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Phytoplankton Helgoland Reede

 

Vorhandene Berichte :    2005    2006    März 2007   

Mär.
2007

  Erstellt mit Unterstützung des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein an der Meeresstation der Biologischen Anstalt Helgoland in der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Abbildung 1, Diatomeen, Flagellaten und Ciliaten Helgoland Reede 1. Halbjahr 2007, GIF-Grafik 7,68 KB

Abbildung 2, Phaeocystis, Dinophysis, Noctiluca und Myrionecta Helgoland Reede 1. Halbjahr 2007, GIF-Grafik 7,83 KB

Abbildung 1 und 2: Phytoplankton in ausgewählten Proben an der Station "Helgoland-Reede" (nach Zählungen als mg C / m³ geschätzt); 13.3. bis 27.3.2007

Plankton im Oberflächenwasser bei Helgoland (13.3.2007, 20.3.2007, 27.3.2007)

Nach einem warmen Winter ist die Wassertemperatur wesentlich höher als im Vorjahr um diese Zeit. Der Phytoplankton-Bestand wird wieder von der Kieselalge Coscinodiscus wailesii bestimmt, von der es in den Eimern mit Netzfängen einen braunen Bodensatz gibt. Die kleinen Flagellaten sind etwas weniger zahlreich, die Ciliaten ähnlich häufig wie im März 2006.

2006

  Erstellt mit Unterstützung des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein an der Meeresstation der Biologischen Anstalt Helgoland in der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Phytoplankton, Helgoland-Reede 2006

Zusammenstellung nach den einmal wöchentlich genommenen Oberflächenproben

GIF-Graphik, 13,8 KB

Abbildung 1: Bestand mit den geschätzten Kohlenstoff-Werten (die nicht bestimmten Flagellaten wurden zur Hälfte zum Phytoplankton gerechnet)

Ende März gab es bei etwas niedrigeren Wassertemperaturen als im Vorjahr nur wenige Diatomeen bei einer zunehmenden Anzahl kleiner Flagellaten, der Kohlenstoff-Gehalt der Bestände blieb unter 20 µg C/dm³.
Im April stieg dann der Phytoplankton-Bestand von 40 bis 120 µg C/dm³, zuerst durch die Diatomee Coscinodiscus wailesii, Ende des Monats durch Rhizosolenia hebetata semispina (in meinen aktuellen Berichten zunächst als Rhizosolenia setigera gemeldet) und auch durch kleine Flagellaten und Raphidophyceen.
Im Mai gab es Bestände zwischen 85 und 185 µg C/dm³. Bei den Diatomeen dominierte anfangs Rhizosolenia hebetata semispina. Mitte des Monats wurden viele Arten sehr zahlreich, größere Anteile zum Kohlenstoff-Gehalt lieferten Cerataulina pelagica, Lauderia annulata, Pseudo-nitzschia seriata s.l., Ditylum brighwellii und Rhizosolenia imbricata, Ende Mai dominierte Coscinodiscus wailesii. Den für die Flagellaten geschätzten Kohlenstoffgehalt bestimmten Anfang Mai noch die Raphidophyceen, am Ende des Monats nahmen die Zellzahlen der Haptophycee Phaeocystis globosa zu, sie erreichte das Maximum der Saison mit 7,2 µg C/dm³ (niedriger als 2005) am 29.5..
Im Juni ließen sich Phytoplankton-Bestände zwischen 65 und 100 µg C/dm³ berechnen. Bei den Diatomeen waren anfangs Coscinodiscus wailesii, dann Lauderia annulata, Rhizosolenia hebetata semispina und Rhizosolenia imbricata und am Ende Pseudo-nitzschia seriata s.l. und Leptocylindrus danicus "gewichtig". Bei den Flagellaten gab es Ende Juni einen wesentlichen Beitrag durch kleine Dinoflagellaten. Schließlich war im Juni der autotrophe Ciliat Myrionecta rubra zeitweise zahlreich mit bis zu 18,4 µg C/dm³.
Im Juli wurde der Kohlenstoffgehalt des Phytoplanktons zwischen 190 und 75 µg C/dm³ geschätzt. Bei den Diatomeen waren Leptocylindrus danicus (Maximum am 20.7. mit 79,7 µg C/dm³), Pseudo-nitzschia seriata s.l., Rhizosolenia imbricata, Chaetoceros debilis und andere kleine Chaetoceros-Arten wichtig (Saison-Maximum von Chaetoceros socialis am 24.7. mit 6,6 µg C/dm³). Bei den Flagellaten gab es höhere Kohlenstoff-Werte durch unbestimmte kleine Dinoflagellaten (Maximum am 31.7. mit 7,2 µg C/dm³) und Ceratium fusus.
Im August gab es Phytoplankton-Bestände zwischen 25 und 120 µg C/dm³. Die Diatomeen Guinardia delicatula, Pseudo-nitzschia seriata s.l. und Rhizosolenia hebetata semispina lieferten größere Beiträge zum Kohlenstoff-Gehalt, bei den Flagellaten waren es zeitweise kleine Dinoflagellaten und Ceratium furca (Maximum 16,2 µg C/dm³ am 7.8.). Dazu kam Myrionecta rubra (Maximum am 28.8. mit 20,0 µg C/dm³).
Im September stieg der Phytoplankton-Bestand in der Monatsmitte noch auf 80 bis 100 µg C/dm³. Dabei waren die Diatomeen Guinardia delicatula, Odontella sinensis, Chaetoceros debilis und Eucampia zodiacus von Bedeutung, bei den Flagellaten war es Prorocentrum triestinum (Maximum am 11.9. mit 35,2 µg C/dm³).
Anfang Oktober sank der Phytoplankton-Bestand auf Schätzwerte unter 15 µg C/dm³ ab, bei vielen Phytoplankton-Arten mit geringen Zellzahlen und höheren Wassertemperaturen als 2005.

