die große Schifffahrt wurde an der deutschen Nordseeküste nicht wesentlich behindert, Behinderungen traten vor allem im nordfriesischen Wattengebiet und auf der Unterelbe auf. Der Hafen Tönning war vom 9. Januar bis 3. März geschlossen.

Juli
bis
Dez.
2009

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2009)

Witterung

Der Juli 2009 war wieder wärmer als normal und lag mit Monatsmitteltemperaturen um 18 °C um 1,5 bis 2 K über den vieljährigen Mittelwerten. Mit 1 (Inseln) bis 7 (Emsmündung) Sommertagen (Tageshöchsttemperatur 25 °C und höher) wurden die Mittelwerte teils leicht überschritten. Das Niederschlagsaufkommen war höher als gewöhnlich und bewegte sich mit 68 mm (Sylt) bis 141 mm (Emsmündung) um 10 bis 70 % über dem Mittel. Mit 200 bis 250 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um rund 20 % überschritten. Kräftigen Wind mit stürmischen Böen gab es an wenigen Tagen im Monat.
Auch im August war es durch häufigen Hochdruckeinfluss mit Monatsmitteltemperaturen von 18 bis 19 °C um rund 2 K wärmer als im vieljährigen Mittel (Vergleichszeitraum 19961 bis 1990), im Gegensatz zum Juli überwiegend fiel der Monat aber zu trocken aus. Im niedersächsischen Küstenraum gab es mit rund 30 bis 40 mm nur die Hälfte der üblichen Niederschläge, auf den Inseln wurden die Mittelwerte mit 70 bis 90 mm aber um fast 25 % übertroffen. Die Sonnenscheindauer überschritt mit 220 bis 250 Stunden die Sollwerte um rund 10 bis 20 %. Kräftige Winde mit teils auch stürmischen Böen traten in der letzten Monatsdekade auf.
Der sonnenscheinreiche September war zu trocken und zu warm. Die Monatsmitteltemperaturen von 15 bis 16 °C lagen um 1 bis 1,5 K über den vieljährigen Bezugswerten. An der niedersächsischen Küste gab es noch bis zu 2 Sommertage. Meist fielen mit 20 bis 60 mm nur 30 bis 70 % der üblichen Niederschläge (auf Helgoland 96 % bei 73 mm Niederschlag). Die Sonnenscheindauer überschritt mit 138 bis 176 Stunden die Monatsmittel um rund 10 bis 20 %. Meist war es windschwach, nur vom 3. - 5. September gab es kräftigen Wind mit stürmischen Böen.
Im Oktober blieben die Monatsmitteltemperaturen dann mit Werten von 9 bis 11 °C um rund 1 K unter den vieljährigen Bezugswerten. Es bleib zu trocken, Niederschlagshöhen von 40 bis 90 mm blieben um bis zu 50 % unter den Mittelwerten. Die Sonnenscheindauer lag meist im Bereich der Mittelwerte (in Nordfriesland um 20 bis 30 % über den Sollwerten). Es wurden immer wieder Böen der Stärke 8 bis 9 registriert, örtlich auch darüber.
Der sonnenscheinarme November war zu mild und zu nass, die Monatsmitteltemperaturen von 8 bis 9 °C bewegten sich um 2 bis 3 K über den vieljährigen Bezugswerten. Die Monatsniederschläge lagen mit 100 bis 135 mm um 10 bis 40 % über den vieljährigen Mittelwerten. Mit 20 bis 40 Sonnenstunden wurde teils weniger als die Hälfte der Sollwerte verzeichnet. Ab der zweiten Monatshälfte traten Herbststürme auf.
Im Dezember blieben die Monatsmitteltemperaturen mit Werten zwischen 1 und 2,5 °C (Helgoland 3,8 °C) um rund 1 K unter dem Durchschnitt. Die 10 bis 15 (Helgoland 6) Frosttage (Lufttemperaturminimum unter 0 °C) waren leicht überdurchschnittlich, die bis zu 7 Eistage (Lufttemperatur nicht über 0 °C) lagen um 3 bis 4 Tage über dem Mittel. Mit 50 bis 75 mm Niederschlag wurden rund 80 bis 100 % der Mittelwerte erreicht, in der zweiten Monatshälfte gab es dabei vielfach Schnee. Die Sonnenscheindauer lag mit rund 35 bis 40 Stunden meist im Bereich der Sollwerte (auf Helgoland 25 Stunden, 61 % der Sollwerte).

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST = SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird für jeden Monat der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Im Juli 2009 erreichte die mittlere Wasseroberflächentemperatur der Nordsee 15,8 °C und lag damit um 1,6 K über dem klimatologischen Wert. In der Reihe der höchsten Mitteltemperaturen für Juli seit 1971 entsprach das Rang 4.
Die mittlere Wasseroberflächentemperatur im August lag mit 16,0 °C um 1 K über dem klimatologischen Wert (Rang 12 seit 1971).
Im September betrug die mittlere Monatstemperatur 15,0 °C, lag damit um 1,3 K über dem klimatologischen Wert und erreichte Rang 8 seit 1971.
Der Oktober zeigte eine mittlere Temperatur der Wasseroberfläche von 12,6 °C, das entsprach 0,8 K mehr als der klimatologische Wert (Rang 12).
Im November war die mittlere Temperatur auf 10,8 °C gesunken und lag damit um 1,2 K über dem klimatologischen Wert, das bedeutete Rang 4 seit 1971.
Für Dezember betrug die mittlere Monatstemperatur an der Wasseroberfläche 8,9 °C und war damit um 1,1 K höher als der klimatologische Wert. (Rang 6).

Oberflächenabfluss

Im zweiten Halbjahr 2009 wurden für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) im Juli Abflussmengen gemessen, die 139 % des entsprechenden Abflussmittelwertes der Jahre1926 bis 2004 betrugen, von August bis Oktober lag die Abflussmenge unterhalb der entsprechenden Mittelwerte, im November und Dezember wurden die Mittelwerte etwa erreicht.
An der Weser (Pegel Intschede) erreichten die Abflussmengen von Juli bis September nur rund 63,5 bis 66,5 % der jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004. Im Oktober wurden knapp 80 % erreicht und im November und Dezember lagen die Werte bei den entsprechenden mittleren Abflussmengen.
Auch an der Ems (Pegel Versen) blieben die monatlichen Abflussmengen von Juli bis Oktober weit hinter den Abflussmittelwerten der Jahre 1951 bis 2004 zurück und erreichten nur zwischen 53 und 68 % dieser Mittelwerte. Für November und Dezember wurden dann rund 95 % der jeweiligen Abflussmittel registriert.
Am Rhein (Pegel Rees) blieben die Abflussmittel im zweiten Halbjahr mit Ausnahme des Julis (99 %) und Dezembers (103 %) teils deutlich hinter den entsprechenden Mittelwerten der Reihe von 1931 bis 2004 zurück. Besonders im September und Oktober wurden nur 68 bzw. 64 % der jeweiligen Abflussmittelwerte erreicht.

Eisverhältnisse

Zu Beginn der Eissaison 2009/2010 kam es Ende Dezember 2009 im Bereich der Deutschen Bucht zu Eisbildung in kleinen Häfen und geschützt liegenden Bereichen der nordfriesischen Inseln.

Jan.
bis
Juni
2009

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2009)

