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Pressemitteilung

   
 
 

Neue Zusammenarbeit zwischen NSF International und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bei der Prüfung von Ballastwasser-Behandlungssystemen

ANN ARBOR, Michigan, USA / Hamburg, Deutschland, 20.02.2015  Das Labor NSF International ist jetzt in der Lage, Ballastwasserbehandlungsanlagen (BWMS) gemäß den Anforderungen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf Grundlage der durch die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) erarbeiteten Richtlinien zu testen. NSF International ist das erste unabhängige Labor (Independent Laboratory (IL)), das von der Küstenwache der Vereinigten Staaten von Amerika (USCG) mit der Bewertung und Prüfung von BMWS für US-amerikanische Baumusterzulassungen beauftragt wurde. BWMS-Hersteller können jetzt die erforderlichen Baumusterzulassungen für die USA und Deutschland unter Verwendung derselben Testunterlagen beim NSF International IL und beim BSH beantragen. Dies erspart Prüfungskosten, verringert Zulassungszeiten und erlaubt Schiffen die Anfahrt US-amerikanischer, wie auch internationaler Ziele.

Eine USCG-Baumusterzulassung ist für BWMS auf Schiffen, die in US-Gewässer einfahren und dort behandeltes Ballastwasser ablassen, vorgeschrieben, um die Verbreitung nicht heimischer Arten von Wasserorganismen in Seen, Flüssen und Küstengewässern zu verhindern. Die von Deutschland durch das BSH erteilten nationalen Baumusterzulassungen erfüllen die Anforderungen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) für Schiffe auf den übrigen Gewässern.

„Durch die Zusammenarbeit mit dem BSH wird Herstellern ein kostengünstigeres und einfacheres Verfahren zur Erlangung von zwei wichtigen BWMS-Baumusterzulassungen in der Branche geboten. Das BSH spielt dabei eine entscheidende Rolle, um unser Verfahren noch vorteilhafter für Hersteller von Ballastwasser-Behandlungssystemen zu gestalten. Das gebündelte Know-how unserer IL-Partner ist auf dem Gebiet der Prüfungen und Zulassungen für die Schifffahrt absolut einzigartig“, so Tom Bruursema, General Manager der Sustainability Division bei NSF International, der das NSF International IL untersteht.

Das BSH betont: „Das NSF International Independent Laboratory und dessen Partner verfügen über die technische und wissenschaftliche Fachkompetenz, um qualitativ hochwertige Bewertungen von Ballastwasser-Behandlungssystemen sowohl nach US- als auch nach IMO-Anforderungen durchzuführen. Daraus ergeben sich zusätzliche Vorteile sowohl für die Hersteller von BWMS als auch letztlich für die Schiffseigner, die zugelassene Systeme sowohl in US-amerikanischen als auch in internationalen Gewässern benötigen “.

Partnerschaft des NSF International IL

Zur Partnerschaft des NSF International IL, die im Jahr 2012 gegründet wurde, gehören Retlif Testing Laboratories, Curtis-Straus Bureau Veritas, die Great Ships Initiative, das Maritime Environmental Resource Center sowie das American Bureau of Shipping (ABS). Als ein von der US-Küstenwache zugelassenes unabhängiges Labor ist NSF International für die Koordination von Prüfverfahren zwischen allen Partnerorganisationen sowie die Überwachung der Tests, Überprüfung der Testdaten (technische Prüfung und Qualitätssicherung) und die Erstellung des Abschlussberichts zur Vorlage bei der US-Küstenwache und dem BSH verantwortlich.

Für weitere Informationen zum Prüfprogramm für BMWS von NSF International wenden Sie sich bitte an Tom Stevens unter +1 734-769-5347 oder stevenst@nsf.org (für einen Interviewtermin wenden Sie sich bitte an Kelly Ingerly unter +1 734-827-6850 oder media@nsf.org).

Über NSF International: NSF International ist eine unabhängige Organisation, die eigene Standards schreibt und Produktprüfungen und -zulassungen für die Lebensmittel-, Wasser- und Verbrauchsgüterindustrie durchführt, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu minimieren und die Umwelt zu schützen (nsf.org). Im Jahr 1944 gegründet, hat sich NSF der Gesundheit und dem Schutz der Menschen weltweit verschrieben. NSF International ist ein Kooperationspartner der Panamerikanischen/Weltgesundheitsorganisation für Wasser- und Indoorqualität sowie Lebensmittelsicherheit.

NSF war federführend bei der Ausarbeitung der US-amerikanischen Normen für alle Materialien und Produkte, die zur Behandlung von oder im Zusammenhang mit Trinkwasser verwendet werden. Im Jahr 1990 ersetzte die US-Umweltschutzbehörde (EPA) ihre eigenen Hinweise für Trinkwasserprodukte durch diese NSF-Standards. Heute fordern die meisten wichtigen Installationsvorschriften eine NSF-Zulassung von Rohren und Installationsbauteilen in Geschäfts- und Wohngebäuden. NSF Sustainability greift auf diese Fachkompetenz in Bezug auf Ausarbeitung von Standards, Produktsicherung und -zulassung, Beratungsdienste und Qualitätsmanagementsysteme zurück, um Unternehmen dabei zu unterstützten, nachhaltigere Produkte, Arbeitsabläufe, Systeme und Lieferketten zu entwickeln.

Über das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): Zu den Aufgaben der Bundesbehörde mit Sitz in Hamburg und Rostock gehören u.a. maritime Sicherheit und Gefahrenabwehr, Seevermessungen, Überwachung der Meeresverschmutzung, Frühwarndienste wie Hochwasservorhersagen und Wasserstandsvorhersagen, Erhebung und Bewertung von Daten in Bezug auf Klima- und Umweltveränderungen, eine Geodatenbank sowie Umweltschutz im Schiffsverkehr, einschließlich Baumusterzulassungen von Ballastwasser-Behandlungssystemen. Das BSH ist die Seeschifffahrtsbehörde in Deutschland, die durch die Umsetzung der internationalen Übereinkommen zur Verbesserung des Meeresumweltschutzes beiträgt. Die Erteilung von Baumusterzulassungen für Ballastwasser-Behandlungssysteme ist Teil dieser Aufgaben.

MEDIENKONTAKT:

Susanne Kehrhahn-Eyrich 
Leiterin Presse- und  Öffentlichkeitsarbeit (BSH)
Tel.: +49 (0)40-3190-1010 
Email:susanne.kehrhahn-eyrich@bsh.de

 

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Kehrhahn-Eyrich
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Telefon 040 3190 - 1010
Mobil: 0151 - 11588574

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Mehr dazu auf www.bsh.de:
Struktur des BSH
BSH kompakt
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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 23.02.2015 12:24:26  
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