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MURSYS - Nordsee

   
 
 

Phytoplankton an der niedersächsischen Küste

 

Vorhandene Berichte :    Juli 2012  August 2012  September 2012  Oktober 2012 

Okt.
2012

  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 7 (01.10. - 02.10.2012)

Zum Abschluss der diesjährigen Probenahme-Kampagne sanken die Höchstwerte der Lufttemperaturen auf Norderney von durchschnittlich 18 °C in den Vorwochen, auf 14 - 17 °C. Die Tiefstwerte bewegten sich zwischen 10 - 12 °C. Vom 17.9. bis 22.9. herrschte Hochdruckeinfluss mit 1014 - 1018 hPa, danach bis zum 25.9. sinkend auf 994 hPa. Ein erneutes Zwischenhoch mit 1017 hPa am 30.9., wurde von einem erneuten Tiefausläufer abgelöst, welcher viel Wind und teilweise Sturmböen mit sich brachte.
Beide Kontrollfahrten, in Richtung Ems am 1.10.2012 und in Richtung Jade am 2.10.2012, wurden von dem Mehrzweckschiff "LEYHÖRN" durchgeführt. Der Wind wehte aus SSW mit 3 - 5 Bft, bei bedecktem bis leicht bewölktem Himmel.

Bewertung der Planktonzählungen:

An keiner der beprobten Stationen wurden erhöhte Mengen potentiell toxischer oder blütenbildender Algen festgestellt. Auffällig war der vergleichsweise hohe Trübstoffgehalt in der Jade: Höhe Voslapp (Station VII), der allerdings nicht gemessen wurde.

Die Leuchtalge Noctiluca miliaris war allen Stationen noch regelmäßig vertreten. In der Accumer Ee (Station IV) waren noch 33 Indiv./L nachweisbar, an übrigen Stationen lagen die Werte deutlich darunter.

Schaumalgen der Gattung Phaeocystis sp. wiesen nochmals einen leichten Anstieg auf, sichtbar an der vermehrten Schaumbildung am Strand von Norderney. Im Norderneyer Seegat (Station III) wurden 21 Kolonien/L erreicht, mit abnehmender Tendenz in östlicher und westlicher Richtung.

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. traten nur in der Accumer Ee (Station IV) und der Harle (Station V) auf, mit niedrigen 1000 - 3000 Indiv./L.

Potentiell toxische Dinoflagellaten waren nicht mehr nachweisbar, lediglich die nichttoxische Art Dinophysis rotundata war in der Osterems (Station II) mit geringen 100 Indiv./L vertreten.

Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia spec. traten nochmals leicht vermehrt in Erscheinung, allerdings mit sehr niedrigen 3000 - 4700 Indiv./L im Bereich Westerems (Station I) bis Norderneyer Seegat (Station III). Weiter östlich blieben die Werte deutlich darunter.

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum trat weiterhin kaum in Erscheinung mit nur 100 Indiv./L in der Osterems (Station II).

Der Durchschnittswert der Temperaturen im Oberflächenwasser lag bei 14,20 °C. Der höchste Wert wurde mit 15,10 °C in der Harle (Station V) gemessen, die niedrigsten Werte in der Accumer Ee (Station IV) und Jade: Höhe Voslapp (Station VII), mit 13,90 °C.

Die Salzgehalte erreichten in der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) und Höhe Voslapp (Station VII) die höchsten Werte mit über 32,00. In westlicher Richtung nahmen die Werte ab, mit niedrigen 29,67 in der Westerems (Station I).

Dies war der letzte Kurzbericht zur Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen in diesem Jahr.

Abbildung 1: Stationsnetz des NLWKN, GIF-Graphik: 24,5 KB

Abbildung 1: Stationsnetz des Informationssystems für Planktonblüten und toxische Algen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)

Sep.
2012

  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 6 (21.09.2012)