Witterung

Im Januar 2009 lagen die Monatsmitteltemperaturen meist bei 1°C (Helgoland 3°C) und bewegten sich um plus/minus 1 K um die Mittelwerte des Vergleichszeitraumes 1961 bis 1990. Auch die Zahl der Eistage von 4 bis 8 (Helgoland 2) und die Zahl der Frosttage von 12 bis 19 (Helgoland 9) entsprach jeweils dem vieljährigen Mittel. Die Niederschlagshöhen erreichten mit 30 bis 45 mm zwischen 50 und 70 % der vieljährigen Vergleichswerte. Die Sonne schien im Monatsverlauf zwischen 40 und 60 Stunden und überschritt damit die Monatsmittelwerte um 20 - 30 %. Der Wind frischte zeitweise auf, es gab Böen, die Bft 8 bis 9 entsprachen. Dauerfrost führte ab dem 6. des Monats kurzfristig zur Neueisbildung an der nordfriesischen Küste.
Mit Monatsmitteltemperaturen um 2°C war der Februar um 1 K milder als gewöhnlich. Es wurde nur ein Eistag verzeichnet (statt langjähriger 4 - 6 Eistage im Mittel). Es gab 3 (Helgoland ) bis 12 (Emsmündung) Frostage, rund 6 - 8 weniger als im Mittel des Vergleichszeitraumes. Im schleswig-holsteinischen Küstenbereich gab es mit rund 20 bis 30 mm ein Niederschlagsdefizit bis zu 38 %, sonst mit rund 40 bis 60 mm Niederschlag Überschreitungen bis zu 50 %. Mit 33 bis 53 Stunden verfehlte die Sonnenscheindauer die vieljährigen Mittelwerte überwiegend um 40 bis 50 %. Der Monat war relativ windarm mit wenigen stürmischen Böen.
Im März lagen die Monatsmitteltemperaturen zwischen rund 4,5 und 5,5°C und damit um 1 - 2 K über den Mittelwerten des Referenzzeitraums. Die Zahl der Frosttage blieb mit meist 0 bis 1 um rund 10 Tage unter den vieljährigen Vergleichswerten. Mit 60 bis 77 mm Niederschlag wurden meist Überschüsse bis zu 50 % verzeichnet. Die Sonnenscheindauer bewegte sich mit 100 bis 130 Stunden um plus/minus 10 % um die Mittelwerte. Anfang und Ende des Monats traten einzelne Sturmböen auf.
Der April war deutschlandweit der wärmste April seit Beginn der regelmäßigen Messungen vor rund 120 Jahren. Im Nordseebereich lagen die Monatsmitteltemperaturen mit 10 bis 12 °C um 3 - 5 K über denen des Vergleichszeitraums. Die Niederschlagsmenge erreichte mit 10 bis 20 mm nur 20 bis 50 % der üblichen Monatsmittel. Mit 220 bis 280 Sonnenstunden wurden die Monatsmittelwerte um 30 bis 65 % überschritten. Der April war überwiegend windschwach.
Die Monatsmitteltemperaturen im Mai bewegten sich mit rund 12 bis 13°C um 1 bis 1,5 K über den vieljährigen Mittelwerten. Es gab überdurchschnittliche Niederschläge von 50 bis 65 mm, 35 % mehr als üblich. Mit 248 bis rund 308 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um bis zu 30 % überschritten. Mitte des Monats trat, verbunden mit Gewittern, kräftiger Wind mit Böen in Sturmstärke auf.
Der Monat Juni fiel mit mittleren Temperaturen von 14 bis 15 °C etwas zu kühl aus. Es gab keinen Sommertag, die Mittelwerte hätten drei erwarten lassen. Die Niederschlagshöhen auf den Nordseeinseln erreichten mit 31 bis 32 mm nur 50 bis 60 % der Monatsmittel, sonst bewegten sich die Werte mit 60 bis 80 mm um rund plus/minus 10 % um die Mittelwerte. Die Sonnenscheindauer von rund 220 bis 290 Stunden lag um bis zu 30 % über den Sollwerten. Kräftigen Wind mit stürmischen Böen gab es nur an wenigen Tagen.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST=SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird für jeden Monat der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:
Im Januar 2009 lag die mittlere Wasseroberflächentemperatur der Nordsee bei 6,6 °C, dies entsprach dem klimatologischen Mittelwert. Unter den höchsten Mitteltemperaturen für Januar seit 1971 ergibt sich Rang 22.
Auch die Mitteltemperatur vom Februar bewegte sich mit 5,5 °C im Bereich des klimatologischen Wertes und erreichte Rang 25 bei den höchsten Mitteltemperaturen für Februar seit 1971.
Der März lag mit der mittleren Wasseroberflächentemperatur von 6,1 °C um 0,3 K über dem klimatologischen Wert. (Rang 17 seit 1971).
Im April war die Nordsee mit mittlerer Oberflächentemperatur von 7,5 °C um 0,9 K wärmer als im klimatologischen Mittel (Rang 5 seit 1971).
Die Wasseroberflächentemperatur lag im Mai im Mittel bei 9,8 °C und übertraf den klimatologischen Wert um 0,8 K (Rang 9).
Im Juni erreichte die Oberflächentemperatur der Nordsee im Mittel 12,8 °C und lag damit um 0,8 K über dem klimatologischen Wert (Rang 8).

Oberflächenabfluss

Die Abflussmengen im ersten Halbjahr 2009 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) blieben im Januar und Februar wesentlich (um über 40 %) hinter den jeweiligen Abflussmittelwerten der Jahre 1926 bis 2004 zurück, im März lag die Abflussmenge dann deutlich (um rund 45 %) über dem Mittelwert. Im April wurde der Mittelwert fast erreicht und im Mai und Juni blieben die Mengen wieder deutlich unter den entsprechenden Mittelwerten.
Auch an der Weser (Pegel Intschede) waren die Abflussmengen im Januar (um mehr als 50 %) und Februar (um 30 %) deutlich geringer als die jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004, im März lag die Abflussmenge dann über dem Mittel, von April bis Juni dann wieder deutlich darunter.
An der Ems (Pegel Versen) wurden die Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004 im Januar (um mehr als 50 %) und Februar deutlich unterschritten, im März dann leicht überschritten, von April bis Juni lag die Abflussmengen wieder klar unterhalb der jeweiligen Mittelwerte.
Am Rhein (Pegel Rees) blieben die Abflussmittel für Januar und Februar deutlich hinter den entsprechenden Mittelwerten der Reihe von 1931 bis 2004 zurück. Im März waren sie etwas höher und im April entsprachen sie dem Mittelwert. Im Mai und Juni lagen sie wieder etwas darunter.

Eisverhältnisse

Die Eissison 2008/2009 ergab an den deutschen Küsten einen schwachen Eiswinter.
Die Nordseeküste zeigte in der ersten Januardekade an der nordfriesischen Küste im Hafen Tönning etwa 10 cm dickes Festeis. Auf Elbe, Weser und Ems trieb örtlich dünnes Eis. Zu Beginn der zweiten Januardekade taute das Eis schnell wieder ab.

Juli
bis
Dez.
2008

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2008)

Witterung

Auch der Juli 2008 war zu warm, wie alle Monate seit Jahresbeginn. Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich mit Werten von 17 - 18 °C um 1 - 2 K über den Mittelwerten des Bezugszeitraums 1961 - 1990. Die Trockenheit der beiden Vormonate wurde beendet; es fielen zwischen 110 und 170 mm Niederschlag und damit 150 bis 230 % der vieljährigen Mittelwerte. Die Sonnenscheindauer lag überwiegend zwischen 200 und 270 Stunden und damit um bis zu 15 % über den Mittelwerten. Der Wind frischte in Gewitternähe und bei Frontendurchgang zeitweilig auf und erreichte in Böen regional Sturmstärke.
Der August fiel durch Tiefdruckeinfluss zu mild, niederschlagsreich und sonnenscheinarm aus. Die mittleren Monatstemperaturen lagen mit 17 bis 18 °C um rund 1 K über den Mittelwerten. Es fielen zwischen 100 und 200 mm Niederschlag, rund das Doppelte, teilweise fast das 3-fache der Monatsmittel. Mit 135 bis 180 Sonnenstunden wurden die Durchschnittswerte um 20 - 30 % verfehlt. In der ersten Monatshälfte traten hohe Windgeschwindigkeiten auf, die in Böen auch Sturmstärke erreichten.
Im September lagen die Monatsmitteltemperaturen mit 13 bis 15 °C im Bereich der vieljährigen Mittelwerte. Der Monat fiel mit Niederschlagshöhen zwischen 50 und 80 mm etwas zu trocken aus, an der niedersächsischen Küste gab es größere Defizite bis nahezu 50 %. Die Sonnenscheindauer zwischen 140 und 160 Stunden war leicht überdurchschnittlich. Der Wind frischte in der ersten Monatshälfte und am Monatsende zeitweise böig auf.
Der Oktober begann unter Tiefdruckeinfluss ungewöhnlich nass, windig und kühl. Die Monatsmitteltemperaturen lagen mit 10 bis 12 °C im Bereich der vieljährigen Mittelwerte. Die Niederschlagssummen erreichten vielfach 150 bis 200 mm, was rund das Doppelte der 30-jährigen Bezugswerte ist, regional fielen 140 bis 160 % der Monatsmittel. Mit 88 bis 100 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um bis zu 10 % verfehlt. Kräftiger Wind mit stürmischen Böen trat zu Monatsbeginn, auch ab Monatsmitte war es vielfach sehr windig.
Die Monatsmitteltemperaturen im November lagen mit Werten zwischen 6,5 und 8,5 °C um rund 1 K über den Bezugswerten des Zeitraums 1961 - 1990. Die Zahl der Frosttage blieb mit maximal 4 um rund 2 - 3 Tage unter dem Durchschnitt. Der Monat war vielfach zu trocken, mit rund 70 bis 80 mm Niederschlag wurden die Monatsmittel um bis zu 25 % unterschritten, an der niedersächsischen Küste fielen meist 80 bis 90 mm, rund 10 % mehr als im Mittel. Mit rund 35 - 45 Sonnenstunden wurden die Mittelwerte um 20 - 40 % verfehlt. Im zweiten Monatsdrittel herrschte kräftiger, vielfach auch stürmischer Wind.
Im Dezember lagen die Monatsmitteltemperaturen vielfach bei 2 - 3 °C (Nordfriesische Inseln bei 3 - 4 °C, Helgoland bei 4,6 °C), meist war es geringfügig zu warm, in Ostfriesland um rund 0,5 K zu kalt. Mit 2 bis 9 Frosttagen wurden die vieljährigen Mittelwerte um 1 (Norderney) bis 10 Tage (Sylt) verfehlt. Die 1 bis 3 Eistage entsprachen dem vieljährigen Mittel. Mit 10 bis 36 mm Niederschlag fiel meist nicht einmal die Hälfte der Monatsmittel. Auf den Nordfriesischen Inseln lag die Sonnenscheindauer mit nur 25 Stunden um 40 % unter, auf den Ostfriesischen Inseln mit bis zu 70 Stunden um 80 % über den Vergleichswerten. Der Wind wehte überwiegend schwach bis mäßig.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST=SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Mittelwert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Der Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur im Juli 2008 betrug 14,9 °C und lag um 0,6 K über dem klimatologischen Mittelwert (Rang 13 unter den höchsten Mitteltemperaturen für Juli seit 1971).
Im August erreichte die mittlere Temperatur im Oberflächenwasser 16,2 °C und lag damit um 1,2 K über dem klimatologischen Wert (Rang 9).
Mit 15,0 °C im Mittel blieb das Oberflächenwasser auch im September um 1,3 K über dem klimatologischen Mittelwert (Rang 7).
Im Oktober 2008 erreichte die mittlere Oberflächentemperatur 12,6 °C und lag um 0,8 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 11).
Die Wasseroberflächentemperatur lag im November im Mittel bei 10,0 °C, um 0,4 K über dem klimatologischen Wert (Rang 19).
Im Dezember erreichte die Monatsmitteltemperatur 8,0 °C und lag damit noch 0,1 K über dem klimatologischen Mittel.

