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Pressemitteilung

   
 
 

BSH genehmigt Konverterplattform BorWin beta und Windpark Innogy Nordsee 1


Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat heute die Konverterplattform „BorWin beta“ und die Verlegung und den Betrieb eines Stromkabels zum Transport des Windstroms von zwei Offshore-Windparks an Land genehmigt. Die Konverterplattform steht am Rand des Windparks „Bard“.

Darüber hinaus hat das BSH den Offshore-Windpark „Innogy Nordsee 1“ in der Nordsee genehmigt. Auf einer Fläche von rund 34 km2 sollen 54 Windenergieanlagen errichtet werden, die in einer Wassertiefe zwischen 26 und 34 Meter stehen. Der neue Windpark entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft der bereits genehmigten Windparkvorhaben „Delta Nordsee 1“ (Genehmigung 2005), „Delta Nordsee 2“ (Genehmigung 2009) und „Godewind“ (Genehmigung 2006).

„Mit der Genehmigung der Konverterplattform werden weitere wesentliche Voraussetzungen für die Inbetriebnahme von Windparks geschaffen. Die Erteilung der Genehmigungen von „BorWin beta“ und „Innogy Nordsee 1“ zeigt erneut, wie zügig und effektiv wir in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden solche Projekte genehmigen“, sagte die Präsidentin des BSH Monika Breuch-Moritz anlässlich der Übergabe der Genehmigung.

Das heute genehmigte Stromkabel transportiert den in Offshore-Windparks produzierten Strom von dem Umspannwerk des Offshore-Windparks „Global Tech I“ zu der heute genehmigten Konverterplattform. Die Plattform und die Kabelsysteme sind für 800 MW ausgelegt und erlauben die Stromabfuhr von zwei großen Offshore- Windparks mit jeweils 80 Windenergieanlagen. Auch genehmigt hat das BSH heute das Seekabel „BorWin2“, das die Elektrizität von der Konverterplattform zur seewärtigen Grenze des Küstenmeeres (12 sm – Zone) transportiert. Nach der Genehmigung ist der späteste Baubeginn für den 31.Dezember 2014 festgelegt. Die Genehmigung erlaubt den Betrieb der Konverterplattform für 25 Jahre. Die Laufzeit beginnt mit dem vollständigen Anschluss der Offshore-Windparks an die Konverterplattform. „Die Genehmigung der Konverterplattform und der Seekabel unterliegt den gleichen strengen Prüfungsmaßstäben über mögliche Umweltauswirkungen wie die Genehmigung von Offshore-Windparks“, erklärte Christian Dahlke, Leiter des Referats Ordnung des Meeres im BSH, zur Erteilung der Genehmigung.

Erstmalig hat das BSH im Rahmen einer Genehmigung ein Ersatzgeld festgesetzt. Dabei handelt es sich um eine Eingriffskompensation nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Das Ersatzgeld beträgt 1,6 Mio. Euro. Die Summe orientiert sich an den Kosten für Ausgleichsmassnahmen.

Die letzten erforderlichen Antragsunterlagen der Antrag stellenden Übertragungsnetzbetreiberin gingen am 22. März 2012 beim BSH ein.

Genehmigung des Windparks „Innogy Nordsee 1“

Der ebenfalls heute genehmigte Windpark „Innogy Nordsee 1“ entsteht in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der südöstlichen Nordsee in der östlichen Deutschen Bucht, rund 22 sm (rund 41 km) vom Festland und 37 sm (rund 69 km) von der Insel Helgoland entfernt. Er liegt innerhalb des im Raumordnungsplan festgelegten Vorranggebietes für Windenergie „Nördlich Borkum“. Nach der Genehmigung ist der späteste Baubeginn für den 1. Juli 2014 festgelegt.

Der Genehmigung liegen umfangreiche Bewertungen möglicher Umweltauswirkungen zugrunde. Sie beinhalten u.a. Auswirkungen auf die Vegetation, auf die Tierwelt sowohl im Wasser als auch in der Luft oder auf das Klima. Zum Schutz der marinen Säuger wurden insbesondere strenge Auflagen im Hinblick auf den Schalleintrag beim Rammen der Anlagenfundamente erlassen.

Seit 2001 hat das BSH nunmehr insgesamt 29 Offshore-Windparks in der deutschen AWZ der Nord- und Ostsee mit insgesamt 2.081 Windenergieanlagen genehmigt. 25 Anlagen speisen Strom ein. Weitere 94 Windparkvorhaben mit insgesamt 6.624 „Windmühlen“ sind beim BSH beantragt und befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren. 15 Projekte sind in der Umsetzung der Genehmigungen. Ein Projekt – alpha ventus - ist fertig und im Probebetrieb, zwei Projekte – BARD Offshore 1 und Borkum West II – sind in Bau.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt. Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin
Tel.: 040/3190 – 1010
Mobil: 0151/11588574

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 20.09.2012 08:37:08  
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