Die jahreszeitlich bedingte Abkühlung ist jetzt, in der 38. Kalenderwoche, deutlich spürbar. Wurden in der Woche vom 3.9. - 10.9. noch 8 bis 10 Sonnenstunden gemessen, so lag dieser Wert in der vergangenen Woche, aufgrund teilweise starker Bewölkung, nur noch bei 2 bis 4. Der Höchstwert der Lufttemperatur ist von 19 °C, mit maximal 26 °C, auf Werte von 16 - 18 °C gefallen, Tiefstwerte fielen sogar bis auf 12 °C. Bis zum 10.9. traten kaum Niederschläge auf, ab dem 12.9. nahm die Niederschlagsneigung wieder zu, mit teils starken Schauern und 14 mm Niederschlag.
Die Fahrt in Richtung Jade wurde am 17.9.2012 von der "BURCHANA" durchgeführt, am gleichen Tag übernahm die "LEYHÖRN" die Westtour in Richtung Ems. Der Wind wehte aus W bis SW mit 4 -5 Bft, und der Himmel zeigte sich bedeckt bis leicht bewölkt. Die "LEYHÖRN" ist ein Mehrzweckschiff/Ölauffangschiff und die "BURCHANA" ein Forschungsschiff, beide gehören zum NLWKN.

Bewertung der Planktonzählungen:

An keiner der beprobten Stationen wurden noch erhöhte Mengen potentiell toxischer oder blütenbildender Algen festgestellt.

Die Leuchtalge Noctiluca miliaris war wieder etwas häufiger. In der Westerems (Station I) wurden nochmals 47 Indiv./L nachgewiesen, mit abnehmender Tendenz in Richtung Osten.

Schaumalgen der Gattung Phaeocystis sp. traten wieder regelmäßiger auf, wenn auch auf niedrigem Niveau. In der Accumer Ee (Station IV) lag der höchste Wert bei 14 Kolonien pro Liter, an den übrigen Stationen zwischen 2 - 9 Kolonien/L. Lediglich im Bereich der Jade Höhe Alte Mellum und Höhe Voslapp (Station VI und VII) waren keine Schaumalgen nachweisbar.

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. traten ebenfalls wieder regelmäßiger auf. Die Werte bewegten sich aber auf sehr niedrigem Niveau, zwischen 0 - 2.000 Indiv./L. In der Harle (Station V) und der Jade Höhe Alte Mellum (Station VI) war diese Gattung nicht nachweisbar.

Potentiell toxische Dinoflagellaten wurden diesmal im Norderneyer Seegat (Station III) nachgewiesen. Allerdings trat die Art Dinophysis cf. acuminata mit niedrigen 100 Indiv./L auf.

Noch vor zwei Wochen waren Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia spec. auf dem Vormarsch und traten in der Osterems (Station II) mit Werten über 100.000 Indiv./L in Erscheinung. Zwei Wochen später ist davon nicht viel übrig geblieben. Gerade noch 2.100 Indiv./L wurden in der Osterems (Station II) gefunden und 2.500 Indiv./L in der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI). An den übrigen Stationen blieben die Werte deutlich darunter.

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum blieb weiterhin nur auf die Westerems (Station I), beschränkt, mit niedrigen 100 Indiv./L.

Aus technischen Gründen konnten die Temperaturen im Oberflächenwasser diesmal nicht auf die letzten beiden Stellen genau gemessen werden. Die Werte lagen zwischen 14 - 16 °C, wobei der tiefste Wert mit 14 °C im Norderneyer Seegat (Station III) bestimmt wurde. In östlicher Richtung stiegen die Werte bis auf 16 °C an.

Die Salzgehalte lagen an allen Stationen über 30,00. Die höchsten Werte wurden im Bereich der Jade gemessen, mit 32,59 auf der Höhe Alte Mellum (Station VI) und 32,64 auf der Höhe Voslapp (Station VII).
Die siebte, und vermutlich letzte Probenahme in diesem Jahr wird voraussichtlich in der 40. Kalenderwoche stattfinden, vom 1. - 5. Oktober 2012.


  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 5 (07.09.2012)

Die Wetterperiode zwischen der 4. und der 5. Kontrollfahrt, vom 20.8. - 3.9.2012, zeigte noch hochsommerliche Phasen, mit bereits leichten Rückgängen der Lufttemperatur und durchschnittlichen 22 °C, die im Laufe dieser Woche auf 18 °C fielen. Bei leicht steigender Niederschlagsneigung mit max. 12 mm, lagen die Tiefsttemperaturen bei 14 - 16 °C. Seit dem 25.8. stehen wir unter Hochdruckeinfluss, mit einem Anstieg von 1004 hPa auf 1024 hPa, noch bis Anfang dieser Woche.
Die Fahrt in Richtung Jade wurde am 3.9.2012 von der Burchana durchgeführt, am gleichen Tag übernahm die Janssand die Westtour in Richtung Ems. Der Himmel zeigte sich sonnig-heiter bis bedeckt, mit Winden aus NO bis WNW der Stärke 1 - 2 Bft.

