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Pressemitteilung

   
 
 

Abschlusskonferenz BaltSeaPlan zur maritimen Raumordnung in Berlin: Ostseeraum ist maritime Modellregion in Europa

 

Gestern fand  im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin die Abschlussveranstaltung des internationalen Projektes „BaltSeaPlan“ statt. Rund 180 Gäste aus 18 Ländern waren dabei. Das Projekt hat unter der Leitung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit 14 Partnern aus sieben Anrainerstaaten für den Ostseeraum eine „Vision2030“ entwickelt. Sie beschäftigt sich mit der zukünftigen Nutzung der Ostsee, gibt Empfehlungen und Leitlinien für den Umgang mit dem Meeresraum und hilft den Ostseeanrainerstaaten, bei der Meeresraumplanung zusammen zu arbeiten.

„An der Meeresraumplanung zeigt sich wie an kaum einem anderen Thema, wie sehr nachhaltige Raumentwicklung ein grenzüberschreitendes und damit europäisches Thema ist“, sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Das Bundesverkehrsministerium hat das Projekt mitfinanziert. Denn die Anforderungen an eine nachhaltige Nutzung des Meeres haben sich in den letzten Jahren außerordentlich verstärkt. Interessen der Schifffahrt, der Fischerei oder der Offshore-Industrie stehen im Wettbewerb um die Meeresflächen. Diese Nutzungen sind nicht nur untereinander in Einklang zu bringen sondern auch im Hinblick auf den Meeresumweltschutz. Die veränderte Wahrnehmung des Meeres führt zu erhöhten Ansprüchen und zu steigendem Druck seitens der Nutzer – und damit zu erhöhten Belastungen der Meere.

Genau dort setzt das Projekt „BaltSeaPlan“ an. Neben einer Bestandsaufnahme aktueller Nutzungen und Konflikte sowie der Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen, sind Entwürfe für maritime Raumordnungspläne für sieben Pilotgebiete entstanden – davon zwei grenzüberschreitend. Hinzu kommt erstmals ein gemeinsames räumliches Leitbild für die Ostsee „BaltSeaPlan Vision 2030“.

Ziel der Vision ist eine abgestimmte nachhaltige Raumplanung im gesamten Ostseeraum. Diese kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Ostseeanrainer gemeinsam eine Strategie entwickeln. Die Strategie muss sowohl Aspekte der Sicherheit des Verkehrs, Energiepolitik der marinen Umwelt sowie der nachhaltigen Fischerei enthalten. Hierzu ist es notwendig, zuerst nationale Strukturen aufzubauen, damit eine internationale Zusammenarbeit erfolgreich funktioniert.

„Die Ergebnisse von ‚BaltSeaPlan’ zeigen vor allem eines: Wir alle tragen gemeinsam die Verantwortung für die Entwicklung der Ostsee“, sagte Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH. Jetzt komme es darauf an, das Projekt als Plattform zu nutzen, um die entwickelten Vorarbeiten und Vorschläge rund um die Ostsee in die Tat umzusetzen.

„BaltSeaPlan“:

Im Projekt „BaltSeaPlan“ (2009-2012; 3,7 Millionen Euro) arbeiten 14 Partner aus sieben Ländern rund um die Ostsee zusammen. Darunter Ministerien, Behörden, Universitäten und Institute sowie Naturschutzverbände. Federführender Partner ist das BSH. „BaltSeaPlan“ ist Bestandteil von INTERREG – einem Regionalprogramm der Europäischen Union zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Mehr Informationen unter www.baltseaplan.eu

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime
Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität
von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin
Tel.: 040/3190 – 1010
Mobil: 0151/11588574

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Mehr dazu auf www.bsh.de:
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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 20.09.2012 08:37:08  
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