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MURSYS - Nordsee

   
 
 

Wassertemperaturen in der Nordsee

 

Vorhandene Berichte :    Januar 2010    August 2010   

Aug.
2010

  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock:
"Monitoringfahrt mit FS PELAGIA - Fahrt Nr. 323 (4. - 22.8.2010) in die Nordsee"

Wassertemperaturen in der Nordsee im August 2010

Erste vorläufige Ergebnisse zeigen, dass infolge des langen und kalten Winters die warme Deckschicht der südlichen und zentralen Nordsee weniger mächtig ist als in den Vorjahren. Auch ist der Temperaturgradient zwischen der wärmeren Deckschicht und der kühleren Bodenschicht, die sogenannte Thermokline, weniger scharf ausgeprägt. Die flachen südöstlichen Gebiete der Deutschen Bucht, die in der Regel vertikal homogen bis zum Boden erwärmt sind, weisen teilweise eine Schichtung mit einer kühleren Bodenschicht auf. Die Gebiete nördlich des Skagerraks, die deutlich vom Atlantik beeinflusst werden, entsprechen weitgehend den mittleren Verhältnissen.
Das im letzten Jahr (2009) beobachtete massive Eindringen von atlantischem Wasser bis vor die Jütländische Küste wurde in diesem Jahr nicht beobachtet. Die Quantifizierung des gesamten Salz- und Wärmeinhalts der Nordsee ist erst nach einer sorgfältigen Aufbereitung der Daten möglich. Auch wenn die Nordsee in diesem Jahr weniger warm ist als im Vorjahr, ist das kein Zeichen für eine Abschwächung der Klimaerwärmung. Derartige Schwankungen entsprechen der natürlichen Variabilität der Nordsee und sind den langfristigen Klimaänderungen überlagert. So lag der Mittelwert der Oberflächentemperatur für den Monat Juli noch 0,7 K über dem langfristigen Mittelwert 1971 - 1993.

Abbildung 1: Wassertemperaturen in der Nordsee in 5 m Tiefe, FS PELAGIA Fahrt Nr. 323 (4. - 22.8.2010), JPG-Graphik: 174 kB

Abbildung 1: Wassertemperaturen in der Nordsee, aufgenommen mit einer CTD-Sonde in 5 m Tiefe während der FS PELAGIA Fahrt Nr. 323 (4. - 22.8.2010)

Abbildung 1: Wassertemperaturen in der Nordsee in Bodennähe, FS PELAGIA Fahrt Nr. 323 (4. - 22.8.2010), JPG-Graphik: 216 kB

Abbildung 2: Wassertemperaturen in der Nordsee, aufgenommen mit einer CTD-Sonde in Bodennähe während der FS PELAGIA Fahrt Nr. 323 (4. - 22.8.2010)


  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock:

Erste Ergebnisse zur Nordsee-Forschungsfahrt. Wissenschaftler: Keine Anzeichen für Abschwächung der Klimaerwärmung (27.8.2010)

Die Deckschicht der Nordsee ist in diesem Jahr weniger warm als im Vorjahr, das stellten BSH-Wissenschaftler Ende August nach einer 18-tägigen Forschungsfahrt des gecharterten Forschungsschiffs PELAGIA fest. Allerdings wird dies nicht als Zeichen für eine Abschwächung der klimabedingten Erwärmung der Nordsee bewertet, sondern als Folge der natürlichen Schwankungsbreite, die die langfristigen Klimaänderungen überlagert. Denn mit einem Mittelwert von 15 °C lagen die Temperaturen der Nordseeoberfläche für den Monat Juli noch immer um 0,7 °C über dem langjährigen Mittel der Jahre 1971 - 1993.

Eine erste vorläufige Analyse der Rohdaten zeigt, dass die oberflächennahe warme Deckschicht des Meeres in der südlichen und zentralen Nordsee 2010 weniger mächtig ist als in den Jahren zuvor. Auch der Übergang von der wärmeren Deckschicht zur kühleren Bodenschicht, die sogenannte Thermokline, ist in diesem Jahr weniger abrupt als 2009. Die flachen südöstlichen Gebiete der Deutschen Bucht mit maximalen Wassertiefen von 30 bis 40 Metern, die sonst meistens vertikal homogen bis zum Boden erwärmt sind, zeigten während der diesjährigen Fahrt teilweise eine Schichtung mit einer kühleren Bodenschicht.

Der Erwärmungstrend, der seit über 20 Jahren anhält, setzt sich in jedem Fall fort - auch wenn eine Quantifizierung des gesamten Wärmeinhalts der Nordsee für dieses Jahr erst nach sorgfältiger Datenaufbereitung möglich sein wird. Seit 1987 dauert die Warmphase in Nord- und Ostsee an, obwohl Kalt- und Warmphasen normalerweise in einem etwa 8 bis 12 Jahre andauernden Zyklus wechseln.

Die Pressemitteilungen des BSH finden sich im Internet unter:
(http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2010/index.jsp)

Jan.
2010

  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock:

Warme Nordsee trotz Kältewelle

Die Beobachtungen der Oberflächentemperatur der gesamten Nordsee durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) belegen, dass die Wassertemperatur im Januar mit einem monatlichen Mittelwert von 6,3 °C zwar um 0,3 °C unter dem langjährigen Mittelwert von 6,6 °C lag, jedoch immer noch innerhalb der durchschnittlichen Schwankungsbreite von ± 0,7 °C.

Die Wassertemperaturen in den Watten und dem Küstenvorfeld stehen dagegen mit Werten bis nahe null Grad deutlich unter dem Einfluss der niedrigen festländischen Lufttemperaturen. Die geringe Tiefe des Wattenmeeres und die Gezeiten ermöglichen hier einen raschen Temperaturaustausch mit der von Osten herangeführten Kälte. Zusätzlich wurde sehr kaltes Wasser aus den Flüssen eingetragen.

Obwohl die Durchschnittstemperatur von Dezember auf Januar ungewöhnlich stark zurück ging (eine Abnahme von 2,6 °C), wurden nicht die niedrigen Januar-Temperaturen der kalten Winter 1979 (5,2 °C), 1982 (5,1 °C), 1987 (5,7 °C) und 1997 (5,6 °C) erreicht, in denen vergleichbare meteorologische Bedingungen herrschten (siehe Abbildung 1).

Das erhöhte Temperaturniveau der offenen Nordsee erklärt sich aus ihrem großen Wasservolumen, das in den vergangenen Jahren infolge der globalen Klimaerwärmung im Durchschnitt um mehr als 1 °C gegenüber früheren Jahrzehnten aufgeheizt worden ist. Dieser hohe Wärmeinhalt bei Winterbeginn sorgte dafür, dass die Oberflächentemperatur im Januar nur knapp unter das langjährige Mittel sank. Die aktuellen Durchschnittstemperaturen für die gesamte Nordsee liegen somit weiterhin im langfristigen Trend zu höheren Wassertemperaturen.

Abbildung 1: Oberflächentemperaturen der Nordsee (sst) im Monat Januar für die Jahre  1968 bis 2010, JPG-Graphik: 131 KB

Abbildung 1: Oberflächentemperaturen der Nordsee (sst) im Monat Januar für die Jahre 1968 bis 2010

(http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2010/3-2010.jsp)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 14.12.2010 08:27:13  
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