Bewertung der Planktonzählungen:

Hohe Zelldichten der Kieselalge Pseudonitzschia spec. wurden in der Osterems (Station II) nachgewiesen. In dieser Formengruppe sind auch potentiell toxische Arten vertreten. Auffällig war ein deutlicher Unterschied in der subjektiven Wahrnehmung der Trübung zwischen der sehr klaren Planktonprobe aus der Harle (Station V) und der sehr trüben Probe aus der Jade (Station VI und VII).

Die Leuchtalge Noctiluca miliaris war kaum noch nachweisbar. Lediglich in der Westerems (Station I) wurde noch ein Exemplar gefunden.

Schaumalgen der Gattung Phaeocystis sp. waren wieder etwas häufiger, wenn auch nur mit wenigen Kolonien. Im Norderneyer Seegat (Station III) waren immerhin 12 Kolonien pro Liter zu finden, was an den Stränden bereits zu einer leichten Schaumbildung führte.

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. konnten an keiner der untersuchten Stationen nachgewiesen werden.

Potentiell toxische Dinoflagellaten wurden in der Harle (Station V) nachgewiesen. Die Art Dinophysis cf. acuminata trat aber mit nur 100 Indiv./L in Erscheinung.

Wie bereits in den Vorwochen vermutet, zeigten Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia spec. den vorhergesagten Anstieg. Die höchsten Werte wurden mit 133.300 Indiv./L in der Osterems (Station II) und mit 96.600 Indiv./L im Norderneyer Seegat (Station III) erreicht. Die höchsten Dichten traten im westlichen Bereich des Untersuchungsgebietes auf, mit deutlich abnehmender Tendenz in Richtung Jade, wo nur noch 400 Indiv./L nachgewiesen werden konnten.

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum war nur noch in der Westerems (Station I), mit gerade 100 Indiv./L vertreten.

Zur Zeit der 5. Probenahme-Kampagne lag die gemittelte Temperatur im Oberflächenwasser des Untersuchungsgebietes (Stationen I - VII) bei 18,49 °C. Gegenüber der letzten Kontrollfahrt bedeutet dies bereits im Schnitt eine Abnahme um 0,79 °C. Für den Bereich der Westerems (Station I) bis Norderneyer Seegat (Station III) und Jade: Höhe Voslapp (Station VII) erreichte dieser Rückgang bereits einen Wert von 1,5 °C.

Die Salzgehalte lagen im Bereich Harle (Station V) bis Jade: Höhe Voslapp (Station VII) mit Werten über 32,7 höher als im westlichen Teil des Untersuchungsgebietes. In der Westerems (Station I) lag der niedrigste Wert, durch Süßwasserabfluss bedingt, bei 29,01. Den höchsten Wert erreichte die Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI), mit 33,08.

Die sechste Probenahme - Kampagne zur Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen wird voraussichtlich in der 38. Woche stattfinden, vom 17. - 21. September 2012.

Aug.
2012

  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 4 (20.08. - 21.08.2012)

Die Wetterperiode zwischen der 3. und der 4. Kontrollfahrt, vom 6.8. - 20.8.2012, war hochsommerlich geprägt, mit Höchsttemperaturen der Luft zwischen 24 bis 30 °C und schwachen bis mäßigen Winden, sowie weitgehend niederschlagsfrei. In einigen Nächten lagen die Temperaturen bei subtropischen 20 °C. In der Zeit vom 6.8. - 10.8. stieg der Luftdruck auf 1024 hPa, gefolgt von einem Rückgang ab dem 13.8 auf leicht schwankende Werte um 1013 - 1017 hPa.
Die Fahrten in Richtung Jade und Ems wurden von der Leyhörn durchgeführt. Am 20.8.2012 erfolgte die Osttour in Richtung Jade, bei klarem Wetter und westlichen Winden der Stärke 3 Bft, am 21.8.2012 in Richtung Ems, bei bewölktem Himmel und südwestlichen Winden der Stärke 2 - 3 Bft.