Oberflächenabfluss

Die Abflussmengen im zweiten Halbjahr 2008 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) blieben weiterhin unterhalb der Abflussmittelwerte der Jahre 1926 bis 2004, im Juli, August und September wurden nur 51 bis 57 % der jeweiligen Mittelwerte erreicht.

Auch an der Weser (Pegel Intschede) waren die Abflussmengen im gesamten zweiten Halbjahr teilweise deutlich geringer als die jeweiligen Abflussmittel der Reihe von 1951 bis 2004.

Für die Ems (Pegel Versen) wurden im zweiten Halbjahr 2008 die Abflussmittel der Reihe von 1951 bis 2004 im August erreicht, in den anderen Monaten wurden die jeweiligen Mittelwerte deutlich unterschritten.

Im zweiten Halbjahr 2008 bewegten sich am Rhein (Pegel Rees) die Abflussmittelwerte für August und September im Bereich der entsprechenden Mittelwerte der Reihe von 1931 bis 2004. In den anderen Monaten lagen die Monatsmittelwerte jeweils darunter.

Eisverhältnisse

An der deutschen Nordseeküste kam es bis zum Ende des zweiten Halbjahres 2008 infolge milder Witterung nicht zu Eisbildung.

Jan.
bis
Juni
2008

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2008)

Witterung

Der Januar 2008 begann milde und im Monatsmittel lag die Temperaturen um 5 °C, also 3 - 4 K über dem Durchschnitt. Das Niederschlagsaufkommen war höher als gewöhnlich, mit 80 bis 100 mm lagen die Werte um bis zu 80 % über den Monatsmitteln. Mit einer Sonnenscheindauer von nur 15 bis 25 Stunden wurde nicht einmal die Hälfte der Mittelwerte erreicht. Starker Wind mit stürmischen Böen trat im Monatsverlauf immer wieder auf.
Der Februar blieb mild und die Monatsmitteltemperaturen von ebenfalls 5 °C lagen um 3 - 4 K über dem Durchschnitt. Vom 7. bis 21. fiel infolge anhaltenden Hochdruckwetters kein messbarer Niederschlag, erst durch ergiebige Niederschläge zum Monatsende wurden mit rund 40 bis 50 mm die Monatsmittelwerte erreicht oder um bis zu 30 % überschritten. Auch die Sonnenscheindauer von 70 bis 90 Stunden überschritt die Mittelwerte um bis zu 30 %. Unter Hochdruckeinfluss war es schwachwindig, zu Monatsbeginn und -ende brachten Westwetterlagen häufiger stürmischen Wind.
Obwohl die Märztemperaturen im Monatsmittel mit 5 - 6 °C um 1 - 2 K über den Mittelwerten lagen, traten winterliche Episoden mit Schneeschauern auf. Das hohe Niederschlagsaufkommen mit Monatshöhen zwischen 70 und 100 mm überschritt die Mittelwerte um rund 50 bis 100 %. Dennoch lag die Sonnenscheindauer mit rund 100 bis 140 Stunden im Bereich der Sollwerte oder überschritt diese um bis zu 20 %. Im Monatsverlauf war es häufig sehr windig, gelegentlich auch stürmisch.
Im April lagen die Monatsmitteltemperaturen mit Werten um 8 °C um 1 - 2 K über den Bezugswerten. Der Monat fiel meist zu trocken aus, Niederschlagshöhen zwischen 20 und rund 40 mm lagen um rund 30 % unter den Mittelwerten. Die Sonnenscheindauer bewegte sich mit 170 bis 220 Stunden um bis zu 25 % über dem Durchschnitt. Stürme blieben im Monatsverlauf aus.
Im sonnigen und fast durchweg trockenen Mai erreichten die Monatsmitteltemperaturen 13 bis 15 °C und lagen damit um 2 - 3 K über dem Durchschnitt. Mit bis zu 20 mm fielen nur 10 bis 30 % des gewöhnlichen Niederschlags. Die Sonnenscheindauer bewegte sich zwischen rund 300 und 360 Stunden und überschritt damit die Bezugswerte um 40 bis 60 %. Meist blieb es schwach windig.
Der Juni war zu warm und zu trocken. Die Monatsmitteltemperaturen lagen zwischen 15 und 17 °C und damit um 1 - 2 K über dem Durchschnitt. Mit meist nur 20 bis 40 mm fielen rund 50 % des üblichen Niederschlags, nur in Ostfriesland waren es mit 45 - 60 mm rund 65 bis 85 %. Mit einer Sonnenscheindauer von 240 bis 305 Stunden wurden die Monatsmittel um 15 - 30 % überschritten.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST=SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird für jeden Monat der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Der Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur der Nordsee betrug im Januar 2008 7,4 °C und lag um 0,9 K über dem klimatologischen Wert (dies entspricht Rang 6 unter den höchsten Mitteltemperaturen für Januar seit 1971).
Die Mitteltemperatur vom Februar lag mit 6,9 °C um 1,2 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 6).
Im März lag die mittlere Temperatur an der Wasseroberfläche mit 6,7 °C um 1,0 K über dem klimatologischen Wert. (ebenfalls Rang 6)
Die Monatsmitteltemperatur vom April erreichte 7,2 °C und somit 0,5 K mehr als der klimatologische Wert (Rang 9).
Die Wasseroberflächentemperatur lag im Mai im Mittel bei 10,8 °C und übertraf den klimatologischen Wert um 1,7 K (Rang 2).
Im Juni stieg die Monatsmitteltemperatur auf 13,2 °C und übertraf den klimatologischen Wert um 1,2 K (Rang 5).

Oberflächenabfluss

Die Abflussmengen im ersten Halbjahr 2008 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) lagen im Januar und März etwas über den jeweiligen Abflussmittelwerten der Jahre 1926 bis 2004, im Februar und April deutlich darüber. Im Mai blieben sie leicht, im Juni dann deutlich unter diesen Mittelwerten.
An der Weser (Pegel Intschede) waren die Abflussmengen von Januar bis April deutlich höher als die jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004, im Mai lag die Abflussmenge im Bereich dieses Mittels, im Juni darunter.
An der Ems (Pegel Versen) wurden die Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004 im Januar und März deutlich, im Februar und April leicht überschritten, im Mai lagen die Abflussmengen etwas unterhalb, im Juni im Bereich der jeweiligen Mittelwerten.
Am Rhein (Pegel Rees) bewegten sich die Abflussmittel für Mai und Juni im Bereich der entsprechenden Mittelwerte der Reihe von 1931 bis 2004. Im März und April lagen die Werte deutlich darüber , im Januar etwas und im Februar deutlich darunter.

Eisverhältnisse

Der Eiswinter 2007/2008 ergab an den deutschen Küsten eine sehr schwache Eissaison. Die Nordseeküste blieb bis auf zwei Tage (5./6.1.2008) mit geringem Eisvorkommen im Hafen Tönning eisfrei.

Juli
bis
Dez.
2007

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2007)

