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Pressemitteilung

   
 
 

Europäischer Workshop zu Unterwasserschall erarbeitet im BSH gemeinsame Grundlage für die Bewertung des Guten Umwelt- zustandes gemäß der Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL)


Hamburg, 09.06.2016 Deutschland ist Vorreiter in der Analyse und im Messen von Unterwassergeräuschen. So hat das BSH als Ergebnis aus Forschungen und Monitoring von Offshore-Windparkvorhaben nach aufwändigen Untersuchungen und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Umweltbundesamt (UBA) bei Genehmigungsverfahren insbesondere die Auswirkungen des Unterwasserschalls auf die Meeresumwelt berücksichtigt und dementsprechend Grenzwerte für die lärmintensiven Rammarbeiten festlegt.

Um die Indikatoren zur Messung von Unterwasserschall auf eine breitere Basis zu stellen, auf europäischer Ebene zu vergleichen und sich auf gemeinsame Standards zur Analyse von Impulsschall und Dauerschall zu verständigen, kamen auf Initiative des BSH und in Kooperation mit dem Umweltbundesamt (UBA) am 7. und 8. Juni 2016 - 52 Experten aus 17 Staaten Europas sowie den USA und Kanada im BSH zusammen.

Bei dem zweitägigen Workshop erörterten die Teilnehmer, inwieweit die aktuellen Indikatoren für Impulsschall, Dauerschall und Umgebungsschall ausreichend sind, um biologische Auswirkungen, etwa auf marine Säuger wie den Schweinswal, zu bewerten. Vor dem Hintergrund des bis zum Jahresende 2015 erstellten Maßnahmenkataloges zur Umsetzung der Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL) evaluierten die Teilnehmer auf welcher Datengrundlage der dort geforderte „Gute Umweltzustand“ mit Blick auf den Unterwasserschall beschrieben werden kann und welche Konzepte künftig bei der Bewertung des Zusammenhangs zwischen Schall und biologischen Auswirkungen möglich sind. Vor allem regionale Analysen identifizierten die Experten als Grundlage für erste gemeinsame Schritte zur Bewertung der Auswirkungen von Unterwasserschall auf die Meeresumwelt. Die Ergebnisse aus dem vergangene Woche unter BSH-Beteiligung abgeschlossenen EU-Forschungsprojekt BIAS (Baltic Sea Information on the Acoustic Soundscape) liefern für die Bewertung der Ostsee wichtige Erkenntnisse.

Der Workshop ist das erste Treffen der europäischen Schall-Experten, um Maßnahmen zu definieren, die Anforderungen der MSRL zum „Guten Umweltzustand“ bezogen auf den Schallschutz europaweit umzusetzen und eine kontinuierliche Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu etablieren. Das BSH liefert dafür eine inzwischen solide und daher wichtige Grundlage, um die Erkenntnisse aus deutschen Gewässern auf europäische Ebene zu übertragen und den internationalen Austausch in dieser Hinsicht zu fördern.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde der Bundesrepublik Deutschland. Mit den Dienstsitzen in Hamburg und Rostock unterstützt die Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur als Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung die maritime Wirtschaft, fördert die Sicherheit auf dem Meer wie die nachhaltige Meeresnutzung, informiert über den Zustand von Nord- und Ostsee und stärkt über Monitorings den Umweltschutz.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin (BSH)
Tel.: 040/3190 – 1010
Susanne.Kehrhahn-Eyrich@bsh.de

Katrin Benner
stv. Pressesprecherin (BSH)
Tel.: 040/3190 – 1011
Katrin.Benner@bsh.de

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 09.06.2016 14:42:04  
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