Bewertung der Planktonzählungen:

Keine der im Rahmen des Info-Systems beobachteten Arten zeichnete sich durch hohe Dichten aus. Allerdings können andere Arten, die nicht in das Beobachtungsraster fallen, zu bestimmten Zeiten sogenannte Blüten bilden. So erreichte der nicht-toxische Dinoflagellat Prorocentrum redfieldii in der Osterems (Station II) Zelldichten von 186.000 Indiv./L.

Die Leuchtalge Noctiluca miliaris war an allen beprobten Stationen deutlich rückläufig. Lediglich in Richtung Jade wurden noch leicht erhöhte Werte bestimmt, mit 94 Indiv./L auf der Höhe Alte Mellum (Station VI) und 84 Indiv./L auf der Höhe Voslapp, wo noch große Mengen leerer Zellhüllen im Plankton zu finden waren. An den übrigen Stationen lagen die Werte deutlich niedriger, mit 0 - 48 Indiv./L.

Schaumalgen der Gattung Phaeocystis sp. waren weiterhin kaum nachweisbar, mit nur wenigen Kolonien.

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. waren weiterhin nicht nachweisbar in den Mündungsbereichen von Ems und Jade. In östlicher Richtung, ab Accumer Ee (Station IV), waren die Werte mit niedrigen 1.000 Indiv./L ebenfalls wieder rückläufig.

Potentiell toxische Dinoflagellaten wurden an keiner Station nachgewiesen.

Der nicht-toxische Dinoflagellat Dinophysis rotundata erreichte in der Osterems (Station II) gerade 100 Indiv./L.

Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia sp. nahmen gegenüber der letzten Kontrollfahrt wieder zu. Der höchste Wert wurde mit 7.500 Indiv./L in der Osterems bestimmt. In der Harle (Station V) und in der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) lagen die Werte bei 6.700 - 6.800 Indiv./L. Die Zellketten wirkten relativ frisch, so dass mit einem weiteren Anstieg dieser Gattung zu rechnen ist.

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum war weiterhin nur schwach vertreten, mit gerade 100 - 200 Indiv./L im Bereich der Ems (Westerems: Station I, Osterems: Station II) und Accumer Ee und Harle (Stationen IV, V).

Zur Zeit der 4. Probenahme-Kampagne betrug die gemittelte Temperatur im Oberflächenwasser des Untersuchungsgebietes (Stationen I - VII) 19,28 °C. Gegenüber der letzten Kontrollfahrt bedeutet dies einen Anstieg um 1,1 °C. Die höchsten Werte erreichten mit 20,00 °C die Bereiche Westerems (Station I) bis Norderneyer Seegat (Station III) und die Jade: Höhe Voslapp (Station VII). Die niedrigsten Werte wurden mit 18,00 °C im Bereich Harle (Station V) und Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) gemessen.

Die Salzgehalte waren im Bereich Harle (Station V) bis Jade: Höhe Voslapp (Station VII) deutlich erhöht und marin beeinflusst, mit Werten über 33. In westlicher Richtung nahmen die Werte ab und erreichten in der Westerems (Station I) durch Süßwasserabfluss erniedrigte 29,01.

Die fünfte Probenahme - Kampagne zur Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen wird voraussichtlich in der 36. Woche stattfinden, vom 3. - 7. September 2012.


  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 3 (06.08.2012)

In den beiden Wochen zwischen der 2. und der 3. Kontrollfahrt, also vom 23. Juli bis 6. August, war die Wetterlage sehr unbeständig. Hochsommerliche Phasen wechselten mit regnerischen Perioden, begleitet von teils heftigen Gewittern, mit böigen bis stürmischen Winden. In der Zeit vom 23. Juli bis 2. August waren die Höchsttemperaturen der Luft stark schwankend, zwischen 18 - 26 °C, danach etwas stabiler, zwischen 19 - 21 °C. Die Tiefsttemperaturen bewegten sich zwischen 12 - 17 °C. Die Niederschlagsneigung hat in letzten beiden Wochen tendenziell zugenommen, mit Höchstwerten zwischen 12 - 20 mm. Seit Anfang der Woche (5.8.2012) steigt der Luftdruck wieder, von 1008 auf 1020 hPa.

Beide Kontrollfahrten fanden am Montag den 6. August bei bedeckt bis bewölktem Himmel statt. Die Leyhörn übernahm die Tour in Richtung Jade und die Janssand die in Richtung Ems. Der Wind wehte aus West bis Südwest, mit 2 - 6 Bft.