Witterung

Der Juli 2007 war als dritter Monat in Folge zu warm und zu nass. Die Monatsmitteltemperaturen von 16 - 17 °C lagen um 0,5 bis 1 K über den vieljährigen Bezugswerten (1961 bis 1990). Bei fast täglichen Niederschlägen wurden mit 81 mm auf Helgoland und 142 mm an der niedersächsischen Küste 130 bis 190 % der mittleren Niederschlaghöhen verzeichnet. Die Sonnenscheindauer blieb mit 160 bis 200 Stunden meist 10 bis 20 % unter den Sollwerten; auf den Inseln wurden die Mittelwerte bei 200 bis 220 Sonnenstunden vielfach erreicht. Der Wind erreichte in Schauer- und Gewitterböen hin und wieder Sturmstärke.
Im August lagen die Monatsmitteltemperaturen mit 17 bis 18 °C um rund 1 K über den vieljährigen Mittelwerten. Die Niederschlagshöhen blieben mit vielfach 50 bis 65 mm um 10 bis 30 % unter den Mittelwerten, Ausnahme war die niedersächsische Küste mit 75 bis 90 mm Niederschlag. Die Sonnenscheindauer von 170 bis 213 Stunden verfehlte die monatlichen Sollwerte um bis zu 10 %. Auch im August konnte der Wind in Schauer- und Gewitterböen hin und wieder Sturmstärke erreichen.
Im September bewegten sich die Monatsmitteltemperaturen bei 14 bis 15 °C im Bereich der Bezugswerte. Die Niederschlagsmengen von verbreitet 70 bis 90 mm zeigten zu den Mittelwerten Abweichungen um ±15 %. Die Sonnenscheindauer verfehlte mit meist 110 bis 130 Stunden die Mittelwerte um 10 - 20 % (Ausnahme: nordfriesische Inseln mit 150 Sonnenstunden.) Höchste Windgeschwindigkeiten von 8 bis 9 Bft. wurden Anfang und Mitte des Monats erreicht.
Bei sonniger und trockener Witterung im Oktober blieben die Monatsmitteltemperaturen mit rund 9 - 11 °C etwas unter den vieljährigen Bezugwerten. Mit 20 bis 40 mm Niederschlag fiel meist nicht einmal die Hälfte der Monatsmittel. Bei 100 bis 115 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um bis zu 20 % überschritten. Meist war es schwachwindig.
Im zu milden und zu trockenen November lagen die Monatsmitteltemperaturen mit Werten zwischen 6 und 8 °C um bis zu 1 K über den vieljährigen Mittelwerten. Das sehr unterschiedliche Niederschlagsaufkommen zwischen 54 mm (Sylt) und 112 mm (Bremerhaven) brachte zwischen Elbe und Weser Überschüsse von 40 % und im übrigen Nordseeküstenraum Defizite bis 40 %. Bei einer Sonnenscheindauer zwischen 30 - 35 Stunden (Ostfriesland) und fast 80 Stunden (Nordfriesland) wurden die Mittelwerte um bis zu 40 % unter- bzw. überschritten. Kräftige Winde aus NW gab es in der 1. Monatshälfte und Ende des Monats; am 9. November eine schwere Sturmflut mit Böen in Orkanstärke.
Im Dezember lagen die Monatsmitteltemperaturen zwischen 3,5 °C (Ostfriesland) und 5,6 °C (Helgoland), um 1 - 2 K über den vieljährigen Mittelwerten. Die Anzahl der Frost- und Eistage bleib unterdurchschnittlich. Auch die Niederschlagshöhen blieben mit meist 60 bis 75 mm um bis zu 15 % unter den Monatsmittelwerten. Die Sonnenscheindauer lag mit 20 bis 30 Stunden um 20 - 40 % unter den Sollwerten. Im ersten Monatsdrittel zeigten sich stürmische Böen, im weiteren Monatsverlauf war es schwachwindig.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST = SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Mittelwert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Der Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur im Juli 2007 betrug 14,9 °C und lag um 0,6 K über dem klimatologischen Mittelwert (Rang 13 unter den höchsten Mitteltemperaturen für Juli seit 1971).
Im August erreichte die mittlere Temperatur im Oberflächenwasser 15,5 °C und lag damit um 0,5 K über dem klimatologischen Wert (Rang 16).
Auch im September blieb das Oberflächenwasser bei 14,2 °C im Mittel um 0,5 K über dem klimatologischen Mittelwert (Rang 17).
Im Oktober betrug der Mittelwert 12,7 °C, 0,8 K mehr als im klimatologischen Mittel (Rang 10).
Die Wasseroberflächentemperatur lag im November im Mittel bei 10,6 °C und übertraf den klimatologischen Wert um 1,0 K (Rang 7).
Im Dezember erreichte die Monatsmitteltemperatur 8,5 °C und damit 0,7 K mehr als im klimatologischen Mittel (Rang 11).

Oberflächenabfluss

Die Abflussmengen im zweiten Halbjahr 2007 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) lagen im Juli noch unterhalb des Abflussmittelwertes der Jahre 1926 bis 2004, im August im Bereich des Mittelwertes und in den letzten drei Monaten von 2007 deutlich über den jeweiligen Abflussmittelwerten (anderthalbfach und mehr).
An der Weser (Pegel Intschede) waren die Abflussmengen im gesamten zweiten Halbjahr teilweise deutlich höher als die jeweiligen Abflussmittel der Reihe von 1951 bis 2004; im Oktober und November sogar mehr als doppelt so hoch wie im Mittel.
Auch für die Ems (Pegel Versen) wurden im zweiten Halbjahr 2007 die Abflussmittel der Reihe von 1951 bis 2004 deutlich überschritten, im August betrugen die Abflussmengen mehr als das Doppelte des Mittelwertes.
Am Rhein (Pegel Rees) blieben die Abflussmittel für das zweite Halbjahr 2007 im Oktober und November etwas unter den entsprechenden Mittelwerten der Reihe von 1931 bis 2004. In den anderen Monaten lagen sie teilweise deutlich darüber.

Eisverhältnisse

An der deutschen Nordseeküste gab es auch im zweiten Halbjahr 2007 infolge milder Witterung keine Eisbildung.

Jan.
bis
Juni
2007

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2007)

Witterung

Der Januar 2007 begann an der Nordsee sehr windig und mild und lag mit Monatsmitteltemperaturen von 6 bis 7 °C um rund 5 K über dem vieljährigen Mittel. Viele Tiefdruckgebiete brachten mit 95 bis 140 mm etwa die doppelte Menge der normalerweise zu erwartenden Niederschläge. Ende Januar gab es geringe Schneefälle. Eine Reihe von Sturmtiefs brachte der Deutschen Bucht zu einem Viertel der Zeit Windstärken von 8 Beaufort (Bft.). und darüber, zu 80 % aus Richtung SW bis NW. Mit 40 bis 50 Sonnenstunden wurden die Sollwerte meist um 10 % verfehlt, im nordfriesischen Insel- und Küstenraum um rund 10 % überschritten.
Der Februar beendete den mildesten Winter seit über 100 Jahren und lag mit Monatsmitteltemperaturen von 4 bis 5 °C noch um 3 K über dem vieljährigen Mittel. Weiterhin fiel mit 60 bis 80 mm Niederschlag etwa doppelt so viel wie gewöhnlich, im ersten Monatsdrittel örtlich als Schnee. Mit 30 bis 40 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um 40 bis 60 % unterschritten. Der Wind wehte meist nicht besonders kräftig.
Im frühlingshaften März bewegten sich die mittleren Temperaturen mit 7 bis 8 °C um rund 4 K über den vieljährigen Mittelwerten. Die Niederschlagshöhen lagen mit meist 45 bis 55 mm im Bereich der Monatsmittel oder um bis zu 20 % darüber; nur auf Sylt (30 mm) war es zu trocken. Es gab 5-mal soviel Sonnenstunden wie im Februar ; mit 175 bis 220 Stunden wurden die Sollwerte um 60 bis 80 % überschritten. Der oft kräftige Wind erreichte teilweise Sturmstärke.
Als achter Monat in Folge, der deutlich zu warm ausfiel, überschritt der sonnige und trockene April mit mittleren Temperaturen von 10 bis 12 °C die vieljährigen Aprilmittel um 4 K. Die Niederschlagshöhen erreichten nur zwischen 3 und 8 mm. Die rekordverdächtige Sonnenscheindauer lag mit 250 bis 265 Stunden um rund 50 % über den Mittelwerten. Der meist schwache Wind wurde nur am 19. des Monats von stürmischen Böen unterbrochen.
Der Mai lag bei Monatsmitteltemperaturen von 12 bis 14 °C nur noch 1 bis 2 K über den Vergleichswerten. Mit Niederschlagsmengen von vielfach 60 bis 75 mm wurden die Mittelwerte um bis zu 50 % überschritten. Etwa das Doppelte des gewöhnlichen Niederschlags gab es mit 100 mm in Ostfriesland und auf Helgoland. Die Sonnenscheindauer bewegte sich mit 200 bis 245 Stunden im Bereich der vieljährigen Mittelwerte. Es gab viel frischen Wind, teilweise Böen von Bft. 8 bis 9.
Im überdurchschnittlich warmen und feuchten Juni lagen die mittleren Monatstemperaturen zwischen 16 und 18 °C und damit um 2 K über den Bezugswerten des Zeitraumes 1961 bis 1990. Trotz einer trockenen ersten Monatshälfte wurden insgesamt 70 bis 130 mm Niederschlag erreicht und damit 130 bis 180 % der Monatsmittel. Bei häufiger Bewölkung in der zweiten Monatshälfte blieb die Sonnenscheindauer insgesamt mit 160 bis 220 Stunden um 10 bis 20 % unter den Sollwerten. Bei meist schwachen Winden gab es Ende Juni auch stürmische Böen.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST =SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sogenannten klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Der Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur im Januar 2007 betrug 8,3 °C und lag um 1,7 K über dem klimatologischen Wert (Rang 1 unter den höchsten Mitteltemperaturen für Januar seit 1971).
Die Mitteltemperatur vom Februar lag mit 7,2 °C um 1,5 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 4).
Im März lag die mittlere Temperatur an der Wasseroberfläche mit 7,1 °C um 1,4 K über dem klimatologischen Werte (Rang 2).
Die Monatsmitteltemperatur vom April erreichte 8,4 °C und somit 1,7 K mehr als der klimatologische Wert (Rang 1).
Die Wasseroberflächentemperatur lag im Mai im Mittel bei 10,2 °C und übertraf den klimatologischen Wert um 1,1 K (Rang 4).
Im Juni stieg die Monatsmitteltemperatur auf 13,2 °C und übertraf den klimatologischen Wert um 1,2 K (Rang 4).