Vergleich zu Vorjahren für Arten, die in höheren Konzentrationen oder mit toxischen Varianten erscheinen können, Zahlen der Zellen/dm³:

Pseudo-nitzschia seriata s.l.:
2006: Mai - Oktober, Maximum 369 000 (3.7.).
2005: Juli bis Oktober, Maximum 98 000 am 22.8..
2004: Juni bis Oktober in kleineren Zahlen, Maximum 7 600 (7.9.)
Ceratium furca:
2006: Juni - Oktober, Maximum 4 040 am 7.8..
2005: (Juli), August - Oktober, Maximum 2 300 (12.9.).
2004: Juli - Oktober, bis 2 800 (22.9.)
Ceratium fusus:
2006: Ende April - Juni, August, September, Maximum 2 900 (31.7.). Zahlen kleiner als
2005: (März, April, Mai), Juni - Juli, (August, September), Maximum 26 000 (11.7.) und
2004: Juli - Oktober, bis 5 400 (3.8.).
Ceratium longipes (+ horridum):
2006: Wenige Zellen von April bis September.
2005: Juli - September, Maximum 360 am 12.9., geringe Zahlen wie:
2004: September - Oktober, bis 280 (12.10.)
Dinophysis acuminata:
2006: Mai - Oktober, Maximum 1 160 am 12.6., zahlreicher als
2005: von Mai bis Oktober in mäßigen Konzentrationen, Maximum 360 am 22.8..
2004: (Mai, Juni) Mitte August - Oktober, Maximum 640 am 24.8..
Noctiluca scintillans:
2006: Ende Mai - Anfang August, Maximum am 24.7.: 972. Zahlreicher als
2005: Mai - August (September), bis 312 (15.8.) und
2004: Maximum am 3.8.: 590.
Phaeocystis globosa:
2006: Mitte April - Anfang Oktober, Maximum 723 000 (29.5.), geringer als
2005: Maximum 1 526 000 am 7.6. und
2004: Maximum 10 493 000 am 11.5..
Prorocentrum micans:
2006: ab Ende Mai - September, Maxima 280 (6.6.), 1 320 (7.8.) und 1 500 (11.+18.9.).
2005: Juni - September, Maximum 3 200 am 29.8..
2004: nur August - Oktober und wenig häufig.
Prorocentrum triestinum :
2006: Mitte Juli - September, Maximum 88 000 am 11.9..
2005: weniger zahlreich (Maximum 16 000 am 22.8).,
2004: nur bis 320 am 28.9..
Raphidophyceen (keine Arten bestimmt):
2006: April - August, Oktober, Auftreten und Tage der Maxima ähnlich wie in den Vorjahren, Ende April - Anfang Mai (bis 371 000), sie sind aber nicht so groß:
2005: April - Oktober, Maxima bis 646 000 am 10.5..
2004: April - Oktober, viel geringere Zellzahlen als 2005, Maximum am 4.5.: 38 000.
Myrionecta rubra:
2006: Wie 2005 während der ganzen Beobachtungsperiode März - Oktober. Maxima: 9 200 (19.6.), 5 700 (3.7.), 10 000 (28.8.) und 8 400 (4.9.)., nicht so groß wie
2005: Maxima 8 300 (3.5.) und 27 400 (28.6.).
2004: weniger häufig, bis 11 400 (10.8.)
2005

