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Pressemitteilung

   
 
 

BSH veranstaltet Nutzerworkshop zu Neuentwicklungen bei Wasserstands- und Sturmflutvorhersagen für Nord- und Ostsee

 

Hamburg, 26.08.2013. Im Vorfeld der diesjährigen Sturmflut- und Sturmhochwassersaison lädt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am 27. August 2013 zu einem Workshop zu Wasserstands- und Sturmflutvorhersagen für Nord- und Ostsee ein. Experten der Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienste von Bundes- und Landesbehörden diskutieren gemeinsam mit Kunden und Anwendern neue Entwicklungen bei den Vorhersageverfahren und Produkten.

Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, hebt anlässlich des Workshops die hohe Bedeutung der Vorhersagedienste für die Sicherheit der Seeschifffahrt und für den Schutz der Küstenbewohner und der Küsten hervor.

„Eine gute Wasserstandsvorhersage funktioniert nur in sehr enger Zusammenarbeit von Ozeanographen und Meteorologen, wie wir sie hier in Hamburg zwischen DWD und BSH praktizieren“ betont Breuch-Moritz. „In unseren flachen und stark gegliederten Küstengewässern ist die Vorhersage sehr komplex, deshalb arbeiten wir ständig an einer weiteren Verbesserung der Verfahren. Besonders wichtig sind uns dazu die Anregungen der Nutzer“.

Die Wasserstandsvorhersagen bauen auf den Gezeitenvorausberechnungen auf und berücksichtigen zusätzlich meteorologische Informationen, hydrologisch- ozeanographische Daten wie zum Beispiel die lokalen Wasserstände, Gefälle nebst Abflüssen und numerische Modellvorhersagen. Alle verfügbaren Daten werden mehrmals täglich automatisch analysiert, erkannte systematische Fehler korrigiert und Informationen optimal verknüpft. Den letzten Schliff erhalten die Vorhersageprodukte durch erfahrene Mitarbeiter der Wasserstandsdienste, die Vorhersagen für die nächsten sechs Tage herausgeben.

Ist eine Sturmflut in der Nordsee oder ein Sturmhochwasser in der Ostsee zu erwarten, arbeiten die Experten rund um die Uhr. Droht eine Sturmflut, benachrichtigt das BSH rund 325 Warnungsempfänger wie Katastrophenstäbe, Feuerwehr, Hafenbehörden, Deichverbände, Verkehrszentralen und Polizei. Die Warnungen werden auch über Rundfunk und Internet verbreitet.

Das BSH ist zudem das nationale Kontakt- und Warnzentrum bei Tsunamigefährdungen in Europa. Auch wenn an den deutschen Küsten die Wahrscheinlichkeit und der Gefährdungsgrad eines Tsunami als äußerst gering einzustufen ist, wird das BSH im Falle einer Gefährdung der deutschen Küsten die Öffentlichkeit rechtzeitig warnen. Auch hierzu wird beim Workshop informiert.

Nach dem Seeaufgabengesetz obliegen dem Bund „auf dem Gebiet der Seeschifffahrt die nautischen und hydrographischen Dienste, insbesondere der Gezeiten-, Wasserstands- und Sturmflutwarndienst“. Seit 1878 geben das BSH bzw. die Vorgängerinstitutionen - deutsche Seewarte, Marineobservatorium und Deutsches Hydrographisches Institut -  ununterbrochen die Gezeitentafeln heraus, die eine wichtige Information für die deutsche Seeschifffahrt sind und die Basis für die Wasserstandsvorhersagen bilden.

 

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.

Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin
Tel.: 040/3190 – 1010
Mobil: 0151/11588574

Stephan Dick
Referatsleiter 'Vorhersagedienste'
Tel.: 040/3190 – 3100

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Kehrhahn-Eyrich
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Mehr dazu auf www.bsh.de:
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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 26.08.2013 14:35:27  
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