Oberflächenabfluss

Die Abflussmengen im ersten Halbjahr 2007 für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) lagen nur für Februar und März etwas über bzw. unter den jeweiligen Abflussmittelwerten der Jahre 1926 bis 2004, in den übrigen Monaten blieben sie teilweise deutlich (besonders April, Mai) unter diesen Mittelwerten.
Auch an der Weser (Pegel Intschede) waren die Abflussmengen im April und Mai unterdurchschnittlich, während in den anderen Monaten die jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004 leicht (Januar, Juni) oder deutlich (Februar, März) überschritten wurden.
An der Ems (Pegel Versen) wurden nur im April die Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004 unterschritten, während der übrigen Monaten lagen die Abflussmengen über den jeweiligen Mittelwerten.
Am Rhein (Pegel Rees) bewegten sich die Abflussmittel für Januar, Februar und Juni im Bereich der entsprechenden Mittelwerte der Reihe von 1931 bis 2004. Im März lagen sie deutlich darüber , im April und Mai darunter.

Eisverhältnisse

An der deutschen Nordseeküste gab es im ersten Halbjahr 2007 infolge milder Witterung keine Eisbildung.

Juli
bis
Dez.
2006

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2006)

Witterung

Der hochsommerlich warme Juli zeigte Monatsmitteltemperaturen zwischen 19,6 und 21,8 °C, teilweise die höchsten seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen. Die Abweichungen zu den Mittelwerten von 1961 bis 1990 betrugen 4 - 5 K. Auch die Trockenheit setzte sich fort; in Nordfriesland fielen 20 - 30 mm Niederschlag (30 bis 40 % vom Mittel), im niedersächsischen Bereich wurden 50 bis 70 mm verzeichnet (70 bis 90 % vom Mittel). Die Sonnenscheindauer erreichte mit 315 bis 360 Stunden neue Rekordwerte für Juli und überschritt die Monatsmittel um 50 bis 70 %.
Im August bewegten sich die Monatsmitteltemperaturen zwischen 16,4 °C (Emsmündung) und ca. 18 °C (Helgoland) und damit leicht unter bzw. rund 1 K über dem Durchschnitt. Mit 150 bis 200 mm Niederschlag (Helgoland 251 mm) wurde das 2 bis 3-fache (Helgoland: 4-fache) der üblichen Menge verzeichnet. Die Sonnenscheindauer blieb mit 123 bis 190 Sonnenstunden um 20 bis 40 % unter den Sollwerten.
Im September lagen die mittleren Monatstemperaturen zwischen 17,0 und 18,5 °C, 3 - 4 K über denen des Vergleichszeitraums 1961 bis 1990. Mit Niederschlagshöhen von meist weniger als 30 mm wurden nur 10 bis 40 % vom Monatsmittel erreicht. Die Sonnenscheindauer betrug 180 bis 210 Stunden und lag damit 30 bis 40 % über den Mittelwerten.
Auch der Oktober war um 3 - 4 K zu warm; mit Monatsmitteltemperaturen von 13 bis 14 °C war er der wärmste seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen. Allerdings war es auch zu nass bei Monatssummen von 80 bis 120 mm Niederschlag; die Monatsmittel wurden um bis zu 40 % überschritten. Die Sonnenscheindauer blieb mit rund 80 bis 90 Stunden meist um 10 bis 20 % unter ihren Mittelwerten.
Mit Monatsmitteltemperaturen um 9 °C bis 10,5 °C erzielte der November einen Wärmerekord für diesen Monat und lag um rund 3 K über den Bezugsmittelwerten. Die Niederschlagshöhen blieben mit 70 bis 90 mm meist um bis zu 15 % unter den Mittelwerten. Mit 35 bis 60 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um bis zu 30 % unterschritten (niedersächsische Küste) bzw. um bis zu 10 % überschritten (Ostfriesische Inseln, Nordfriesland).
Der Dezember übertraf mit Monatsmitteltemperaturen von 7 bis 8,6 °C die Mittelwerte des Bezugszeitraums um rund 4 - 5 K und brachte neue Rekordtemperaturen. Das Niederschlagsaufkommen blieb mit 50 bis 70 mm um bis zu 25 % unter dem Durchschnitt (Ausnahme: Nordfriesland mit einem Plus von 40 % bei rund 80 bis 100 mm). Die rund 20 bis 30 Sonnenstunden unterschritten die Sollwerte um 20 bis 30 % (auf Helgoland um bis zu 40 %).

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST=SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Die mittlere Wasseroberflächentemperatur im Juli erreichte 16,0 °C, lag um 1,7 K über dem klimatologischen Mittel und damit nach 1976 und 2003 auf Rang 3 seit 1971.
Im August 2006 blieb die mittlere Temperatur mit 17,3 °C ebenfalls über dem klimatologischen Mittel und zwar um 2,2 K und erreichte (nach 1997, 2002 und 2003) Rang 4.
Auch der September war um 2,2 K zu warm bei einer Monatsmitteltemperatur von 15,9 °C (Rang 2, nach 2002).
Im wärmsten Oktober seit 1971 lag die mittlere Temperatur mit 14,2 °C um 2,4 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 1).
Der November blieb um 1,7 K über klimatologischen Mittel und lag mit einer mittleren Temperatur von 11,4 °C auf Rang 2 nach 2005.
Im Dezember erreichte die mittlere Wasseroberflächentemperatur noch 9,5 °C und lag damit um 1,7 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 1).

Oberflächenabfluss

Im 2. Halbjahr 2006 lagen die Abflussmengen für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) leicht (Juli, August, September) oder deutlich (Oktober, November) unterhalb der jeweiligen Abflussmittel der Jahre von 1926 bis 2004. Im Dezember wurde nur ca. 37 % der mittleren Abflussmenge ermittelt.
An Weser (Pegel Intschede) und Ems (Pegel Versen) lagen die Abflussmittel ebenfalls teilweise deutlich unterhalb der jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004. Im Dezember erreichten die Werte nur 37 % bzw. 51 % der Abflussmittel.
Am Rhein (Pegel Rees) wurden im September und Oktober die entsprechenden Mittelwerte der Reihe von 1931 bis 2004 übertroffen, während die Abflussmengen in den anderen Monaten des 2. Halbjahres 2006 um bis zu 30 % darunter lagen.

Eisverhältnisse

In der Eissaison 2006/2007 gab es an der deutschen Nordseeküste bis Ende Dezember 2006 keine Eisvorkommnisse.

Jan.
bis
Juni
2006

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2006)

Witterung

Der Januar 2006 startete an der Nordsee winterlich und blieb mit Monatsmitteltemperaturen von -0,5 °C bis +2,0 °C um rund 1 K unter den Mittelwerten des Bezugszeitraumes1961 - 1990. Die Trockenheit der Vormonate setzte sich fort; mit 15 bis 25 mm Niederschlag wurden nur 30 - 40 % vom Mittel erreicht. Mit insgesamt zwischen 53 und 76 Sonnenstunden wurden die Mittelwerte um 15 bis 65 % überschritten.
Im Februar bewegten sich die Monatsmitteltemperaturen zwischen 1,5 und 2,0 °C und damit um bis zu 0,7 K über den vieljährigen Vergleichswerten. Es war insgesamt zu trocken, die Niederschlagshöhen blieben mit 23 mm in Ostfriesland um 40 % unter dem Mittel und mit 35 mm in Nordfriesland nur leicht unterdurchschnittlich. Mit 35 bis 60 Sonnenstunden wurden die Monatsmittel um 30 - 50 % verfehlt.
Im kältesten März seit 10 Jahren blieben die Monatsmitteltemperaturen mit Werten zwischen 0,7 und 2,2 °C um rund 2 K unter den vieljährigen Vergleichswerten. Es fielen 50 bis 60 mm Niederschlag, teilweise noch als Schnee, insgesamt rund 10 % mehr als üblich, wobei es auf den nordfriesischen Inseln trockener war. Die Sonnenscheindauer zwischen 100 und 150 Stunden lag um bis zu 20 % über dem Durchschnitt.
Die mittleren Monatstemperaturen zwischen 6 und 8 °C im April lagen um bis zu 0,7 K über den Vergleichswerten. Die monatlichen Niederschlagshöhen bewegten sich meist zwischen 50 und 70 mm, womit die Mittelwerte um bis zu 50 % überschritten wurden. Nur auf Sylt war es zu trocken. Mit 100 bis 175 Sonnenstunden wurden die vieljährigen Mittelwerte meist um bis zu 40 % verfehlt.
Trotz schlechter Witterung in der 2. Monatshälfte fiel der Mai bei mittleren Monatstemperaturen von 11 bis 14 °C um 1 - 2 K zu warm aus. Mit 50 bis 65 mm Regen wurden die vieljährigen Mittelwerte um bis zu 40 % überschritten. Die Sonnenscheindauer bewegte sich mit rund 200 bis 250 Stunden im Bereich der Mittelwerte oder um bis zu 10 % darüber.
Der Juni war an der Nordsee zu warm, zu trocken und überdurchschnittlich sonnenscheinreich. Die Monatsmitteltemperaturen mit Werten zwischen 14,4 und 16,7 °C bewegten sich um 0,5 bis 1 K über den 30-jährigen Bezugswerten. Verbreitet fielen nur 10 - 20 mm, örtlich um 30 mm Niederschlag, das waren meist nur 20 - 30 % der Monatsmittel. Die Sonne schien mit 240 bis 265 Stunden meist um 10 - 20 % länger als im Mittel.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST=SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sogenannten klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Im Januar 2006 betrug die mittlere Wasseroberflächentemperatur 7,2 °C und lag um 0,7 K über dem klimatologischen Wert (Rang 8).
Die Mitteltemperatur vom Februar lag (wie in 2005) mit 6,5 °C um 0,8 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 10).
Im März blieb die mittlere Temperatur mit 5,6 °C um 0,1 K unter dem klimatologischen Wert (Rang 23).
Auch im April lag die Mitteltemperatur von 6,6 °C um 0,1 K unter dem klimatologischen Wert (Rang 23).
Im Mai erreichte die mittlere Temperatur 9,3 °C und damit 0,2 K mehr als der klimatologische Wert (Rang 14).
Im Juni blieb die Mitteltemperatur mit 11,9 °C wieder um 0,2 K unter dem klimatischen Wert (Rang 19).
Die mittlere Wasseroberflächentemperatur im Juli erreichte 16,0 °C, lag um 1,7 K über dem klimatologischen Mittel und damit nach 1976 und 2003 auf Rang 3.

