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Eisverhältnisse

 

Vorhandene Berichte :    2009/2010   

2009
2010

  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)

Der Eiswinter 2009/2010 an den deutschen Nord- und Ostseeküsten

Der Winter 2009/2010 liegt in Hinblick auf die erzeugte Eismenge und die Dauer der Eisbedeckung an den deutschen Küsten im Bereich zwischen mäßigen und starken Eiswintern. Dies war der erste Winter seit 13 Jahren (seit dem Winter 1995/1996), in dem Eisbildung auch im Seebereich der westlichen Ostsee aufgetreten ist.

Insgesamt, das heißt unter Betrachtung auch der gesamten Ostsee, kann man den Eiswinter 2009/2010 aber als einen mäßigen Eiswinter bezeichnen, denn trotz der Eisbildung im Seebereich der westlichen Ostsee entsprachen die produzierte Eismenge und die Dauer des Eisauftretens auf See nicht den Eisverhältnissen in einem starken oder sehr starken Eiswinter.

Die vollständige Beschreibung des Eiswinters 2009/2010 liegt als pdf-file vor im Internet unter:
(http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/Eiswinter2009_10.pdf)


  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg•Rostock
(M 12)

BSH-Eisdienst: Starker Winter war für die Schifffahrt kein gravierendes Thema

(Zusammenfassung der Pressemitteilung vom 15.4.2010)

Die diesjährige Eissaison 2009/2010 an den deutschen Küsten brachte im Vergleich zu den zuletzt immer sehr mild verlaufenden Wintern nach langer Zeit wieder eine Eisausdehnung, die als mäßig bis stark eingeordnet wird. Der subjektiv insgesamt als extrem empfundene Winter war aber für die Experten des BSH-Eisdienstes keineswegs ungewöhnlich.

An der deutschen Ostseeküste waren die kleineren Häfen und flachen Innenfahrwasser Vorpommerns und die Boddengewässer südlich vom Darß und Zingst 14 Wochen lang vereist, an den Küsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburgs beschränkte sich die Eisbildung auf rund 8 Wochen (Ausnahme: die innere Schlei mit 13 Wochen). An etwa 35 Tagen trat das Eis in der Pommerschen Bucht und an den Außenküsten Rügens und Usedoms auf.
Der Zeitpunkt der maximalen Eisausdehnung war Mitte Februar erreicht, als das Eis teilweise auch Seebereiche der Kieler und Mecklenburger Bucht bedeckte. In den vorpommerschen Gewässern erreichte das Eis eine Stärke von 35 cm, an der Küste von Schleswig-Holstein waren es zwischen 10 und 30 cm, in der Pommerschen Bucht 10 bis 20 cm und in der westlichen Ostsee zwischen 5 und 10 cm.
Die Schifffahrt in den westlichen inneren Fahrwassern musste nur an einigen Tagen unterstützt werden, z.B. im Fahrwasser nach Wismar. Größere Probleme bereitete das Eisvorkommen in den Küstengewässern Vorpommerns. Die Schifffahrt zu den Häfen Stralsund, Greifswald und Wolgast verlief in den aufgebrochenen Fahrrinnen. Die Nordzufahrt nach Stralsund, der südliche Peenestrom, der Peenefluß und das Kleine Haff wurden im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März für die Schifffahrt geschlossen.

Im nördlichen Ostseeraum wurde der Höhepunkt der Eisentwicklung Mitte März erreicht, als die Eisausdehnung bis in das Seegebiet nördlich von Gotland reichte. Etwa 240 000 km² der Ostsee waren mit Eis bedeckt.

An der deutschen Nordseeküste wurde die große Schifffahrt auch im letzten Eiswinter nicht wesentlich behindert, aber die produzierte Eismenge war bedeutend größer als in den vergangenen 13 Wintern. An der nordfriesischen Küste und auf der Unterelbe hat die Eissaison 6 Wochen, an der ostfriesischen Küste 3 Wochen gedauert. Die Eisdicken erreichten, abgesehen von Übereinschiebungen und Aufpressungen, Werte von 10 bis 30 cm. In kleineren Häfen und Fjorden an der dänischen Küste im Kattegat wuchs das Eis bis auf 40 cm, an der norwegischen Küste im Skagerrak bis über 50 cm Dicke an.

Über die aktuelle Eislage informiert der Eisdienst des BSH über die WWW-Adresse:
(http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Eis/index.jsp)

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 26.08.2010 11:02:25  
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