Bewertung der Planktonzählungen:

Die Leuchtalge Noctiluca miliaris war weiterhin an allen beprobten Stationen mit hohen Individuenzahlen vertreten. Lokal waren vereinzelt Rotfärbungen an der Wasseroberfläche zu beobachten, und im Norderneyer Hafen trat Meeresleuchten auf. Der Höchstwert konnte wieder in der Osterems (Station II) festgestellt werden, mit 798 Indiv./L. Danach folgte das Norderneyer Seegat (Station III), mit 389 Indiv./L. In der Westerems (Station I) und in der Jade: Höhe Voslapp (Station VII) lagen die Werte weiterhin deutlich niedriger, mit 184 - 146 Indiv./L.

Schaumalgen der Gattung Phaeocystis sp. waren bis auf vereinzelte Kolonien an keiner der beprobten Stationen nachweisbar.

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. waren in den Mündungsbereichen von Ems und Jade nicht nachweisbar. Im Bereich der Accumer Ee (Station IV) stieg der Wert jedoch auf 14 000 Indiv./L an, was allerdings noch nicht als kritisch zu bewerten ist.

Erstmalig in diesem Jahr trat die potentiell toxische Dinoflagellaten-Art Dinophysis cf. acuminata auf, mit niedrigen 100 Indiv./L in der Jade: Höhe Voslapp (Station VII).

Der nicht-toxische Dinoflagellat Dinophysis rotundata nahm leicht zu, mit niedrigen 100 Indiv./L in den Bereichen Osterems (Station II), dem Norderneyer Seegat (Station III) und der Accumer Ee (Station IV).
Der nicht-toxische Dinoflagellat Ceratium tripos trat in der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) mit einem hohen Wert von 15 000 Indiv./L in Erscheinung. Für Ceratium tripos repräsentiert dieser Wert bereits eine Art "Blütenereignis" und soll daher an dieser Stelle Beachtung finden, obwohl Ceratium tripos keine Art ist, die Probleme verursacht und daher auch nicht im Rahmen des Infosystems unter Beobachtung steht.

Waren Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia sp. während der letzten Kontrollfahrt noch klar auf dem Vormarsch, so sind sie jetzt wieder deutlich rückläufig. Der höchste Wert erreichte gerade noch 900 Indiv./L in der Accumer Ee (Station IV). An den übrigen Stationen lagen die Werte deutlich darunter oder diese Gattung war nicht nachweisbar.

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum war nur im Bereich Accumer Ee (Station IV) bis Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) mit 100 - 300 Indiv./L vertreten. An den übrigen Stationen war die Art nicht nachweisbar.

Zur Zeit der 3. Probenahme-Kampagne betrug die gemittelte Temperatur im Oberflächenwasser des Untersuchungsgebietes (Stationen I - VII) 18,36 °C. Damit war im Durchschnitt seit Anfang Juli keine weitere Erwärmung im Oberflächenwasser nachweisbar. Die niedrigsten Werte wurden mit 17,00 °C im Bereich Accumer Ee (Station IV) bis Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) gemessen. Den höchsten Wert erreichte das Norderneyer Seegat (Station III), mit 20,00 °C.

Die Salzgehalte lagen im Bereich der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) und Höhe Voslapp (Station VII) mit Werten über 32 deutlich höher als an den übrigen Stationen, die im Bereich Osterems (Station II) bis Harle (Station V) Werte zwischen 31,58 - 31,83 erreichten. Lediglich die Westerems (Station I) lag bei niedrigen 28,82.

Bis auf den Bereich Osterems (Station II) bis Accumer Ee (Station IV) lagen die pH-Werte an den übrigen Stationen deutlich unter pH 8,00, was vermutlich auf die starken Regenfälle und die damit verbundenen Süßwasserabflüsse zurückzuführen ist.

Die vierte Probenahme - Kampagne zur Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen wird voraussichtlich in der 34. Woche, vom 20. - 24. August 2012 stattfinden.

Juli
2012

  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 2 (23.07.2012 bis 25.07.2012)

Eine sehr wechselhafte Wetterphase, mit teils stürmischen Winden und starken Niederschlägen, fand um den 21.07.2012 ihr vorläufiges Ende und wurde in den folgenden Tagen von hochsommerlichen Bedingungen abgelöst. Vom 8.7. - 21.07.2012 erreichten die Höchsttemperaturen noch gerade 16 - 18 °C mit Tiefsttemperaturen bis 12 °C, bei einem Luftdruck um 1003 hPa. Bis zum 22.07.2012 stieg das Barometer auf 1027 hPa. In den Tagen während der Probenahme, vom 23.07. - 25.07.2012, drehte der Wind von zunächst S 1 - 2, auf SW 4 - 5 und später auf N 4 - 5.