  Erstellt mit Unterstützung des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein an der Meeresstation der Biologischen Anstalt Helgoland in der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Phytoplankton, Helgoland-Reede 2005

Zusammenstellung nach den einmal wöchentlich genommenen Oberflächenproben

GIF-Graphik, 14,0 KB

Abbildung 1: Bestand mit den geschätzten Kohlenstoff-Werten (die nicht bestimmten Flagellaten wurden zur Hälfte zum Phytoplankton gerechnet)

Im März gab es bei Wassertemperaturen unter denen des Vorjahres nur wenige Diatomeen und eine zunehmende Anzahl kleiner Flagellaten; Kohlenstoff-Gehalte der Bestände zwischen 3 und 6 µg/dm³.
Im April stieg dann der Phytoplankton-Bestand von 7 bis 312 µg C/dm³, vor allem durch die Diatomeen Coscinodiscus concinnus und in geringerem Maße Coscinodiscus wailesii, aber auch durch kleine Flagellaten und Raphidophyceen und den autotrophen Ciliaten Myrionecta rubra.
Im Mai gab es anfangs noch große Coscinodiscus-Bestände, das Maximum des Myrionecta-Vorkommens (große Zellen, 17 µg C/dm³ am 3.5.) und der Raphidophyceen (25,5 µg C/dm³ am 17.5.). Mit den abnehmenden Zellzahlen der beiden Coscinodiscus-Arten ging dann der Phytoplankton-Bestand wieder bis auf 23 µg C/dm³ zurück. Am Ende des Monats nahmen die Zellzahlen der Haptophycee Phaeocystis globosa zu.
Im Juni waren die Bestände zunächst klein, mit dem Maximum der Phaeocystis-Entwicklung (am 7.6., geschätzter C-Gehalt 15 µg/dm³, das Maximum im Vorjahr wurde am 11.6.2004 mit 157 µg C/dm³ gefunden). Am Monatsende gab es dann in einem Phytoplankton-Bestand von 259 µg C/dm³ mit den Kieselalgen Rhizosolenia pungens (früher von mir nicht von Rhizosolenia setigera getrennt), Maximum am 28.6.: 172 µg C/dm³ und Guinardia flaccida (38 µg C/dm³ am 28.6.) als dominante Arten. Ein zweites Myrionecta-Maximum, kleine Zellen mit geschätzten 13,9 µg C/dm³, wurde am 28.6. beobachtet.
Im Juli nahmen Bestände von 112 bis bis auf 19 µg C/dm³ ab, es gab nur noch wenige Diatomeen, Ceratium fusus erreichte das Maximum am 11.7. mit 66 µg C/dm³.
Im August gab es Phytoplankton-Bestände zwischen 21 und 97 µg C/dm³, wobei die Kieselalgen mit Bacteriastrum hyalinum (Maximum am 1.8.: 11 µg C/dm³), Leptocylindrus minimus (am 15.8.: 7 µg), Rhizosolenia shrubsolei (am 15.8.: 13 µg C/dm³), Chaetoceros debilis (Maximum am 22.8.: mit 13), Guinardia delicatula (am 22.8.: mit 15) und Pseudo-nitzschia seriata s.l. (am 22.8. mit 10 µg C/dm³) die größten Anteile hatten.
Im September ging der Phytoplankton-Bestand von 76 bis 32 µg C/dm³ zurück und war wie im September 2004 an Arten reich. Ihre Maxima erreichten Leptocylindrus danicus am 5.9. mit 12 µg C/dm³, sowie am 12.9. Guinardia striata mit 16 und Ceratium furca mit 9 µg C/dm³.
Anfang Oktober nahm der Phytoplankton-Bestand weiter von 13 bis 9 µg C/dm³ ab.

Phytoplankton Helgoland Reede 2005 in mg C / m³

Datum

Diatomeen

Phytoflagell.

