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Pressemitteilung

   
 
 

Internationales Wrackbeseitigungsabkommen tritt 2015 in Kraft

Hamburg, 02.12.2014 Am 14. April 2015 tritt das Internationale Übereinkommen von Nairobi von 2007 über die Beseitigung von Wracks (Wrackbeseitigungsübereinkommen) in Kraft.

Bisher existierten nur eingeschränkte Möglichkeiten für Küstenstaaten, gefährliche Wracks und Schifffahrtshindernisse zu beseitigen und den eingetragenen Eigentümer eines Schiffes zur Kostentragung zu verpflichten. Das Wrackbeseitigungsübereinkommen verpflichtet erstmalig den eingetragenen Eigentümer eines Schiffes, ein Wrack in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) zu beseitigen, wenn es die Meeresumwelt oder die Schifffahrt gefährdet. Sollte der eingetragene Eigentümer nicht tätig werden, ist der betroffene Küstenstaat verpflichtet, das Wrack zu lokalisieren, zu kennzeichnen und beseitigen zu lassen. Das Übereinkommen regelt für solche Fälle auch die Kostenforderungen gegen den eingetragenen Eigentümer. Das Wrackbeseitigungsübereinkommen ist eine bedeutende Weiterentwicklung des Seevölkerrechts. Es führt zu einer zusätzlichen Verbesserung der Sicherheit im internationalen Seeverkehr und des Schutzes der Meeresumwelt.

Um den Verpflichtungen aus dem Wrackbeseitigungsübereinkommen nachzukommen, muss der eingetragene Eigentümer eines Seeschiffs mit einer Bruttoraumzahl von 300 oder mehr eine Versicherung aufrechterhalten, um die Haftung für die Beseitigung des Wracks abzudecken. Das Bestehen einer Versicherung ist durch eine staatliche Bescheinigung (Wrackbeseitigungshaftungsbescheinigung) nachzuweisen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) stellt ab sofort Wrackbeseitigungshaftungsbescheinigungen aus.

Aufgrund der momentan noch geringen Zahl von Vertragsstaaten rechnet das BSH mit einem hohen Antragsaufkommen. Es empfiehlt zur Erleichterung der fristgemäßen Bearbeitung, die Anträge ab sofort zu stellen und Versicherungsbescheinigungen (Blue Cards) gegebenenfalls nachzureichen.

Antragsformulare und weitere Informationen stehen auf www.deutsche-flagge.de zur Verfügung.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.

Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

 

Für Rückfragen:

Grit Tüngler, LL.M.
Schifffahrtsrecht, Internationale Haftungsübereinkommen, Querschnittsaufgaben (BSH)
Tel.: 040/3190 – 7430

Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin
Leiterin Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation (BSH)
Tel.: 040/3190 – 1010

 

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 03.12.2014 14:43:24  
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