Aus organisatorischen Gründen wurden die Probenahmen auf mehrere Tage verteilt.
Die Janssand, ein Mehrzweckschiff für die Schadstoffunfallbekämpfung des NLWKN, führte die Probenahmen am 23.07.2012 an den Stationen V - II durch, am 24.07.2012 an den Stationen III - IV und am 25.07.2012 an den Stationen I - II.

Bewertung der Planktonzählungen:

Blaue Nesselquallen (Cyanea lamarckii) waren an den Stränden nicht mehr zu beobachten, auch Schaumbildungen traten nicht auf. In einigen Wattbereichen waren noch rote Verfärbungen an den Wasseroberflächen, sog. "rote Tiden", vorhanden.

Die Leuchtalge Noctiluca miliaris war noch an allen beprobten Stationen mit hohen Individuenzahlen vertreten. Sie erreichte in der Osterems (Station II) ihren höchsten Wert mit 798 Indiv./L, gefolgt von der Harle (Station V), mit 614 Indiv./L. In der Westerems (Station I) und in der Jade: Höhe Voslapp (Station VII) lagen die Werte mit 172 - 107 Indiv./L deutlich darunter.

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. waren kaum noch in den Proben nachweisbar. Lediglich im Norderneyer Seegat (Station III) wurden niedrige 3000 Indiv./L gezählt.

Der nicht-toxische Dinoflagellat Dinophysis rotundata trat mit niedrigen 100 Indiv./L im Bereich der Osterems (Station II) auf, an den übrigen Stationen fehlte er. Der ebenfalls nicht-toxische Dinoflagellat Ceratium fusus war an der Station II mit 5800 Indiv./L vertreten. Diese Art wird allerdings im Rahmen des Infosystems nicht regelmäßig erfasst.

Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia sp. nahmen an den Stationen gegenüber der letzten Kontrollfahrt tendenziell zu. So erreichte der Höchstwert in der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) zwar nur noch 12100 Indiv./L, an den Nachbarstationen der Harle (Station V) und Jade: Höhe Voslapp (Station VII) stiegen die Werte aber auf noch niedrige 5800 und 4400 Indiv./L an.

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum war in der Jade wieder leicht rückläufig, mit jetzt nur noch 200 Indiv./L auf der Höhe Alte Mellum (Station VI) und 300 Indiv./L auf der Höhe Voslapp (Station VII).

Zur Zeit der 2. Probenahme-Kampagne betrug die gemittelte Temperatur im Oberflächenwasser des Untersuchungsgebietes (Stationen I - VII) 18,4 °C, sie lag damit unter dem Wert von 18,5 °C am 09.07.2012. Die jahreszeitlich bedingte Erwärmung des Oberflächenwassers ist damit leicht ins Stocken geraten.
Der höchste Wert wurde mit 19,3 °C in der Westerems (Station I) erreicht, der niedrigste mit 17,4 °C in der Accumer Ee (Station IV).

Die Salzgehalte erreichten lediglich im Bereich Norderneyer Seegat (Station III), Accumer Ee (Station IV) und Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI), Höhe Voslapp (Station VII) Werte über 31. In der benachbarten Station der Harle (Station V) lag der Wert mit 29,29 auffällig niedrig. Vermutlich durch die starken Regenfälle der Vorwochen bedingt, lag der Wert in Westerems (Station I) bei nur 28,41.

Die dritte Probenahme - Kampagne zur Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen wird voraussichtlich in der 32. Woche, vom 06. - 10. August 2012 stattfinden.

