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Pressemitteilung

   
 
 

BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz: Schifffahrt ist im Umweltschutz auf einem guten Weg

 

Hamburg, 13. 03.2015 Anlässlich des jährlichen „Nautischen Essens“ des Nautischen Vereins Flensburg e.V. stellte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) der Schifffahrt ein gutes Zeugnis aus. Die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt hätte gute Fortschritte gemacht. Sie wies allerdings auch darauf hin, dass die weltweite Vorgabe von 0,5 Prozent Schwefel im Treibstoff sowie die nächsten Schritte zur der Reduktion von Stickstoffoxiden in Kürze umzusetzen sind: „Ich hoffe sehr, dass es international keine Verzögerungen mehr geben wird und die Senkung der weltweiten Grenzwerte 2020 tatsächlich in Kraft tritt.“

Vor rund 140 Gästen aus dem maritimen Umfeld sprach sie über die Tragweite, die der Umweltschutz für die Schifffahrt hat. Sie betonte, dass sich die Schifffahrtsbranche dieser Bedeutung bewusst sei. Dies zeigten zum Beispiel die Ergebnisse von Messungen der Emissionen von Schiffen im Elbtransfer. Das BSH hat in den ersten Wochen dieses Jahres diese Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse belegen, dass 95 Prozent der Schiffe regelkonformen Treibstoff verwenden.

Monika Breuch-Moritz wies darauf hin, dass die strengen Grenzwerte für Schiffsemissionen Innovationen in der maritimen Branche angestoßen hätten. Zielten die Werte ursprünglich auf eine Verbesserung der Treibstoffe, generierten sie tatsächlich Neuerungen in den verschiedensten Bereichen: „Bei neuen Schiffen wird über alternative Treibstoffe nachgedacht. Das erheblich sauberere LNG oder Wasserstoff als Brennstoff haben durch die Grenzwerte die Chance auf Realisierung. Effizienteres Schiffsdesign, slow steaming und andere betriebliche Maßnahmen sorgen heute für spürbare Treibstoffeinsparungen. Das bringt erhebliche Umweltfortschritte.“

In ihrer Rede ging sie auch auf Ölverschmutzungen in Nord- und Ostsee ein: „Die Ölverschmutzung durch Schiffe – lange Jahre ein großes Problem, das der kommerziellen Schifffahrt ein extrem schlechtes Image eingetragen hat – ist hier bei uns so gut wie weg. Ölfunde sind selten, und wenn, dann sind es Reste aus lange vergangenen Havarien.“ Auch das ist ein Zwischenergebnis aus einem Forschungsprojekt, das das BSH zusammen mit den Küstenländern durchführt.

Die Präsidentin machte auch deutlich, dass international geltende Regelungen immer Kompromisse seien, die den unterschiedlichen kulturellen Anforderungen Rechnung trügen. Als Beispiel nannte sie das 2004 verabschiedete Ballastwasser-Übereinkommen. Es erlaubt mechanische, physikalische und chemische Verfahren zur Aufbereitung von Ballastwasser. „Europa hat hohe Hürden für die Verwendung von sogenannten aktiven Substanzen, also Chemikalien, die das Leben im Ballastwasser abtöten sollen, aufgebaut. In anderen Regionen ist man Chemikalien gegenüber weniger kritisch eingestellt.“

Mit dem Hinweis, dass die Schifffahrt stolz von sich sagen könne, sie habe sich der Herausforderung gestellt, schloss sie die Rede. „Die Reduzierung der Luftverschmutzung war eine der letzten großen Herausforderungen. Das ist jetzt auf einem guten Weg.“

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (BSH)
Telefon: +49 (0)40-3190-1010
Susanne.Kehrhahn-Eyrich@bsh.de

 

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 13.03.2015 12:11:52  
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