Oberflächenabfluss

Die Abflussmengen für die Elbe (Pegel Neu-Darchow) übertrafen im April - infolge des Elbehochwassers - den Mittelwert der langjährigen Reihe um gut 100 %, in den anderen Monaten des 1. Halbjahres 2006 bewegten sich die Werte deutlich unterhalb der jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1926 bis 2004 (Januar bis März 2006) oder erreichten deutlich höhere Mittelwerte (Mai, Juni).
An Weser (Pegel Intschede) und Ems (Pegel Versen) lagen die Abflussmittel besonders im Januar deutlich, aber auch im Februar und März noch unterhalb der jeweiligen Abflussmittel der Jahre 1951 bis 2004. Im April waren die Abflussmittel erhöht und im Mai und Juni lagen sie etwa im Bereich der langjährigen Reihe.
Für den Rhein (Pegel Rees) blieben im Januar und Februar die Abflussmittel deutlich (um 40 bzw. 30 %) unter den entsprechenden Mittelwerten der Reihe von 1931 bis 2004. Für März, Mai und Juni lagen die Mittelwerte leicht über dem Mittel der langjährigen Reihe, im April deutlich darüber (um ca. 50 %)

Eisverhältnisse

An der nordfriesischen Küste trat ab Mitte Januar örtlich Neueis auf, ab Ende Januar bildete sich auch auf der Unterelbe und im Bremer Wesergebiet dünnes Eis. In der ersten Februarwoche aber ging das Eis wieder zurück.

Juli
bis
Dez.
2005

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2005)

Witterung

Der Juli fiel mit Monatsmitteltemperaturen zwischen 17 und 18 °C um 1 - 2 K zu warm aus. Mit überdurchschnittlichen Niederschlägen von 64 mm bis 130 mm wurden bis zu 160 % vom Mittel erreicht. Die Sonne schien 160 bis 190 Stunden, die Mittelwerte wurden damit um 20 - 25 % verfehlt.
Der August blieb mit mittleren Temperaturen zwischen 15,6 und 16,5 °C um 0,7 K zu kühl und brachte keine heißen Tagen (Tageshöchsttemperaturen von mindestens 30 °C ). Überwiegend war es zu nass, die Monatsmittelwerte wurden meist bei 80 bis 95 mm Niederschlag um bis zu 30 % überschritten. Nur auf einigen Inseln blieb es mit 55 bis 70 mm leicht zu trocken. Mit 135 bis 180 Sonnenstunden wurden die langjährigen Mittelwerte um 15 bis 30 % unterschritten.
Im September lagen die Monatsmitteltemperaturen mit 15,6 bis 16,4 °C etwa im selben Bereich wie im August und waren um bis zu 2,2 K zu warm. An der Nordseeküste und auf den Inseln war es deutlich zu trocken; es kam bei Niederschlägen zwischen 40 und 50 mm zu Defiziten von 25 bis 50 %. Die 195 bis 205 Sonnenscheinstunden waren ungewöhnlich, die Mittelwerte wurden um 30 bis 50 % überschritten.
Monatsmitteltemperaturen zwischen 12 und 14 °C , die im Oktober erreicht wurden, bewegten sich um 2 bis 3 K über den Mittelwerten des Bezugszeitraumes 1961 bis 1990. Mit 45 bis 75 mm blieben die Niederschlagshöhen um 10 bis 50 % unter den vieljährigen Mittelwerten; erst zum Ende des Monats brachte ein Tief ergiebigen Regen. Der sonnenscheinreichste Oktober seit 1951 brachte zwischen 175 und 195 Sonnenstunden und übertraf die Sollwerte um rund 80 bis 90 %.
Auch der November war infolge einer sehr warmen ersten Monatshälfte mit Monatsmitteltemperaturen zwischen 7 und 8 °C zu mild und überschritt die Bezugswerte von 1961 bis 1990 um 1 bis 2 K. Erst gegen Monatsende erfolgte ein Wintereinbruch, der auch Schnee und bis zu 5 Frosttage brachte. Niederschlagshöhen zwischen 65 und 86 mm bedeuteten ein Defizit zwischen 10 und 30 %. Insgesamt wurden 54 bis 66 Sonnenstunden verzeichnet , womit die Monatsmittel erreicht oder örtlich auch um bis zu 40 % überschritten wurden.
Die Dezembertemperaturen bewegten sich mit Werten zwischen 3,5 °C in Nordfriesland und 5,6 °C auf Helgoland um rund 1 K über dem Bezugsmittel. Mit 6 bis 10 Frosttagen und bis zu 2 Eistagen wurden die vieljährigen Mittelwerte nicht erreicht. Die Niederschlagshöhen lagen meist zwischen 40 und 60 mm und blieben damit 15 bis 40 % unter dem Monatsmittel. Die Sonne schien meist zwischen 40 und 50 Stunden und damit häufiger als gewöhnlich. Auf Sylt wurden mit 68 Stunden sogar 160 % des Sollwertes verzeichnet.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST =SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Die mittlere Wasseroberflächentemperatur der Nordsee im Juli betrug 14,8 °C und lag um 0,5 K über dem klimatologischen Wert. (Rang 13).
Im August lag die mittlere Temperatur mit 14,9 °C um 0,1 K unter dem klimatologischen Wert. (Rang 23).
Auch im September wurden 14,9 °C im Monatsmittel erreicht, womit in diesem Monat der klimatologischen Wert um 1,2 K übertroffen wurde. (Rang 7).
Im Oktober betrug die mittlere Wasseroberflächentemperatur 13,3 °C, lag damit um 1,5 K über dem klimatologischen Wert und war so der wärmste Oktoberwert seit 1971. (Rang 1).
Auch der November hatte die wärmste mittlere Wasseroberflächentemperatur seit 1971 (Rang 1). Mit 11,5 °C wurde der klimatologische Wert um 1,9 K überschritten.
Im Dezember lag der Mittelwert bei 9,0 °C und damit um 1,2 K über dem klimatologischen Wert (Rang 3).

Eisverhältnisse

An der deutschen Nordseeküste gab es in der Eissaison 2005/06 bis Ende Dezember 2005 keine Eisvorkommnisse.

Jan.
bis
Juni
2005

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2005)

Witterung

Der Januar 2005 war an der Nordsee durch eine sehr milde erste Monatshälfte gekennzeichnet und fiel mit Monatsmitteltemperaturen zwischen 4,5 und 5 °C um rund 3,5 K zu mild aus. Das Niederschlagsaufkommen blieb vielfach unter dem Durchschnitt, so wurden auf den Nordseeinseln mit 30 - 35 mm nur 50 - 60 % vom Mittel erreicht; lediglich östlich der Wesermündung fielen überdurchschnittliche 55 - 70 mm. Trotz häufiger Sturmwetterlagen wurden mit 50 - 70 Sonnenstunden die Mittelwerte um 25 - 50 % überschritten.
Im winterlichen Februar lagen die Monatsmitteltemperaturen mit 1 - 2 °C im Bereich der Mittelwerte von 1961 bis 1990. Die Niederschlagshöhen bewegten sich mit 30 - 45 mm um ± 10 % um die Mittelwerte. Auch die 65 - 93 Sonnenstunden lagen meist ± 10 % um die Mittelwerte herum, nur im Insel- und Küstenbereich Schleswig-Holsteins wurde ein Plus von 30 % erreicht.
Auch im März bewegten sich die mittleren Temperaturen von 2,5 bis 4,5 °C um die vieljährigen Bezugswerte. Mit 40 bis 50 mm Niederschlag wurde ein Defizit bis zu 20 % erreicht und die Sonnenscheindauer von 117 bis 175 Stunden überschritt das vieljährige Mittel um 20 bis 50 %.
Bei mittleren Monatstemperaturen zwischen 7,5 und 10,1 °C fiel der April um 1,5 bis 2,5 K zu warm aus. Die Niederschlagshöhen lagen zwischen 40 und 65 mm , womit die vieljährigen Mittelwerte erreicht oder um bis zu 50 % überschritten wurden. Mit 215 bis 230 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um 25 - 40 % überschritten.
Der Mai war weitgehend sehr kühl, einige sehr warme Tage führten aber zu Monatsmitteltemperaturen zwischen 10,5 und 12,8 °C, die im Bereich der vieljährigen Monatsmittel bzw. um bis zu 0,5 K darüber lagen. Über dem Meer und auf den Inseln fielen mit 30 bis 40 mm nur unterdurchschnittliche Niederschläge; im Küstenraum wurden bei 60 - 70 mm Niederschlag die Sollwerte um bis zu 10 % überschritten. Die Sonne schien zwischen 190 und 260 Stunden, über der Nordsee und auf den Inseln bis zu 10 % mehr, an den Küsten bis zu 10 % weniger als im langjährigen Durchschnitt.
Im Juni bewegten sich die Monatsmitteltemperaturen mit 14 bis 16 °C im Bereich der Durchschnittswerte, wobei die erste Monatshälfte sehr kühl, die vierte Juniwoche besonders warm war. Die Niederschläge blieben mit 40 - 60 mm überwiegend unter den Mittelwerten, teilweise um bis zu 30 %. Die Sonnenscheindauer zwischen 270 und 275 Stunden überschritt die Sollwerte um bis zu 20 %.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST =SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Im Januar 2005 betrug die mittlere Wasseroberflächentemperatur 7,7 °C und lag um 1,2 K über dem klimatologischen Wert (Rang 2). Es war dies zugleich der zweitwärmste Januarwert nach 1990.
Die Mitteltemperatur vom Februar lag mit 6,5 °C um 0,8 K über dem klimatologischen Mittel (Rang 10).
Im März entsprach die mittlere Temperatur mit 5,7 °C dem klimatologischen Wert (Rang 21).
Die Mitteltemperatur im April erreichte 7,1 °C und war damit um 0,5 K höher als das klimatologische Wert (Rang 11).
Im Mai erreichte die mittlere Temperatur 9,1 °C und damit den klimatologischen Wert (Rang 21).
Im Juni lag die Mitteltemperatur mit 11,7 °C um 0,3 K unter dem klimatischen Wert (Rang 21).