Abbildung 1: Stationsnetz des NLWKN, GIF-Graphik: 24,5 KB

Abbildung 1: Stationsnetz des Informationssystems für Planktonblüten und toxische Algen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)


  Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Brake-Oldenburg:
"Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen"

(http://www.nlwkn.de)

Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen: Kontrollfahrt Nr. 1 (09.07.2012)

Die diesjährige Probenahme-Kampagne des Plankton-Infosystems startete am Montag, den 9.Juli, bei stürmischem Wetter, mit Winden aus W bis SW der Stärke 6 - 8 Bft. Der Himmel zeigte sich bedeckt und regnerisch. In den Vorwochen, vom 3.6. - 8.7., war die Lufttemperatur von durchschnittlich 13 °C auf 24 °C angestiegen, gefolgt von einem drastischen Temperatursturz am Sonntag, den 8.7. auf 17 °C, eingeleitet von einem heftigen Gewitter mit Starkwind und sintflutartigen Regenschauern bis 34 mm. Die folgenden Tage zeigten sich wechselhaft, mit starker Bewölkung begleitet von teils heftigen Regenschauern.
Die Fahrt in Richtung Ems (Stationen I - III) wurde von der Janssand durchgeführt, die Tour in Richtung Jade (Stationen IV - VII) übernahm das Forschungsschiff Burchana.

Bewertung der Planktonzählungen:

Bis auf den Bereich Westerems (Station I) und Osterems (Station II) vermittelte das Oberflächenwasser einen optisch sehr klaren Eindruck. Im Strandbereich von Norderney wurden in den Tagen vor der ersten Kontrollfahrt große Mengen von Quallen, vorwiegend der blauen Nesselqualle (Cyanea lamarckii), beobachtet.
Im Norderneyer Seegat (Station III) wurden erhöhte Mengen der Leuchtalge Noctiluca miliaris festgestellt, mit 1150 Indiv./L. Bereits in den Tagen zuvor konnten in einigen Bereichen des Strandes und der Watten sog. "red tides" beobachtet werden, wobei die Wasseroberfläche intensiv rot erscheint, aufgrund der strömungs- und windbedingten Verdichtung von Leuchtalgen. An den übrigen Stationen lagen die Werte deutlich darunter, mit max. 355 Indiv./L in der Jade: Höhe Voslapp (Station VII).

Mikroflagellaten der Gattung Chrysochromulina sp. waren im Bereich der Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) und Höhe Voslapp (Station II) leicht erhöht, mit unbedenklichen Werten zwischen 6.000 - 8.000 Indiv./L.

Der nicht-toxische Dinoflagellat Dinophysis rotundata trat mit niedrigen 100 Indiv./L im Bereich der Westerems (Station I) und im Norderneyer Seegat (Station III) auf. Auffällig war hier die hohe Dichte des nicht-toxischen Dinoflagellaten Ceratium fusus, mit 9.400 Indiv./L, dessen Verteilung im Rahmen des Infosystems nicht regelmäßig erfasst wird.

Die Schaumalge Phaeocystis sp. konnte an keiner Station nachgewiesen werden.

Im Norderneyer Seegat (Station III) wurde eine leicht höchste Dichte von Kieselalgen der Gattung Pseudonitzschia sp. festgestellt, mit 21.200 Indiv./L. An den übrigen Stationen lagen die Werte deutlich darunter, mit max. 1.000 Indiv./L in der Westerems (Station I).

Das Wimperntierchen Myrionecta rubrum trat in der Jade mit leicht erhöhten Werten auf, mit 1.000 Indiv./L auf der Höhe Alte Mellum (Station VI) und 400 Indiv./L auf der Höhe Voslapp (Station VII). An den übrigen Stationen war die Art kaum nachweisbar.

Zur Zeit der Probenahme betrug die gemittelte Temperatur im Oberflächenwasser des Untersuchungsgebietes (Stationen I - VII) 18,5 °C. Der höchste Wert wurde mit 19,4 °C in der Westerems (Station I) erreicht, der niedrigste mit 17,3 °C in der Jade: Höhe Voslapp (Station VII), was auf ein deutliches Temperaturgefälle in west - östlicher Richtung hinwies.

Bis auf die Westerems (Station I), mit einem Wert von 29,17, lagen die übrigen Stationen mit Salzgehalten über 31,3 unter dem Einfluss von Nordseewasser. Die höchsten Werte erreichte die Jade: Höhe Alte Mellum (Station VI) und Höhe Voslapp (Station VII), mit Werten von 32,87 und 32,71. Der Salzgehalt zeigte einen Anstieg in west - östlicher Richtung, unter dem Einfluss kühleren Nordseewassers im östlichen Bereich des Untersuchungsgebietes.

Die zweite Probenahme - Kampagne zur Kontrolle blütenbildender und toxischer Algen wird voraussichtlich in der 30. Woche, vom 23. - 27. Juli 2012 stattfinden.

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