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| Die wöchentlichen Temperaturkarten von Nord-
und Ostsee werden jeweils mittwochs aus den aufgelaufenen Daten der vergangenen
7 Tage neu konstruiert. Die Nordseekarte beruht auf Satelliten- und
Schiffsmessungen, während die Ostseekarte nur aus Satellitendaten
hergestellt wird. Für die Nordsee liegen die wöchentlichen Karten
seit Januar 1995 als Animation vor, für die Ostsee ab 1996. Seit 1968
liegen Karten der Monatsmittelwerte und ihrer Anomalien vor. |
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Meereis ist neben Schnee die veränderlichste Oberflächenform der Erde.
Kleine Variationen im Klimaantrieb gehen mit erheblichen Änderungen in
der Meereisbedeckung einher. Daher kommt Meereis eine Schlüsselrolle
als Indikator für Klimaänderungen zu.
Die hier verfügbaren Meereiskarten verwenden aus
SMMR und SSMI Satellitendaten abgeleitete digitale
Meereiskonzentrationen des National Snow and Ice
Data Center (NSIDC, Boulder, CO). Mit Hilfe einer Videomaschine können neben der
historischen Entwicklung der globalen Meereisverteilung seit 1978 auch deren saisonale,
intrasaisonale und zwischenjährige Variabilität interaktiv dargestellt werden.
Zusätzlich steht die aktuelle Entwicklung der Meereisverteilung in den letzten 30 Tagen,
einschließlich Schneebedeckung in der Nordhemisphäre, als Animation bereit.
Obgleich diese hemisphärischen Meereiskarten nach schifffahrtsrelevanten Kriterien
aufbereitet wurden, sind für die Schifffahrt allgemein die Gebiete Nord- und Ostsee
sowie die nordamerikanischen, nordnorwegischen und russischen Gewässer von Interesse.
Eisinformationen für diese Regionen werden speziell für navigatorische Zwecke vom
Eisdienst des BSH bearbeitet.
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Für das Klima in Nordeuropa spielt der Wärmetransport
durch Meeresströmungen im Atlantischen Ozean, der im Vergleich zum Pazifischen und Indischen Ozean
über die gesamte meridionale Ausdehnung des Atlantiks nach Norden gerichtet
ist, eine entscheidende Rolle. Der Menge der transportierten Wärme,
die raum-zeitlichen Transportschwankungen und deren mögliche Ursachen sind bisher
jedoch nur ungenügend bekannt. Das BSH liefert seit 1993 mit der Bestimmung
der Meridionalen Transporte im Nordatlantik von
Wärme und Süßwasser über die Linie Englischer
Kanal-Neufundlandbänke einen Beitrag zur Analyse des regionalen Klimageschehens.
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Die WOCE Globale Hydrographie Climatologie wurde im September 2004 veröffentlicht. Sie enthält einen
konsistenten und kohärenten hydrographischen Datensatz mit vollständiger Tiefenauflösung,
interpoliert auf 45 Tiefenstufen mit einer horizontalen Auflösung von 0.5°. Hydrographische Beobachtungen
hoher Qualität aus dem WOCE Zeitraum und wiederholte hydrographische Schnitte mit ca. 9000 Stationen aus den Jahren 1990 — 1998
bilden die Basis moderner Daten.
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Als Beitrag zum Hamburger Ozean/CLIVAR-Projekt:
"Der veränderliche Nordatlantik: Mechanismen der
Zirkulationsveränderungen" werden die Veränderungen der thermohalinen
Zirkulation auf Zeitskalen von Jahren bis zu Dekaden abgeschätzt. Dazu
werden vergleichbare Datensätze von Wiederholungen des
hydrographischen
Schnittes WOCE/A2 während der 90er Jahre untersucht. Sie zeigen
bereits auf zwischenjährlichen Zeitskalen beträchtliche Schwankungen
für die klimarelevanten Größen der ozeanischen Zirkulation,
wie die advektiven Transporte von Wärme und Süßwasser. Mit
einer Verzögerung von nur einem Jahr reagieren diese
Transportgrößen fast linear auf Veränderungen des NAO-Index,
der die Nordatlantische Oszillation (NAO) und damit niederfrequente
atmosphärische Veränderungen über dem Nordatlantik, sehr gut
beschreibt. Daten zweier Reisen aus anderen Jahrzehnten, nämlich 1957
und 1982, bestätigen dieses Verhalten.
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Langfristige
Veränderungen
des thermohalinen Zustands des Atlantiks:
Der WOCE Atlas des Atlantiks
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Im Rahmen
des deutschen Ozean/CLIVAR-Programms werden die hydrographischen Daten aus
für
den gesamten Atlantik zusammengetragen, um sie zu interpretieren und als
Atlas elektronisch wie in gedruckter Form zu veröffentlichen. Damit
soll die thermohaline Zirkulation des Atlantischen Ozeans, der für das
europäische Klima eine fundamentale Rolle spielt, für den WOCE-Zeitraum
beschrieben, analysiert und interpretiert werden. Der Atlas wird methodisch
und darstellungstechnisch in enger Abstimmung mit internationalen Gruppen
bearbeitet, die sich dem Pazifik, dem Indischen und dem Südlichen Ozean
widmen. Dadurch wird zum Abschluß ein globaler, gleichförmig
bearbeiteter WOCE-Datensatz vorliegen. Er wird gleichzeitig so gestaltet,
dass andere Parameter, wie etwa Spurenstoffe, die während der Reisen
des WOCE Hydrographic Programme gemessen
wurden, ebenfalls konsistent und schlüssig dargestellt werden können.
Der WOCE-Atlas für den Atlantik wird ergänzt durch die methodisch
gleichwertige Zusammenführung aller pre-WOCE und noch früherer
Daten, den quantitativen Vergleich der Felder und daraus abgeleiteter
Größen für verschiedene Zeitintervalle und die Beschreibung
der langfristigen und großrumigen Veränderungen. Als
Bezugszeitraum der zu erstellenden Klimatologie wird die WOCE-Feldphase
gewählt.
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WOCE
Special Analysis Centre Projekt beendet
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Das WOCE Special Analysis Centre war ein gemeinsames
Projekt des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und des BSH. Hier
wurden die hydrographischen Datensätze des
World
Ocean Circulation Experiments zusammengeführt
und einer ersten gemeinsamen Analyse unterzogen.
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Kontakt
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Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an
Peter Löwe, Telefon 040 3190 - 3214
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