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Pressemitteilung

   
 
 

BSH startet 18. Gesamtaufnahme der Nordsee


Hamburg, 31.07.2015 Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) startet am 7. August 2015 im Hafen Stade-Bützfleth seine 18. Gesamtaufnahme der Nordsee. Acht Wissenschaftler und Techniker ermitteln auf der knapp 3.600 Seemeilen langen Forschungsfahrt aktuelle ozeanographische und meereschemische Daten und untersuchen das Seewasser auf die Konzentration ausgewählter künstlicher Radionuklide. Die Daten dienen einer aktuellen Zustandsbewertung der Nordsee und ermöglichen auch die Erfassung klimabedingter Veränderungen in der Nordsee.

Seit 1998 fährt das BSH mit wechselnden Schiffen ein Stationsnetz auf der Nordsee ab und überprüft den Meereszustand anhand zahlreicher Proben. Die erhobenen Daten dienen der detaillierten Bestimmung der räumlichen Verteilung von Temperatur, Salzgehalt und Dichte des Seewassers. Die physikalischen Messungen werden ergänzt durch die Analyse von Nährstoffen und die Bestimmung der Sauerstoffsättigung, der Alkalinität und des pH-Wertes des Seewassers. Im Rahmen der Gesamtaufnahme bestimmen die Wissenschaftler auch die oberflächennahe Chlorophyll- und Trübstoffverteilung sowie die Sichttiefe. Diese Messungen dienen der Überprüfung optischer Sensoren auf Satelliten, die vom BSH ganzjährig zur Zustandsbewertung der Nordsee genutzt werden.

Einen Teil der Daten analysieren die Wissenschaftler bereits an Bord für eine erste Bewertung. Eine detaillierte Analyse, insbesondere der chemischen Parameter, nehmen die Mitarbeiter nach der Rückkehr im Labor vor. Die Wissenschaftler arbeiten während der Gesamtaufnahme in drei Schichten rund um die Uhr (7/24). Mit diesen Untersuchungen wird langfristig die Entwicklung der Nordsee beobachtet und dokumentiert. Die Daten sind auch eine wichtige Grundlage für die Erfassung klimabedingter Veränderungen in der Nordsee und zur Erfüllung der deutschen Monitoringverpflichtungen im Rahmen der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Ferner dienen sie zur Überprüfung von Ozeanmodellen sowie zur Erklärung von Klimaszenarien.

Parallel zu eigenen Aus- und Bewertungen gibt das BSH die Messdaten an nationale und internationale wissenschaftliche Einrichtungen weiter. Im Rahmen der Erfassung maritimer Daten verfügt das BSH über die langfristigsten Beobachtungsreihen in der Bundesrepublik Deutschland und ist damit auch ein wichtiger Partner für andere wissenschaftliche Einrichtungen. Die Daten sind zudem eine wichtige Grundlage für die Arbeiten des Expertennetzwerkes des BMVI zur Anpassung der Verkehrsträger an den Klimawandel sowie für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „RACE! - Regional Atlantic Circulation and Global ChangE“.

Die ozeanographische Vermessung erfolgt unter Leitung des Ozeanographen Holger Klein. Den zweiten Abschnitt der Reise mit einer engmaschigen chemischen und ozeanographischen Beprobung der Deutschen Bucht und Messungen in der Ostsee leitet in diesem Jahr der Ozeanograph Achim Schulz.

Die CELTIC EXPLORER wird am 7. August 2015 auf ihrem Liegeplatz am Nördlichen Anleger im Hafen Stade-Bützfleth (Bützflethersand) beladen und für die Expedition eingerichtet. Am frühen Morgen des 8. August legt sie dort ab, um bereits querab von Stade die ersten Proben auf der Elbe zu nehmen. Am 29. August landet sie im norwegischen Bergen an. Der zweite Abschnitt beginnt am 30. August in Bergen und endet am 14. September in Kiel.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin (BSH)
Tel.: 040/3190 – 1010
Mobil: 0151/11588574

Holger Klein
Operationelle Ozeanographie
040/3190 - 3220

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Mehr dazu auf www.bsh.de:
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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 03.08.2015 08:29:56  
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