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Pressemitteilung

   
 
 

Nordseetemperaturen wieder auf Rekordniveau


Hamburg, 08.05.2014
 Der warme April hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Nordsee seine Spuren hinterlassen. Für die Temperatur des Oberflächenwassers der Nordsee stellte das BSH den dritthöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1969 fest: 8,1°C. Damit wurde der im April 2007 erreichte Rekord von 8,4°C nur knapp unterschritten. Der drittwärmste April folgte unmittelbar auf den drittkältesten im vorigen Jahr. Der Temperaturunterschied von 2,5°C war der höchste, der bislang zwischen zwei aufeinander folgenden Aprilmonaten aufgetreten ist.

Der seit den neunziger Jahren vorherrschende Trend hin zu wärmeren Temperaturen in der Nordsee setzt sich seit Mitte des letzten Jahres in der Nordsee fort. Der Winter 2012/2013 war erst der zweite seit 1990, der das langjährige Aprilmittel von 6,6°C unterschritten hatte. Erst ab August 2013 verlief die jahreszeitliche Temperaturentwicklung wieder auf einem um etwa 1°C höheren Niveau gegenüber dem klimatologischen Jahresgang.

Wichtigste Ursache für die diesjährigen hohen Apriltemperaturen war der außerordentlich milde Winter, der eine stärkere Auskühlung der Nordsee verhinderte. Hinzu kamen stabile Schönwetterlagen mit einer intensiven Sonneneinstrahlung und weit nach Norden vordringende warme Luft aus dem Mittelmeerraum. Allein in der letzten Aprilwoche sprang die Nordseetemperatur um 0,8°C auf 9,1°C. Damit übersteigt das Temperaturniveau schon jetzt das Klimamittel für den Monat Mai um 0,1°C. In der Deutschen Bucht erreichte die Apriltemperatur mit 8,7°C erneut den zweithöchsten Stand seit 1990. Ebenso wurde hier bereits Ende April die klimatologische Mitteltemperatur von 10,2°C für den Monat Mai erreicht. Die weitere Entwicklung der Oberflächentemperaturen wird von den Wetterbedingungen im Mai abhängen.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Für Rückfragen:
Dr. Hartmut Heinrich
Physik des Meeres (BSH)
Tel.: 040/3190 – 3200

Ina Hampel
Öffentlichkeitsarbeit und Bibliothek (BSH)
Tel.: 040/3190 – 1011

 

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 09.05.2014 07:59:18  
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