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MURSYS - Nordsee

   
 
 

Nährstoffgehalte im Nordsylter Wattenmeer

 

Vorhandene Berichte :    April 2008   

Apr.
2008

  Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Wattenmeerstation Sylt;
  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg/Rostock

(http://www.awi-bremerhaven.de)

Langzeitvariabilität von Winter-Nitratkonzentrationen im Nordsylter Wattenmeer gesteuert durch den Süßwasserabfluss, abnehmende Flussfrachten und Denitrifikation

Van Beusekom, J.E.E.; S. Weigelt-Krenz, P. Martens (2008) Long-term variability of winter nitrate concentrations in the Northern Wadden Sea driven by freshwater discharge, decreasing riverine loads and denitrification. Helgol Mar Res 62:49-57

Kurzfassung:
Die Hypothese einer in letzter Zeit eingetretenen Umkehr der Eutrophierung im Wattenmeer und des Potentials der Küstengewässer bei der Denitrifikation wurde untersucht.
Im Nordsylter Wattenmeer (Lister Tief) werden seit 1984 Salzgehalt, Temperatur und Nitrat-Konzentrationen zweimal wöchentlich gemessen.
Der Salzgehalt hat einen klaren saisonalen Zyklus mit niedrigsten Werten von 27 im späten Winter und höchsten Werten um 31 im Sommer. Die mittleren jährlichen Abweichungen von der Langzeitreihe der mittleren Salzgehalte korrelieren signifikant mit den Süßwasserabflüssen aus den Flüssen Elbe und Weser.
Die winterlichen Nitrat-Konzentrationen sind generell hoch (im Schnitt bei rund 50 µM), ein bedeutender Teil (rund 35 %) der Variabilität hängt mit dem Salzgehalt zusammen. Die Temperatur hat einen geringen Einfluss (1 %). Überlagert wird dies durch eine langfristige Abnahme von 1 µM pro Jahr. Diese Prozesse zusammen erklären rund 45 % der Nitrat Variabilität. Die Langzeitabnahme von ungefähr 2 % pro Jahr ähnelt dem Trend der Stickstoffbelastung in den kontinentalen Flüssen.
Im Gegensatz zur Entwicklung im Lister Tief kann in der Deutschen Bucht mehr als 90 % der Nitratvariabilität durch den Salzgehalt erklärt werden. Die auf den Salzgehalt (30) normierten winterlichen Nitratdaten aus der Deutschen Bucht zeigen langzeitlich ebenfalls einen abnehmenden Trend. Die meisten Daten aus dem Lister Tief liegen entweder auf oder unter dem Nitrat/Salzgehaltsverhältnis, das in der Deutschen Bucht gefunden wurde. Diese Beobachtung deutet an, dass die Denitrifikation eine größere Bedeutung für die winterlichen Nitratkonzentrationen im nördlichen Wattenmeer hat, verglichen mit der Deutschen Bucht.
Es wird die Hypothese aufgestellt, dass ein Großteil der noch unerklärten Variabilität der Nitratkonzentrationen zusammenhängt mit wetterbedingten Veränderungen der Verweildauer der Gezeitenwassermassen im Wattenmeer und mit den Strömungsverhältnissen in der Deutschen Bucht.

Die vollständige Veröffentlichung findet sich in der Zeitschrift: Helgoland Marine Research (2008) 62:49-57 , doi: 10.1007/s10152-007-0092-5

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