Phaeocystis

Myrionecta

Noctiluca

Mrz 15. 1,5 1,1 0 0 0
22. 1,4 1,8 0 0,3 0
29. 2,3 4,1 0 0 0
Apr 05. 3 2,7 0 1 0
12. 12,8 3,4 0 0,6 0
19. 62,4 7,4 0 4,4 0
26. 283,7 19,1 0,7 8,2 0
29. 216,7 16,5 0,6 4,3 0
Mai 03. 243,5 18,2 0 17,2 0
10. 262,2 35,3 0 0,9 0,4
17. 93 35,6 0 0,6 2,4
24. 110,4 7,2 6,5 0 3,6
31. 5,3 5,2 12,5 0,2 2
Jun 07. 1,7 4,2 15,3 0,3 13,2
14. 4,8 10 0,9 0,5 4,4
21. 6,3 15,3 0,7 10,7 9,6
28. 222,8 22 0,1 13,9 93
Jul 04. 65,6 37,8 0,2 8,2 51,2
11. 5,7 71,5 0,4 0,3 57,4
18. 18,2 64,8 0,3 3,2 52,4
25. 10,8 7,6 0,2 0,8 23,5
Aug 01. 13,3 4,6 0,3 2,3 51,5
08. 26,2 5,9 0,4 2,2 30,5
15. 49,2 35,8 0,1 2,2 78
22. 73 23,4 0,6 2,6 0
29. 39,9 20 0,2 5,3 0
Sep 05. 50,1 24,4 0 1,8 0
12. 48,3 19,6 0,3 1,1 0
19. 18,8 12,1 0 1,1 0,4
26. 20,7 17,9 0,1 0,6 0
Okt 04. 11,7 3,7 0,3 0,2 0
11. 3,6 4,7 0 0,8 0

Abundanzen: Vergleich zum Vorjahr

(für Arten, die in höheren Konzentrationen oder mit toxischen Varianten erscheinen können:

Pseudo-nitzschia seriata s.l.:
2005: von Juli - Oktober, Maximum am 22.8. mit 98 000 Zellen/dm³.
2004: von Juni bis Oktober in geringeren Zahlen, Maximum 7.600 am 7.9.2004.
Ceratium furca:
2005: (Juli), August - Oktober, Maximum 2 300 (12.9.).
2004: Juli - Oktober, bis 2 800 Zellen/dm³ (22.9.2004).
Ceratium fusus:
2005: (März, April, Mai), Juni - Juli, (August, September), Maximum 26 000 (11.7.), häufiger als 2004
2004: Juli - Oktober, bis 5 400 Zellen/dm³ (3.8.2004).
Ceratium longipes (+ horridum):
2005: Juli - September, Maximum 360 am 12.9., geringe Zahlen wie im Vorjahr
2004: September - Oktober, bis 280 Zellen/dm³ am 12.10.2004.
Dinophysis acuminata:
2005: von Mai bis Oktober in mäßigen Konzentrationen (wie 2004), Maximum im August (360 Zellen/dm³ am 22.8.2005).
Noctiluca scintillans:
2005: Vorkommen Mai - August (September), höhere Zahlen: 186 (28.6.) - 312 (15.8., Maximum)
2004: im Juni und Juli in mäßigen Zahlen, dann bis Mitte August etwas häufiger (Maximum am 3.8.2004 mit 590 Zellen/dm³).
Phaeocystis globosa:
2005: Ende Mai - Anfang Juni (Maximum 1 526 000 am 7.6.) in viel kleineren Beständen als im Vorjahr
2004: Maximum 10 493 000 am 11.5.2004.
Prorocentrum micans:
2005: Früher (Juni - September) und zahlreicher (Maximum 3 200 am 29.8.) als 2004
2004: (August - Oktober, Maximum 800 am 14.9.2004).
Prorocentrum triestinum (Synonym: P. redfieldii):
2005: wie in den Vorjahren: August - September, Maximum 16 000 (22.8.), zahlreicher als 2004
2004: (bis 320 Zellen/dm³ am 28.9.2004).
Myrionecta rubra:
2005: Während der ganzen Beobachtungsperiode, verschiedene Maxima (ohne dass rotes Wasser beobachtet wurde): große Zellen am 3.5. (8 300) und 21.6. (9 500) und kleine Zellen am 28.6. (27 400) und 4.7. (27 100/dm³).
2004: weniger häufig, bis 11 400 am 10.8.2004.

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 27.08.2007 14:44:04  
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