Eisverhältnisse

An der deutschen Nordseeküste war der Eiswinter 2004/2005 als schwach einzustufen. Die ostfriesische Küste und die Nordseezuflüsse blieben vollständig eisfrei, an der nordfriesischen Küste trat dünnes Eis in kleineren Häfen und Fahrwassern an einigen Tagen auf. Die Schifffahrt wurde kaum behindert.

Juli
bis
Dez.
2004

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2004)

Witterung

Der Juli blieb nass und teilweise sehr kühl, die Monatsmitteltemperatur lag mit 16 °C aber im Bereich der vieljährigen Mittelwerte, da sich zum Monatsende unter Hochdruckeinfluss sommerliche Witterung einstellte. Insgesamt wurde im Monatsverlauf mit 169 mm mehr als das Doppelte des gewöhnlichen Niederschlags verzeichnet; nur vereinzelt blieben die Monatshöhen unterdurchschnittlich. Die Sonnenscheindauer blieb auch im Juli mit 170 und 223 Stunden um bis zu 20 % unter dem Durchschnitt.
Im August war es dann mit Monatsmitteltemperaturen zwischen 18,5 und 19,5 °C um 2 – 2,5 K wärmer als gewöhnlich, bedingt durch Hochsommerwetter im ersten Monatsdrittel. Dennoch fiel der Monat überwiegend zu nass aus. Mit 80 bis 125 mm Niederschlag wurde bis zu 170 % der Monatsmittelwerte erreicht, da ab 12.8. Frontensysteme ehemaliger Hurricans und Tiefdruckgebiete die Küstengebiete überquerten. Bei 190 bis 255 Stunden Sonnenscheindauer wurden die Mittelwerte um bis zu 16 % überschritten.
Der September fiel mit Monatsmitteltemperaturen von 15 bis 16 °C um 1 K zu warm aus, wobei das erste Monatsdrittel sich hochsommerlich zeigte und sich ab der 2. Dekade zunehmend herbstliches Wetter durchsetzte. Insgesamt fielen im September zwischen 80 und 130 mm Niederschlag, womit die Mittelwerte um bis zu 20 % (nordfriesische Küste) bzw. bis zu 50 % (niedersächsische Küste) überschritten wurden. Die Sonnenscheindauer lag mit 170 bis 200 Stunden um 20 bis 40 % über der Norm.
Der Oktober war mit Monatsmitteltemperaturen zwischen 10 und 12 °C geringfügig zu warm. Meist war es zu trocken. Die Niederschlagshöhen lagen im nördlichen Niedersachsen mit 40 bis 50 mm um bis zu 40 % unter der Norm, sonst wurden 65 bis 80 mm verzeichnet. Eine Sonnenscheindauer zwischen 100 und 120 Stunden brachte 10 % mehr als im Mittel.
Auch der November fiel mit Monatsmitteltemperaturen von 6 – 7 °C um 0,5 bis 1 K zu warm aus. Mit maximal drei Frosttagen wurde das vieljährige Mittel nicht erreicht. Die Niederschlagshöhen blieben mit 60 bis 70 mm meist bis zu 30 % unter dem Durchschnitt, lediglich die niedersächsische Küste verzeichnete mit 80 bis 110 mm Überschüsse bis zu 50 %. Mit 50 bis 70 Stunden überschritt die Sonnenscheindauer die Mittelwerte meist um bis zu 10 %.
Der zu milde Dezember erreichte Monatsmitteltemperaturen zwischen 3 und 6 °C und lag damit um 1 – 2 K über den Mittelwerten. Die Anzahl der Frosttage (1 – 9) blieb um 3 – 5 Tage unter dem Durchschnitt. Die Niederschlagsmengen erreichten an der niedersächsischen Küste mit 40 – 50 mm rund 60 %, in Nordfriesland mit 60 bis 70 mm rund 90 % der Mittelwerte. Die Sonnenscheindauer von 40 bis 50 Stunden überschritt die langjährigen Mittelwerte um 20 %.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST =Sea Surface Temperature) wurde verglichen mit dem entsprechenden sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Die Monatsmitteltemperatur im Juli lag mit 14,6 °C um 0,3 K über dem klimatolog. Wert (Rang 15).
Der August brachte eine mittlere Temperatur von 17,1 °C und lag damit um 2,1 K über dem klimatologischen Wert (Rang 5).
Die Monatsmitteltemperatur im September von 15,2 °C überstieg den klimatologischen Wert um 1,5 K (Rang 4).
Das Monatsmittel im Oktober lag mit 12,4 °C um 0,6 K über dem klimatologischen Wert (Rang 11).
Die mittlere Temperatur im Monat November war um 0,9 K höher als der klimatologische Mittelwert und erreichte damit Rang 6 seit 1971.
Im Dezember betrug die mittlere Wasseroberflächentemperatur 9 °C und lag damit um 1,2 K über dem klimatologischen Mittelwert (Rang 2).

Eisverhältnisse

Im Eiswinter 2004/2005 gab es bis Ende 2004 keine Eisvorkommnisse.

Jan.
bis
Juni
2004

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2004)

Witterung

Im Januar lagen trotz Dauerfrost zu Monatsbeginn und -ende die Monatsmitteltemperaturen zwischen 0,7 °C und 2,5 °C und somit im Bereich der vieljährigen Mittelwerte. Ein hohes Niederschlagsaufkommen brachte 140 bis 210 % vom vieljährigen Mittel, wobei am Anfang und Ende des Monats verbreitet kräftige Schneefälle zu verzeichnen waren. Mit 20 – 40 Stunden Sonnenschein wurden nur 40 – 80 % der durchschnittlichen Werte erreicht.
Die Monatsmitteltemperaturen im Februar lagen mit 3 – 4 °C um 2 – 2,5 K über dem langjährigen Mittel, Eistage gab es nicht. Mit 70 – 100 mm  wurde etwa das Doppelte der gewöhnlichen Niederschlagsmenge erreicht. Dank einer sonnigen zweiten Monatshälfte wurden mit 75 – 100 Stunden Sonnenschein 100 – 140 % des vieljährigen Monatsmittels erreicht.
Auch der März fiel um 1 – 1,5 K zu mild aus bei Mitteltemperaturen von 3,9 – 5,3 °C. Die 2 bis 10 Frosttage lagen im Bereich der Mittelwerte von 1961 - 1990. Niederschlagshöhen von 25 bis 35 mm brachten ein Defizit von 30 – 50 %. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer wurde mit 125 bis 145 Stunden um 10 – 20 % überschritten.
Milde Witterung brachte im April Monatsmitteltemperaturen zwischen 8 und 10 °C, die um 2 bis 3 K über dem Mittel lagen. Wegen fortgesetzter Trockenheit wurden mit 20 – 30 mm Niederschlag nu 40 bis 60 % der Monatsmittel erreicht. Die Sonnenscheindauer überschritt mit 180 bis 205 Stunden di Monatsmittel um bis zu 20 %.
Der Mai war streckenweise recht kühl, dennoch überschritten die Monatsmitteltemperaturen die vieljährigen Mittelwerte um 0,4 bis 0,7 K. Mit nur 10 bis 35 mm Niederschlag wurde weniger als die Hälfte der mittleren Monatssummen verzeichnet. Auch die Sonnenscheindauer blieb mit 175 bis 220 Stunden um 10 bis 20 % unter dem Durchschnitt.
Der überwiegend zu kühle Juni lag mit Monatsmitteltemperaturen von 14 bis 15 °C noch im Bereich der vilejährigen Mittelwerte bzw. 0,7 K darunter. Im Monatsverlauf fielen 70 bis 120 mm Niederschlag; damit wurden die Monatsmittel örtlich um bis zu 80 % überschritten. Wie im Vormonat blieb die Sonnenscheindauer um 10 bis 20 % unter dem Durchschnitt und erreichte 170 – 220 Stunden.

Wassertemperatur

Der jeweilige Monatsmittelwert der Wasseroberflächentemperatur (SST = SeaSurfaceTemperature) wurde verglichen mit dem sog. klimatologischen Wert (1971 bis 1993); in Klammern angegeben wird der Rang unter den höchsten SST-Monatsmittelwerten seit 1971:

Im Januar lag die Mitteltemperatur mit 7,4 °C um 0,8 K über dem klimatologischen Wert (Rang 6).
Der Februar mit einer Mitteltemperatur von 6,6 °C lag um 0,9 K über dem klimatol. Wert (Rang 7).
Die Mitteltemperatur im März betrug 6,4 °C und lag 0,6 K über dem klimatolog. Wert (Rang 9).
Die Mitteltemperatur von 7,4 °C im April lag um 0,8 K über dem klimatolog. Werte (Rang 6).
Die Mitteltemperatur vom Mai war mit 9,7 °C um 0,6 K höher als der klimatolog. Wert (Rang 10).
Im Juni war die Mitteltemperatur mit 12,5 °C um 0,5 K höher als der klimatolog. Wert (Rang 9).

Eisverhältnisse

An der deutschen Nordseeküste war der Eiswinter 2003/2004 als sehr schwach einzustufen. Die ostfriesische Küste und die Nordseezuflüsse blieben vollständig eisfrei, an der nordfriesischen Küste trat dünnes unbedeutendes Eis in den kleineren Häfen an drei Tagen auf.

Juli
bis
Dez.
2003

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Juli bis Dezember 2003)

Witterung

Im Juli waren die Monatsmitteltemperaturen zwischen 18 und 19,5 °C um 2 bis 3 K höher als vieljährige Vergleichswerte. Auch die Sonnenscheindauer lag mit 220 bis 270 Stunden um 10 bis 25 % über vergleichbaren Mittelwerten. Die Niederschlagshöhen erreichten 20 bis 90 mm, was 35 bis 110 % der Bezugswerte entspricht.
Der August fiel bei Mitteltemperaturen zwischen 18,5 und 20 °C um 2 bis 3 K zu warm aus. Auch wenn der Monat herbstlich ausklang, gab es 5 bis 12 Sommertage, das 2 bis 3-fache der Mittelwerte. Die Niederschlagsmengen erreichten mit 20 bis 50 mm nur 30 bis 60 % der vieljährigen Monatsmittel und mit 240 bis 360 Sonnenstunden wurden die Sollwerte um 10 bis 30 % überschritten.
Auch der September fiel mit Mitteltemperaturen zwischen 15 und 16 °C um 1 K zu warm aus. Infolge langer Trockenphasen wurde mit 60 bis 70 mm Niederschlag nur rund 80 - 90 % des vieljährigen Mittels registriert. Regional aber brachte zeitweilig ergiebiger Regen deutliche Überschüsse. Mit hoher Sonnenscheindauer von 200 bis 230 Stunden wurde das langjährige Mittel um 40 bis 50 % überschritten.
Im Oktober ging das Temperaturniveau kontinuierlich zurück und es war mit Mitteltemperaturen zwischen 6,5 und 9,7 °C um 2 bis 3 K zu kühl. Regional unterschiedlich fielen im Monatsverlauf zwischen 50 und 100 mm Niederschläge, womit die Monatsmittel erreicht, örtlich aber auch leicht über- oder unterschritten wurden. 130 bis 160 Sonnenstunden brachten ein Plus von 30 bis 60 % im Vergleich zum vieljährigen Mittel.
Im November verlangsamte sich die Abkühlung und die Monatsmitteltemperaturen erreichten Werte um 0,7 bis 1,5 K über dem vieljährigen Mittel. Mit 35 bis 55 mm Niederschlag wurden nur 40 bis 65 % der üblichen Mengen verzeichnet. Die Sonnenscheindauer erzielte mit 50 bis 60 Stunden etwa durchschnittliche Werte.
Die zu milde Witterung setzte sich auch im Dezember fort und die Monatsmitteltemperaturen zwischen 3,7 und 5,8 °C lagen um 1 - 2 K über den vieljährigen Vergleichswerten; es gab im Schnitt 6 Frosttage weniger als im langjährigen Mittel. Mit Niederschlagshöhen zwischen 65 und 80 mm wurden die Monatsmittelwerte um rund 10 % über bzw. unterschritten. 50 bis 65 Sonnenstunden bedeuteten ein Plus von 30 bis 75 % gegenüber den Mittelwerten.

Wassertemperatur

Die Mitteltemperatur des Oberflächenwassers im Juli 2003 betrug 16,0 °C und lag 1,7 K über dem klimatologischen Wert.
Im August stieg die mittlere Wassertemperatur des Oberflächenwassers auf 17,5 °C und lag damit um 2,5 K über dem Vergleichswert.
Auch im September lag die mittlere Wassertemperatur mit 15,8 °C um 2,1 K über dem klimatologischen Wert.
Im Oktober wurden mit 12,9 °C die Vergleichswerte noch um 1,1 K übertroffen.
Auch im November betrug die mittlere Oberflächentemperatur noch 10,5 °C, ein Plus von 0,9 K gegenüber dem klimatologischen Wert.
Noch im Dezember waren die mittleren Oberflächenwassertemperaturen mit 9,1 °C um 1,3 K zu warm.

Eisverhältnisse

Zum Jahresende 2003 gab es wegen der milden Witterung in der Nordsee keine Eismeldungen.

Jan.
bis
Juni
2003

Zusammenfassung der physikalischen Verhältnisse und hydrologischen Randbedingungen (Januar bis Juni 2003)

Witterung

Im Januar lagen die Monatsmitteltemperaturen bei 1 - 2 °C. Die Niederschlagshöhen bewegten sich zwischen 50 und 70 mm. Die Sonne schien 30 bis 35 Stunden.
Im Februar bewegten sich die Monatsmitteltemperaturen zwischen 0,8 und -1,0 °C Die Niederschlagshöhen blieb mit 13 bis 22 mm um rund 40 - 70 % unter den Mittelwerten. Die Sonne schien zwischen 100 und 125 Stunden.
Auch der März war zu trocken, zu mild und überdurchschnittlich sonnenscheinreich. Die Monatsmitteltemperatur lag bei 4 - 6 °C. Es fielen nur 15 bis 33 mm Niederschlag und die Sonnenscheindauer lag zwischen 160 und 172 Stunden.
Der April fiel ebenfalls zu mild aus. Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich zwischen 7.6 und 9.6 °C. Ergiebige Niederschläge von 20 - 30 mm ließen die Niederschlagshöhen verbreitet auf 40 - 50 mm, vereinzelt auch auf mehr als 60 mm ansteigen. Die 217 bis 242 registrierten Sonnenstunden überschritten die vieljährigen Bezugswerte um 30 bis 40 %.
Auch der Mai fiel mit Mitteltemperaturen von 11- 12 °C etwas zu warm aus, doch erst Ende des Monats gelangte der norddeutsche Küstenraum unter Hochdruckeinfluss, und es wurden sommerliche Temperaturen bis 25 °C erreicht. Auf Grund des Tiefdruckeinflusses zu Beginn des Monats fielen 52 - 118 mm Niederschlag, womit die Mittelwerte um 25 - 120 % überschritten wurden. Die Sonnenscheindauer erreichte mit 205 bis 256 Stunden Durchschnittswerte.
Der Juni 2003 war in der Bundesrepublik der wärmste seit 1901. Auch an der Nordseeküste waren die Mitteltemperaturen mit 16 - 18 °C um 2 - 3 K zu warm, und die Zahl der Sommertage war mit 5 - 7 überdurchschnittlich. Die Niederschlagshöhen blieben mit 30 - 60 mm um bis zu 40 % unter den vieljährigen Bezugswerten. Die Sonnenscheindauer lag mit 240 bis 280 Stunden 10 - 20 % über den Mittelwerten.

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur im Januar betrug 6,8 °C, 0,3 Kelvin über den Vergleichswert.
Im Februar betrug die Temperatur des Oberflächenwassers 6,1 °C und lag damit 0,4 Kelvin über den Vergleichswerten.
Die Wassertemperatur im März betrug 6,2 °C und lag 0,5 K über den Vergleichswerten.
Im April betrug die Wassertemperatur 7,4 °C und lag 0,7 K über den Vergleichswerten.
Die Mitteltemperatur des Oberflächenwassers lag im Mai mit 9,9 °C um 0,9 K über den Vergleichswerten.
Im Juni wurden die Vergleichswerte mit einer mittleren Wassertemperatur von 13,7 °C um 1,7 K übertroffen.

Eisverhältnisse

In den Wattengebieten der nordfriesischen Küste bildete sich im Januar örtlich Neueis oder dünnes Eis. In den Wattengebieten trieb lockeres bis dichtes, örtlich auch kompaktes Eis. Der Hafen von Tönning war geschlossen. Auf den Nordseezuflüssen und im Nord-Ostsee-Kanal kam streckenweise loses Treibeis vor. Im Hamburger Hafenbereich war das 10 - 30 cm dicke Eis ziemlich kompakt. Die Lage änderte sich in der dritten Kalenderwoche. Bedingt durch das Tauwetter war die Nordsee eisfrei.
Mitte Februar trat an der nordfriesischen Küste verbreitet dünnes Treibeis auf. Es kam zur Neueisbildung. Ende Februar trieben an der nordfriesischen Küste nur noch örtlich Eisreste.

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 25.01.2011 09:00:50  
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